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Familienbündnis und Kinderschutzbund fragten: Was brauchen kleine Kinder zum Großwerden?

14.10.2014 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Lebendige Podiumsdiskussion…

Vortrag der Bindungsforscherin Prof. Dr. Eva Rass – Lebendige Podiumsdiskussion in der Lauterbacher Sparkassen-Aula – 100 Besucher – Veranstalter: Kinderschutzbund Lauterbach und Bündnis für Familie Vogelsbergkreis

Am Mittwoch, 8. Oktober, fand in der Aula der Sparkasse Oberhessen in Lauterbach eine Podiumsdiskussion anlässlich des Deutschen Kindertages statt. Thema des Abends: „Was brauchen kleine Kinder zum Großwerden?".

Der verstärkte Ausbau der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist eine Reaktion auf die Veränderungen der Familienstrukturen und die veränderten Rollenauffassungen von Vätern und Müttern – sowie in vielen Fällen eine Folge ökonomischer Notwendigkeiten. Die Bedeutung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Kindertagesstätten wächst. Vor dem Hintergrund meist leerer kommunaler Kassen muss dennoch ein hohes Niveau von Bildung und Erziehung erreicht werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird immer wichtiger – und gleichzeitig wünschen sich Eltern in den Einrichtungen die bestmögliche Entwicklung ihrer Kinder.

Die Bedeutung der Bindung für die kindliche Entwicklung thematisierte Prof. Dr. Eva Rass, Psychoanalytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin. Sie sprach über neuere Erkenntnisse zur Bedeutung der Bindung im frühen Kindesalter.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Bedeutung der Bindung an Mutter und Vater einerseits und die gesellschaftliche Bedeutung guter staatlicher und kommunaler Betreuungsangebote auf der Grundlage einer wertschätzenden Pädagogik andererseits beleuchtet.

Teilnehmende auf dem Podium waren neben Frau Prof. Dr. Rass die berufstätige Mutter Ana Bender, Erwin Fauss (Diplom-Pädagoge und Fachbereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Lauterbach), Susanne Kaiser (Erwachsenenpädagogin MA, Systemische Beraterin und Therapeutin SG), Gerhard Merz (MdL, Sozial- und familienpolitischer Sprecher, Stellv. bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Kinderschutzbundes Gießen), die berufstätige Mutter Friederike Prömse-Schneider und Anett Wunderlich (Diplom-Sozialpädagogin, Familienservice-Frühe Hilfen in der Vogelsberger Kreisverwaltung).

Das Publikum beteiligte sich mehrfach an der teilweise kontroversen Diskussion.

Die Veranstaltung wurde von der Diplom-Betriebswirtin Andrea Ortstadt (Vogelsberg Consult) moderiert. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Frau Dr. Simone Schwarzer hatte die rund 100 Gäste herzlich begrüßt.

... auch mit dem Publikum.

Dr. Simone Schwarzer begrüßte rund 100 Gäste. Alle Fotos: Erich Ruhl

Prof. Dr. Eva Rass berichtete über die Entwicklung des Gehirns in den ersten Lebensjahren und die Bedeutung der Bindung an feste Bezugspersonen.

Die Moderatorin Andrea Ortstadt im Gespräch mit Anett Wunderlich, die in der Vogelsberger Kreisverwaltung für den Bereich „Frühe Hilfen" zuständig ist und wertvolle Unterstützungen für junge Eltern organsiert.