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Jagdbehörde: Alte Weidezäune restlos beseitigen - Gefahr fürs Wild

22.05.2014 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Tod durch Weidezaun. Foto: privat

Zaunmaterial kann fürs Wild gefährlich sein - Im Weidezaun verfangener Rothirsch verendete qualvoll

Im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Bermuthshain machte jetzt ein Landwirt bei der Kontrolle seiner Rinder auf der Weide eine traurige Entdeckung. Ein stattlicher Rothirsch hatte sich in den unter Strom stehenden Weidezaun verfangen. Wahrscheinlich verwickelte sich das Tier daraufhin panikartig mit der Weidezaunlitze um eine Schwarzdornhecke und strangulierte sich dabei zu Tode.

Nach Einschätzung der Vogelsberger Jagdbehörde war ein Weidezaun fehlerhaft aufgestellt worden. Um zwei Weidenherum mit einem Abstand von nur zwei Metern hatte sich quasi eine Sackgasse gebildet, die dem Hirsch zum Verhängnis wurde. Dieser Vorfall stellt nach Aussage der unteren Jagdbehörde leider keinen Einzelfall dar.

Ein erheblicher Teil solcher Unfälle könnte nach Auffassung der Jagdbehörde vermieden werden. In der Regel stellen nicht die intakten Einzäunungen die größten Gefahren für das Wild dar, sondern hauptsächlich defekte und überflüssig gewordene Zäune.

Die von der Bodenvegetation überwucherten und für die Tiere kaum erkennbaren Drahtgeflechte sind dauerhafte und gefährliche Fallen. Schon beim Überschreiten eines Maschendrahtes oder Knotengittergeflechtes kann es zu fußangel- oder schlingenähnlichen Verstrickungen kommen, aus denen sich die Tiere häufig nicht mehr befreien können und qualvoll zugrunde gehen.

Die Jagdbehörde bittet daher aus Gründen des Tier- und Umweltschutzes, alle überflüssig gewordenen Zäune unverzüglich und restlos zu beseitigen. Die Beseitigungspflicht solcher Zäune trifft diejenigen, die diese errichtet haben und auch die jeweiligen Grundstückseigentümer.