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Vereinsvertreter informierten sich: Sicherheit für Ehrenamtliche - Familienbündnis und Amt für Soziale Sicherung hatten Rechtsanwalt Malte Jörg Uffeln zu Gast

24.06.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Rechtsanwalt Malte Jörg Uffeln (links) informierte in einem prallvollen Vortrag rund 40 Vereinsvertreter aus dem Vogelsberg über notwendige Versicherungen im Ehrenamt. Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller und Hans Dieter Herget vom Amt für Soziale Sicherung freuten sich über die große Resonanz der Veranstaltung im Lauterbacher Kreishaus. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis.

„Das Ehrenamt wird immer bedeutsamer. Und wenn Menschen sich ehrenamtlich engagieren, brauchen sie soviel rechtliche Klarheit wie möglich, damit sie den Rücken für ihre eigentliche Tätigkeit frei haben“. Dies sagte Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller als sie gemeinsam mit Hans Dieter Herget den Rechtsanwalt Malte Jörg Uffeln im Landratsamt begrüßte.

Der Jurist, Mediator und Verwaltungswissenschaftler konnte seine enorme Fachkenntnis den rund 40 Besucherinnen und Besuchern kraftvoll, differenziert und kurzweilig weitergeben. Die Vereinsvertreter waren aus allen Teilen des Vogelsbergkreises nach Lauterbach gekommen. Verantwortlich für die Veranstaltung war das Handlungsfeld „Ehrenamtliches Engagement“ des Familienbündnisses – Sprecherin ist Frau Müller – und die „Lokale Anlaufstelle für das Ehrenamt“ im Amt für Soziale Sicherung mit Herrn Herget.

In der vom Land Hessen finanziell geförderten Veranstaltung standen vor allem die Fragen der Haftpflicht und des Schutzes bei Unfällen im Zentrum des Vortrages des Juristen. Dabei wurde deutlich, dass es Unterschiede gibt, ob man sich in einer Projekt bezogenen Initiative engagiert oder als Vereinsmitglied oder Verantwortlicher im Vorstand tätig ist. Für nicht vereinsmäßig organisierte Initiativen hat das Land Hessen eine gewisse Absicherung in den Bereichen Unfall und Haftpflicht geschaffen. Vereine müssen dagegen selbst für ausreichenden Versicherungsschutz sorgen. Die ehrenamtliche Tätigkeit mit einem Auftrag des Vorstands ist über die gesetzliche Unfallversicherung genauso versichert wie bei einem Arbeitnehmer. Vereinsmitgliedern riet der Anwalt, beim Vorstand nachzufragen: „Wie bin ich eigentlich versichert?“

Wie im Privatleben gelte: man muss eine Risikoanalyse machen, um festzustellen, welchen Schutz man tatsächlich benötigt. Auch die Unterscheidung „Wofür haftet der Vorstand“ und „Wofür haftet der Verein“ stellte Rechtsanwalt Uffeln als wichtig heraus.

Viel wichtiger als alle juristischen Details sind aber nach Auffassung des Experten klare Strukturen innerhalb des Vereins. Vor der Frage nach der richtigen Versicherung stehe folgende Klärung: Was steht in der Satzung, wie ist überhaupt die Geschäftsverteilung, wer hat welche Verantwortung? Nicht zu detailliert, aber dennoch klar, für jeden im Verein transparent und nachvollziehbar. Gegen Ende der über zweistündigen Informationsveranstaltung war Uffelns überraschende Zusammenfassung: „Es ist falsch zu glauben, man müsse sich gegen alles Mögliche versichern. Besser ist es, denkbare Schäden durch vernünftiges und vorsorgendes Verhalten im Vorfeld einfach zu vermeiden“, sagte der Jurist. Dies gelte im Privatleben ebenso wie im Beruf und im Ehrenamt.

Einen weiteren Vortrag wird Rechtsanwalt Uffeln am 9. Oktober zum Thema „Satzungen anpassen und/oder modernisieren“ halten. Informationen hierzu und zu weiteren Fortbildungsangeboten der Anlaufstelle für das Ehrenamt gibt es bei Sabine Schneider unter der Telefonnummer 06641/977-491 oder über sabine.schneider(at)vogelsbergkreis.de

INFORMATIONEN:

www.uffeln.de
www.gemeinsam-aktiv.de
www.klipp-und-klar.de
www.vogelsberg-familienfreundlich.de
www.vogelsbergkreis.de (Familie und Ehrenamt)