Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Landrat Marx plädiert für "Lehrer aus der Region für die Region"

19.06.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Marx: "Es ist gut, wenn Lehrer sich dort

verwurzelt fühlen, wo sie unterrichten"

Vogelsberger Landrat regt bei Kultusminsterin Wolff eine

Initiative "Lehrer aus der Region für die Region" an

VOGELSBERGKREIS ( ). In einem Schreiben an die hessische Kultusministerin Karin Wolff regt der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx eine Initiative "Lehrer aus der Region für die Region" an. Ziel ist es, den teilweise häufigen Lehrerwechsel zu vermeiden. Nur Lehrerinnen und Lehrer, die sich hier in der Region verwurzelt fühlten, könnten über einen längeren Zeitraum ein stabiles Vertrauensverhältnis zu Schülern und Eltern aufbauen, was sich stets zum Wohle der Schule auswirke. Darüber hinaus stelle das Engagement der "regionalen Lehrer" in den heimischen Vereinen einen unschätzbaren Wert in der außerschulischen Jugendarbeit dar, betont Marx.

Rudolf Marx räumt ein, dass es bei den Einstellungsverfahren allein schon aus Gründen der Rechtssicherheit Regeln geben müsse, die einzuhalten seien. Dennoch ist sich der Vogelsberger Landrat sicher, "dass es sicher auch Spielräume für die Umsetzung meiner Argumente gibt", nämlich das Kriterium "aus der Region für die Region" bei künftigen Einstellungen mit zu berücksichtigen. Marx betont in seinem Schreiben, oftmals vorgetragene Wünsche und Erfahrungen der Eltern vor Ort zum Anlass seiner Initiative genommen zu haben. Daher bitte er die Ministerin um Überprüfung der praktischen Umsetzbarkeit.

Immer wieder sei ihm, so Marx, berichtet worden, dass oft schon bei der Neueinstellung von Lehrerinnen und Lehrern erkennbar sei, dass diese nur übergangsweise ihre Stelle besetzen werden, weil sie eigentlich in einer ganz anderen Region eine Stelle gesucht haben. Die Erfahrungen zeigten, dass sich die meisten dieser Lehrer bald um eine Stelle in ihrer Heimatregion bemühten.

Aus Sicht von Landrat Marx ist der Vogelsbergkreis besonders häufig von solchen Lehrerwechseln betroffen. Der enge Kontakt in der gesamten Schulgemeinde könne aber nur entstehen, wenn die Lehrerinnen und Lehrer längere Zeit an ihrer Schule bleiben. Von einer guten und netzwerkartigen Verbindung profitiere sowohl der Schulträger als auch das Land Hessen. So entlasteten die Eltern durch viele Eigenleistungen den Unterhaltungsaufwand an den Schulgebäuden, "aber auch der pädagogische Auftrag, für den das Land zuständig ist, ist bei einer solch engen Verbindung erfolgversprechender", unterstreicht der Landrat. All dies komme letztlich den Kindern zugute.