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Pro Vogelsberg - 100 Akteure bringen ihr Know-How ein

05.07.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Pro Vogelsberg: Zeigen,

was die Region hat

100 Akteure aus Gastronomie, Tourismus

und Kultur bringen ihre Ideen ein

VOGELSBERG ( ). Eine "Erlebniswelt Vogelsberg" für Tages- und Mehrtagesgäste zu schaffen und gemeinsam zu vermarkten, das ist das Ziel von immer mehr Tourismusanbietern im Gebiet des Naturparks Hoher Vogelsberg. Nahezu 100 Beteiligte aus den touristisch aktiven Städten und Gemeinden, aus Gastronomie und Beherbergungsbetrieben, Fremdenverkehrsverband, Naturpark, Kultur- und Naturvereinen haben sich zu diesem Zweck in der Arbeitsgemeinschaft "Pro Vogelsberg" zusammengeschlossen.

Aus Sicht des Geschäftsführers der in der Initiative mitarbeitenden Vogelsberg Consult GmbH, Thomas Schaumberg, ist es von entscheidender Bedeutung, das Wissen und die Ideen dieser 100 Akteure in die Neukonstruktion der Tourismusgesellschaft einzubringen, die am Anfang nächsten Jahres den bisherigen Fremdenverkehrsverband ablösen soll. Schaumberg hält es für äußerst nützlich, wenn die Anbieter touristischer Leistungen ihre legitimen betriebswirtschaftlichen Interessen direkt in den Umgestaltungsprozess aktiv zum Tragen bringen. Tourismus sei für die Region von hoher wirtschaftlicher Bedeutung und müsse mit größerer Dynamik als bisher entfaltet werden.

Bei einem Arbeitstreffen im Herbsteiner Haus des Gastes blickte das Plenum der Initiative kürzlich auf die sehr erfolgreiche 1. Vogelsberger Tourismusbörse am 29. Februar in Gedern zurück. Fest steht, dass die Fachtagung von 150 Vogelsberg-Touristikern keine Eintagsfliege bleiben soll: Im Frühjahr 2001 soll es eine Neuauflage geben, kombiniert zudem erstmals mit einer öffentlichen Präsentation der Vogelsberger Urlaubsangebote.

In Herbstein legte man aber auch weitere Ziele für die Arbeit der kommenden Monate fest. Und die sind hoch gesteckt: Die in sechs verschiedenen Arbeitsgruppen tätigen Touristiker wollen das Internet stärker als bisher zur Vermarktung nach innen und außen nutzen, neue Urlaubsangebote für den Vogelsberg stricken, vorhandene vernetzen und vor allem die Kooperation untereinander - zwischen den Städten wie auch zwischen den Betrieben - stärken. Das man mit "Kirchturmsdenken" längst nicht mehr weiterkommt und nur gemeinsam im Wettstreit mit etablierten wie vor allem neuen touristischen Zielen in Deutschland mithalten kann, darin sind sich die Mitstreiter von "Pro Vogelsberg" einig. Karl Alfred Schneider aus Lauterbach, tätig in der Arbeitsgruppe "Kleintouristische Infrastruktur" konnte in Herbstein bereits die ersten gelungenen Bausteine der Web-Site vorstellen.

Unter www.pro-vogelsberg.de kann man Näheres erfahren.

Die sechs Arbeitsgruppen, die sich bei der Tourismusbörse in Gedern gründeten, arbeiten seitdem kontinuierlich, um etwa einen Angebotskatalog für Reiterferien aufzulegen, neue Wellnessangebote in Bausteinform zu kreieren, Urlaub auf dem Bauernhof mit attraktiven typisch-ländlichen Freizeitangeboten zu kombinieren oder den vogelsbergweiten, stets aktuellen Veranstaltungskalender im Internet unter dem Portal www.vogelsberg-online.de auszubauen. Andere Gruppen arbeiten an der Erhebung und Auflistung der Sehenswürdigkeiten und Bodendenkmäler, an einer stärkeren Kooperation bei Kulturangeboten. Fortbildungsangebote soll es in nächster Zeit in Kooperation mit der Volkshochschule etwa für Stadtführer oder Naturraumführer geben, die künftig qualifiziert und anschaulich Gruppen über die Historie von Städten und Vulkangestein berichten können. Man dürfe die Touristen vor Ort "nicth allein lassen", war man sich in Herbstein einig. Auch an die Schulung von speziellen "Vogelsberg-Führern" ist gedacht, die - ähnlich dem Personal in großen Städten - mit Gruppen Busreisen durch den Vogelsberg anbieten und dabei typische Ziele anfahren und erläutern.

Fest steht für die Touristiker aus "Hessens Urgestein", das man sich nach zwei Jahren loser Zusammenarbeit nun stärker formieren und organisatorische Strukturen schaffen will. Ebenso herrschte Einigkeit darüber, die Vogelsberger Tourismusbörse im nächsten Jahr fortzusetzen und die interne Fachtagung erstmals mit einer öffentlichen Präsentation zu kombinieren. "Wir wollen gerade auch unserer Vogelsberger Bevölkerung zeigen, wie vielfältig die Freizeit- und Urlaubsangebote in ihrer Heimat sind", war man sich einig. Und reagiert damit auf eine Kernaussage eines Münchener Tourismus-Wissenschaftlers, der in seinem Referat während der Tourismusbörse in Gedern das sogenannte "Binnenmarketing" - das Bekanntmachen der Angebote zunächst im eigenen Umfeld - als erste wichtige Voraussetzung einer erfolgreichen Außenwerbung genannt hatte.