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Gefahren für Jungwild während der Brut- und Setzzeit

13.05.2014 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Junge Wildtiere schützen: Hunde an die Leine – Landwirte und Jäger sollen sich über Mähtermine abstimmen

Die untere Jagdbehörde weist darauf hin, dass zurzeit fast alle Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Sie bittet daher die Hundehalter, zumindest jetzt in der Brut- und Setzzeit, die Hunde beim Ausführen anzuleinen.

Vor allem hochträchtige Rehe, die in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt sind, stellen im Frühjahr mitsamt ihren ungeborenen Kitzen ein relativ leichtes Opfer für Hunde dar. Streunende Hunde vertreiben auch Bodenbrüter von ihren Nestern. Deren Eier und Junge werden dann ein leichtes Opfer von Krähen und Elstern oder kühlen aus.

Von Innen nach Außen mähen - für Fluchtmöglichkeiten

Jetzt beginnen die Landwirte mit dem Mähen der Wiesen. Meist werden bestimmte Setzplätze vom Rehwild bevorzugt. Der Austausch von Jägern und Landwirten über beobachtete trächtige Wildtiere ist deshalb sehr wichtig, um entsprechende Schutzmaßnahmen wie z. B. den bewährten Einsatz von Windrädchen oder das Aufstellen von Scheuchen abzustimmen.

Daneben ist vor allem die Anpassung der Mähtechnik entscheidend für eine effektive Wildtierrettung. Die Jagdbehörde empfiehlt, den Grünlandschnitt grundsätzlich von innen nach außen vorzunehmen. So hat das Wild eine gute Möglichkeit zur Flucht.

Maßnahmen, die Tierleben retten, sind für Landwirte wichtig – nicht zuletzt wegen tierschutzrechtlicher Verpflichtungen. Denn wer Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf nimmt, kann dadurch eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz begehen. Neben dem Tierleid ist mit empfindlichen Geldstrafen zu rechen.