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Schönfeld: Vertrag mit Straßenbauamt sichert Arbeitsplätze

21.09.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Schönfeld: Neuer Vertrag sichert

Arbeitsplätze bei Straßenbauverwaltung

ASV Schotten weiter für die Unterhaltung

der Kreisstraßen verantwortlich

VOGELSBERGKREIS ( ). "Der Kreis hat 324 Kilometer Kreisstraßen. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten mit den angeschlossenen Straßenmeistereinen Homberg, Grebenhain und Lauterbach wird auch weiterhin für die Betreuung dieser Straßen zuständig sein. Diese Entscheidung des Landkreises sichert Arbeitsplätze und hat auch gute ökonomische Gründe." Dies erklärte Kreisbeigeordneter Klaus Schönfeld nach der Vertragsunterzeichnung in Lauterbach.

Im Rahmen eines Richtfestes für Erweiterungsmaßnahmen bei der Straßenmeisterei Lauterbach wurde die von Landrat Rudolf Marx und Kreisbeigeordneten Klaus Schönfeld unterzeichnete Vertragsvereinbarung an den Vertreter des Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, Dr. Hanke übergeben. Im einzelnen werden die Straßenmeistereien damit weiterhin für Streckenkontrolle, Wartung, Reinigungsarbeiten, Instandsetzung, Abfallsammlung, Verkehrssicherung, Unfalldienst, Brückenbeobachtungen und -prüfungen zuständig sein. Ein ganz wichtiger Bereich ist auch der Winterdienst, der wie seither von Schotten aus organisiert wird. Hinzu kommen noch die vielfältigen Verwaltungsdienstleistungen, für die ebenfalls das Amt für Straßen- und Verkehrswesen zuständig sein wird.

Nach der Änderung des Hessischen Straßengesetzes hatte der Vogelsbergkreis 1997 die Hessische Straßenbauverwaltung mit der Betreuung der Kreisstraßen betraut. Jährlich musste der Vogelsbergkreis dafür etwa 6.900 Mark pro Kilometer Kreisstraße aufwenden, das sind 2,3 Millionen Mark pro Jahr insgesamt. In den vergangenen Monaten hat Kreisbeigeordneter Schönfeld, beim Vogelsbergkreis als Dezernent zuständig für die Verwaltung der Kreisstraßen, mit seiner Verwaltung intensiv die Fortschreibung der Vereinbarung zur Übertragung von Verwaltungs-, Betriebs- und Unterhaltungsaufgaben an Kreisstraßen beraten.

Der modifizierte Vertrag sieht erfreulicherweise eine Reduzierung der jährlichen Pauschale auf 6.650 Mark vor. Mit Inkrafttreten des neuen Vertrages spart der Vogelsbergkreis 81.000 Mark pro Jahr, freut sich der Kreisstraßen-Dezernent. Auf Vorschlag von Klaus Schönfeld hatte der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 31. August der Fortschreibung der Vereinbarung zugestimmt.

1996 sollte das Schottener Amt für Straßen- und Verkehrswesen dem Fuldaer Amt zugeordnet werden. Gegen die Verlagerung dieser Arbeitsplätze hatte sich der Vogelsbergkreis damals zusammen mit den Mitarbeitern der Straßenverwaltung massiv und erfolgreich gewehrt, so Schönfeld. Das ASV Schotten wurde nicht nur erhalten , sondern mit der zusätzlichen Übertragung der Zuständigkeit für den Landkreis Gießen deutlich aufgewertet. Damit wurden in unserer strukturschwachen Region durch das Land Hessen zusätzliche Stellen geschaffen.

Diese Arbeitsplätze will der Vogelsbergkreis auch für die Zukunft nicht gefährden. Aus diesen grundsätzlichen Überlegungen heraus hat sich der Kreisausschuss entschieden, den zwischenzeitlich optimierten Vertrag mit der Hessischen Straßenbauverwaltung für eine weitere Periode bis zum 31.12.2007 fortzuschreiben und den Weg einer Privatvergabe nicht weiter zu verfolgen. Die Entscheidung, die Aufgaben der Betreuung seines 324 km langen Kreisstraßennetzes erneut dem Land Hessen zu übertragen, ist beim Kreis von der Erwartung geprägt, dass die Arbeitsplätze im Schottener Amt und den Straßenmeistereien Homberg, Grebenhain und Lauterbach langfristig stabilisiert werden.

Leichte Verunsicherung über den Beschluss kam allerdings noch mal auf, als der Kreis von weiteren geplanten organisatorischen Veränderungen am Standort Schotten erfuhren. Das Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen konnte jedoch die Befürchtungen des Kreises hinsichtlich des Abbaues von Arbeitsplätzen vollständig ausräumen.