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Schulbezogene Jugendsozialarbeit bezieht „alte“ neue Räume im Grebenhainer Pfadfinderheim

10.06.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Jugenddezernent Peter Zielinski (links) und Thomas Julius Müller (Jugendsozialarbeiter des Vogelsbergkreises, rechts) bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten für die Schulbezogene Jugendsozialarbeit im Pfadfinderheim der katholischen Kirche in Grebenhain. Über die gelungene Vernetzung freuten sich auch Bürgermeister Bernhard Ziegler (Herbstein, Dritter von links), Hausherr Pfarrer Helmut Grittner (Vierter von links) und Grebenhains Bürgermeister Manfred Dickert (Vierter von rechts). Die Schulleiterinnen der Oberwaldschule Grebenhain und der Grundschule Herbstein sowie der Leiter der Abteilung für Erziehungshilfe an der Oberwaldschule waren ebenfalls eingeladen, sich die Räume „ihres“ Jugendsozialarbeiters anzuschauen. Auch für Sprechstunden der Jugendgerichtshilfe sollen die neuen Räumlichkeiten genutzt werden. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis.

Gelungenes Miteinander von Gemeinden, Schulen, Kirchen und Kreis: Pfadfinderheim wird Jugendtreffpunkt für Freizeitangebote

„Diese neu bezogenen Räumlichkeiten für unsere Schulbezogene Jugendsozialarbeit in Grebenhain zeigen, dass es im Kreis jede Menge Ressourcen für eine gelingende Kinder- und Jugendarbeit gibt – sie müssen nur entdeckt werden“, stellte Jugenddezernent Peter Zielinski bei der Einweihung des neuen Jugendtreffs zufrieden fest. Er freute sich über die gelungene Netzwerkarbeit aller Beteiligten, die dazu geführt habe, dass vorhandene Räume sinnvoll genutzt werden und dadurch die Angebote der Jugendhilfe auch zu den Menschen gebracht werden könnten.

In Grebenhain begann die Suche nach Räumen für Thomas Julius Müller, den Jugendsozialarbeiter für Grebenhain, Freiensteinau und Herbstein, mit einer Anfrage von Jugenddezernent Zielinski an Bürgermeister Manfred Dickert. Der hatte zwar keine Räume für ihn, aber eine Idee: das Pfadfinderheim der katholischen Kirchengemeinde. Schnell war der Kontakt zum Hausherrn, Pfarrer Helmut Grittner, hergestellt und ein Besichtigungstermin vereinbart. „Wir waren begeistert“, berichtet Silvia Lucas, die Sachgebietsleiterin für Jugendarbeit und -bildung beim Vogelsbergkreis. „Schnell und unbürokratisch konnten sich Kreis und Kirche über ein Mietverhältnis einigen, und seit Anfang Mai hat Thomas Müller sein Büro dort im Erdgeschoss.“

Dies sei so groß, dass dort auch Gruppenaktivitäten im außerschulischen Bereich stattfinden können. Küche und Dachgeschoss – mit Billardtisch, Tischfußball und Tischtennisplatte – werden gemeinsam mit der katholischen Kirche für offene Treffpunktangebote genutzt. Und auch die Jugendreferentin im evangelischen Dekanat Vogelsberg, Ruth Martin-Weigang, plant dort künftig Angebote für Mädchen.

Die Schulbezogene Jugendsozialarbeit ist ein eigenständiges Dienstleistungsangebot der Jugendhilfe, das sowohl an den Schulen als auch im Gemeinwesen verankert ist. Offene Freizeit-, Betreuungs- und Beratungsangebote wie auch einzelfall- und gruppenbezogene Probleminterventionen gehören zum Leistungsspektrum der vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vogelsbergkreis.
In Alsfeld und Schotten existieren schon seit 2001 Projekte zur schulnahen Jugendarbeit in kirchlich-kommunaler Zusammenarbeit, Anstellungsträger sind jeweils die evangelischen Dekanate.

Seit 2012 sind beim Vogelsbergkreis Daniela Kraus für die Region Schlitz und Schlitzerland, Nicole Grün für Homberg, Gemünden und Kirtorf sowie Thomas Julius Müller für Grebenhain, Herbstein und Freiensteinau angestellt. Für Lauterbach und Mücke wurde die B:24 (Beratungsstelle für Schüler und arbeitslose Jugendliche) von einem Trägerverbund für die schulbezogene Jugendarbeit beauftragt. „Damit ist sichergestellt, dass wir jetzt im Vogelsbergkreis keine weißen Flecken mehr haben was das Thema schulbezogene Jugendsozialarbeit angeht“, freut sich der Jugenddezernent.

Zu den regelmäßigen Aktionen innerhalb der Schule gehören Pausenaktivitäten, soziales Lernen in Kleingruppen an Grund- und Förderschulen, aber auch regelmäßiger Austausch mit der Abteilung für Erziehungshilfe, Projektwochenangebote und die Mitgestaltung von außerschulischer Betreuung. Zu den regelmäßigen außerschulischen Angeboten zählen unter anderem Mädelstreff und Mädchencafé, ein Hip Hop Tanzangebot, ein Schuldenpräventionsprojekt und Seminare zum Thema Übergang Schule und Beruf.