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10 Jahre Bonifatius-Route: Schnuppertour und "Heiliger Bimbam"

15.07.2014 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

  • "Auf Schnuppertour"

Natur pur, eine kräftige Prise Geschichte und einige Geschichten – das wird bei einer Schnuppertour  für Jung und Alt am Samstag, 19. Juli, auf der Bonifatius-Route geboten. Die Wanderung führt vom Hohen Vogelsberg hinein ins Fuldaer Land.

Die Tour ist der Beitrag der Kolpingfamilie Herbstein zum zehnjährigen Bestehen der Bonifatius-Route. Gewandert wird von Nösberts-Weidmoos nach Blankenau. Christiane Baumgart, Stadtführerin in Herborn, wird auf der etwa sieben Kilometer langen Strecke über Natur und historische Sehenswürdigkeiten informieren.

Die Wanderung führt zum Beispiel über eine Brücke, auf der sich einst Dramatisches abspielte: Drei junge Männer waren wegen einer Frau in Streit geraten. Einer der Männer stürzte dabei von der Brücke und starb, erzählt Wigbert Nophut von der Kolpingfamilie. Es wird auch die Diözesangrenze zwischen Mainz und Fulda passiert, die mit einem Stein kenntlich gemacht ist. Der alte Streit zwischen den Konfessionen ist für manche Anekdote gut.

Herbstein ist katholisch, Stockhausen evangelisch, Blankenau wieder katholisch. „Nur ja keine Frau aus Blankenau“, habe man früher in Stockhausen gesagt, berichtet Nophut. Ein Bollerwagen mit Getränken wird bei der Tour mitgezogen und am Schluss gibt es in Blankenau kostenlos Kaffee und Kuchen. Proviant für Unterwegs (die Wanderung dauert etwa zwei Stunden) muss jeder Teilnehmer selbst mitbringen.

Die Kolpingfamilie betreut dieses Teilstück der Bonifatiusroute. Sie wird die Wanderung nutzen, einige verblasste Wegmarkierungen auszutauschen, kündigt Wigbert Nophut von der Kolpingfamilie an.

Schnuppertour für Jung und Alt, Samstag, 19. Juli, 9.30 Uhr, Ortsausgang Nösberts-Weidmos Richtung Altenschlirf. Damit Kaffee und Kuchen in Blankenau nicht zu knapp werden, sollten sich größere Gruppen bei Wigbert Nophut anmelden, Telefon 06643/675.

 

  • "Heiliger Bimbam"

Sein Schicksal sei es, dass andere die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, während sie ihm nur mit der Pinzette verabreicht wurde. Deshalb sei es für ihn nur ein kurzer Weg vom endlichen Sinn zum unendlichen Unsinn, sagt Kirchen-Kabarettist Thomas Klumb über sich. Am Samstag, 19. Juli, gastiert er in Ilbeshausen-Hochwaldhausen mit seinem Programm „Dem Heiligen Bimbam auf der Spur“. Die Veranstaltung gehört zum Jubiläumsprogramm zum zehnjährigen Bestehen der Bonifatius-Route.

Thomas Klumb ist Diplomtheologe und leitet die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Mainz. Und er ist leidenschaftlicher und erfolgreicher Kabarettist. „Satire ist leicht: ich brauche nur zu zitieren“, sagt der mit Witz und Schlagfertigkeit gesegnete Theologe. Er legt den Finger in die offenen Wunden der Kirche. Das Problem sei: „Die Leisen denken zu viel und tun nichts, die Lauten tun zu viel und denken sich überhaupt nichts dabei“, so Klumb.

Den „Heiligen Bimbam“ beschreibt er als „typischen Kirchenheiligen: Erst wird alles an die große Glocke, Bimmel gehängt, wenn es aber dann darauf ankommt, macht sich Bammel breit“. Er liest manchem Heiligen die Leviten: „kanonischen und komischen, würdigen und merkwürdigen“.

Bonifatius spielt in seinem Programm keine Rolle, „außer im Kontext zum Thema Heilige“, sagt er. Biografisches sei über den Apostel der Deutschen „zu wenig bekannt, als dass es für das Kabarett verwendet werden könnte“. Pilgern werde bei seinem Auftritt in Ilbeshausen-Hochwaldhausen „aber schon eine Rolle spielen“.

Die Veranstaltung war ursprünglich für Sonntag, 20. Juli, angekündigt, musste aus organisatorischen Gründen aber auf Samstag, 19. Juli, vorverlegt werden. „Dem Heiligen Bimbam auf der Spur, Samstag, 19. Juli, 19 Uhr, Haus des Gastes, Schwimmbadweg 3, Grebenhain, Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen. Eintritt frei.