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„Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ Landesweites Treffen der Netzwerkpartner: Verstetigung der erfolgreichen Arbeit für die Zukunft angestrebt

06.06.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Ralf Müller (hinten Mitte) gab beim Netzwerktreffen der hessischen Akteure im Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ Impulse zum Thema Fundraising. Foto: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

„Wir sind von Anfang an dabei und profitieren bis heute von dem Bundesprogramm“, so Jugenddezernent Peter Zielinski beim landesweiten Treffen der Akteure. „Unsere Ausgangslage war so, dass wir uns für die Teilnahme empfehlen konnten. Für das Thema Rechtsradikalismus bei Jugendlichen haben wir mit dieser wichtigen Arbeit eine Sensibilisierung erreichen können.“ Besonders beeindruckend sei für ihn auch die Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung in Alsfeld gewesen, die mit finanzieller Unterstützung aus dem Programm ermöglicht werden konnte.

Das Programm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend führt seit 2011 die erfolgreiche Arbeit der Vorgängerprogramme fort und läuft noch bis Ende 2013. Durch diese Förderung kann im Vogelsbergkreis die erfolgreiche Arbeit, die im Rahmen des Vorgängerprogramms „Vielfalt tut gut“ gestartet wurde, fortgeführt werden. Hervorzuheben ist, dass die Stadt Alsfeld mit einem eigenen „Lokalen Aktionsplan“ zusätzlich durch das Bundesprogramm gefördert wird.

In beiden Bereichen des Demokratieprogramms werden Projekte gefördert, die im pädagogisch präventiven Bereich die Entwicklung demokratischer Grundeinstellungen fördern. Nur so kann der Entwicklung demokratiefeindlicher, rechtsextremistischer und menschenfeindlicher Orientierung möglichst frühzeitig entgegengewirkt werden. Gleichzeitig werden im Rahmen der geförderten Einzelprojekte innovative Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entwickelt und erprobt.

Zwar werde eine Verlängerung des Programms erwartet, doch trotzdem stellten sich die hessischen Akteure auf ihrem Treffen die Frage nach dem „Danach“: Was bleibe von der Arbeit, wenn das Programm ende und die befristete Förderung durch das Bundesministerium wegfalle? Es wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie sich die begonnene Arbeit zukünftig verstetigen lassen könnte. Dazu wollen zunächst einmal alle lokalen Aktionspläne ihre Projekte, Akteure und geschaffenen Strukturen darstellen, um eine Datenbasis zu haben, auf der sich zukünftig weiter arbeiten ließe.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung des Netzwerktreffens war ein Vortrag zum Thema Fundraising. Ralf Müller, Fundraising Manager aus Alsfeld, stellte das Fundraising als eine mögliche Methode vor, um längerfristig Geld für die Projektarbeit zu akquirieren. „Ganz wichtig: Betreiben Sie politische Lobbyarbeit“, stellte er voran. Man müsse sich die Frage stellen, wem es denn Geld wert sein könnte, mit dem Projekt „hausieren zu gehen“ – Fundraising sei mehr als kurzfristig Gelder zu sammeln, so der Fachmann. Es gehe darum, dauerhafte Beziehungen zu potenziellen Sponsoren zu knüpfen. Und: „Werben Sie für Ihre Botschaft nicht in der Sprache eines Antrags sondern in der Sprache der Werbung. Ihr Projekt ist Ihr Produkt.“

Silvia Lucas stellte das Vorgehen im Vogelsbergkreis vor, wenn es um die Akquise von Fördergeldern geht. „Wir werben schon bei Unternehmen dafür, dass sie sich für eine gute Jugendarbeit einsetzen – aber dann direkt für ein konkretes Vorhaben und nicht im Sinne einer Spende an uns.“ Man betreibe hier im Kreis kein Fundraising und wolle dies auch nicht tun. Vielmehr fanden gezielte Bewerbungen bei Projektausschreibungen statt, die bisher auch immer sehr erfolgreich gewesen seien.