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Landrat Marx besucht Katasteramt

20.09.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Katasteramt versteht sich

als Dienstleistungsbetrieb

Landrat Marx überzeugte sich von modernen Arbeitsmethoden

VOGELSBERGKREIS ( ). Wenn Bürger ihren Traum von eigenem Heim verwirklichen wollen, benötigen sie einen exakten Plan ihres Grundstücks. Für diese und andere Dienstleistungen sind die Katasterämter in Lauterbach und Alsfeld da. Von den modernen Arbeitsmethoden dieser staatlichen Hauptabteilung überzeugte sich vor Kurzem Landrat Rudolf Marx. Günther Bovenkerk, Leiter der Behörde, legte dem Landrat die Dienstleistungen des Katasteramtes für Bauherren, Gemeinden und Grundstückseigentümer dar. In den beiden Kasterämtern sind etwa 50 Bedienstete beschäftigt.

Ein Arbeitsschwerpunkt liegt in der zügigen Erschließung von Bauland mit Hilfe von Bodenordnungsverfahren. So wurden 1999 insgesamt 170 neue Bauplätze ausgewiesen, vermessen und berechnet. Das Katasteramt unterstützt hierbei die Gemeinden bei den Erörterungen mit den Grundstückseigentümern und durch Anfertigung aller Unterlagen für die rechtliche Neugestaltung.

Günther Bovenkerk erläuterte dem Landrat, dass in einer digitalen Grundstücksdatenbank für alle Flurstücke des Vogelsbergkreises (das sind über 202.000) die Namen der Eigentümer, die tatsächlichen Verhältnisse (Flächengröße, Nutzung, Lage) und Hinweise auf öffentlich-rechtliche Festlegungen (Wasserschutz, Naturschutz, Baulasten usw.) geführt und laufend aktualisiert. Ein Auszug der Datenbank steht allen Gemeinden als "Sekundärkataster" zur Verfügung. Die Gemeindeverwaltungen führen das Sekundärkataster als Datenbank auf eigenen Personalcomputern.

Die sogenannte "Automatisierte Liegenschaftskarte" wurde im vergangenen Jahr für den gesamten Vogelsbergkreis flächendeckend fertiggestellt und ersetzt die herkömmlichen, auf Folien gezeichneten Flurkarten. Damit kam eine vierjährigen Umstellungsphase zum Abschluss, in der 2,1 Millionen Punkte, Linien, Flächen und Beschriftungen aus 3288 herkömmlichen Flurkarten von Hand erfasst und strukturiert wurden. Die vorausgehende Neuzeichnung der Flurkarten in einem einheitlichen Bezugssystem trug maßgeblich zur Beschleunigung der Digitalisierungsarbeiten bei.

Aus dem aktuellen Datenbestand können Kartenauszüge "auf Knopfdruck" im Maßstabsbereich von 1:500 bis 1:5000 blattschnittfrei gedruckt oder automatisch gezeichnet werden. Die digitale Ausgabe auf CD-ROM, Disketten oder Magnetbänder ermöglicht durch genormte Formate die Übernahme in andere EDV-Systeme und findet vor allem bei Kommunen, Energieversorgern, Planungsbüros und staatlichen Stellen großes Interesse für vielfältige Anwendungen.