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Vogelsberger Feuerwehren: Sommerfest der Alters- und Ehrenabteilung

05.08.2014 Von: Dieter Graulich

230 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung waren beim Sommerfest in der Stadthalle. Fotos: Dieter Graulich

„Wir sind stolz darauf, noch in allen Stadtteilen eine Einsatzabteilung zu haben“, so Bürgermeister Edwin Schneider am Samstagmittag in seinem Grußwort anlässlich des Sommerfestes der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehren des Vogelsbergkreises. Solange genügend Einsätze vorhanden seien gebe es hier auch keine Änderung.

Sorge bereitet dem Stadtoberhaupt aber die Tageseinsatzbereitschaft. Erfreut war er in diesem Zusammenhang darüber, dass es „feuerwehrfreundliche Firmen“ gebe, die ihre Arbeitnehmer bei Einsätzen freistellten. Als ein weiteres Problem der 3.000 Einwohner zählenden Großgemeinde Ulrichstein mit der Aufrechterhaltung der Infrastruktur: Acht Kläranlagen, je 45 Kilometer Wasser- und Abwasserleitung, sowie jeweils neun Dorfgemeinschaftshäuser und Feuerwehren kosteten viel Geld.

Durch eine Beitragsrückzahlung im Abwasserbereich von 1,5 Millionen Euro werde es wohl eine Erhöhung der Gebühren geben müssen, „und die liegt nicht im Cent-Bereich“, so Schneider. Ohne die guten Windkrafteinnahmen hätte die Stadt unter den Schutzschirm schlüpfen müssen. Für den Brandschutz und die allgemeine Hilfeleistung seien im Haushalt 2014 rund 180.000 Euro eingestellt - „Dieses Geld, für die Sicherheit unserer Bürger, ist gut angelegt“.

Nach dem Dank an die Feuerwehr Ulrichstein für die Ausrichtung des Sommerfestes mit rund 230 Teilnehmern und an die Mitwirkenden im Programm, wünschte er noch einen schönen Sommer mit nicht zu vielen Unwettern. Das Sommerfest hatte mit der Ansprache von Karl Hartmann (Meiches), dem Vorsitzenden der Alters- und Ehrenabteilung begonnen. Er ließ das Jahr 2013 einmal kurz Revue passieren und hob dabei die beiden Tagesfahrten hervor: zum Kloster Eberbach - mit Besichtigung des Niederwalddenkmals - und nach Rüdesheim. Insgesamt hätten 200 Personen daran teilgenommen. Sogar 250 Personen seien zum Sommerfest nach Kirtorf in die Gleentalhalle gekommen.

Im Anschluss ging er auf die Vorstandsneuwahlen des Kreisfeuerwehrverbandes im September des Vorjahres ein und dankte dem seitherigen Vorstand unter Werner Rinke für die sehr gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung der Alters- und Ehrenabteilung. Er sprach die Hoffnung aus, dass dies mit dem neuen Vorstand unter Dr. Sven Holland auch der Fall sein werde. Landrat Manfred Görig ging in seinem Grußwort auf die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren in den letzten Jahrzehnten ein und meinte, dass damals mit bedeutend weniger Technik auch viel geleistet worden sei. Darauf könnten gerade die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung stolz sein.

CDU-Landtagsabgeordneter Kurt Wiegel betonte, dass der Landtag zu den Feuerwehren stehe und sagte besonders Dank für die Einsätze bei den Unwettern der vergangenen Wochen im Vogelsbergkreis. Das zum 36. Mal ausgerichtete Sommerfest bezeichnete er als eine sehr gute und erfolgreiche Tradition. Die Alters- und Ehrenabteilung bezeichnete Kreisbrandinspektor und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Vogelsbergkreis, Dr. Sven Holland, als eine wichtige Institution für die Feuerwehren, denn man habe immer einen Ansprechpartner der mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Er ging auch kurz auf die Unwetter ein und hob dabei den gelungenen Einsatz des Digitalfunks hervor. Über 400 Einsätze in 14 verschiedenen Gemeinden seien damit hervorragend koordiniert worden. Ulrichsteins Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke stellte abschließend fest, dass die Kameradschaftspflege in der Alters- und Ehrenabteilung nicht nur auf dem Papier stehe, sondern auch gelebt werde. Das bunte Programm wurde von den Seenbachtaler Jagdhornbläser mit den Signalen „Sammeln der Gäste“ und „Begrüßung“ eröffnet.

Danach folgten „Hoch sollt ihr Leben“ und die „Ehrenfanfare“. Mit dem Signal „Zum Essen“ und der „Hundefanfare“ wurde das gemeinsame Mittagessen „eingeläutet“. Traditionsgemäß beendeten die Seenbachtaler Jagdhornbläser später den zweiten Teil ihres Auftritts mit „Auf Wiedersehen“, „Jagd vorbei“ und dem „Halali“. Die Tanzgruppe „Vulkan Linedancer“ und der Evangelische Posaunenchor Groß-Felda sorgten im Anschluss für die Unterhaltung der ehemaligen Feuerwehrkameraden und deren Ehefrauen.

Die Seenbachtaler Jagdhornbläser riefen die Gäste zum Mittagessen.

Die Vulkan-Linedancer entführten die Gäste in den Wilden Westen.