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Verein für Berufsausbildung schafft viele zusätzliche Ausbildungsplätze

09.06.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Lipphardt: Ganz wichtiges Instrument

für zusätzliche Ausbildungsplätze

Mitgliederversammlung des Vereins für Berufsausbildung - Budget von 4,3 Millionen Mark gebilligt

VOGELSBERGKREIS ( ). Der scheidende Landrat Hans-Ulrich Lipphardt hat auf der Mitgliederversammlung des Vereins für Berufsausbildung die Bedeutung dieser Institution für den regionalen Ausbildungsmarkt herausgestellt. "Der Verein ist ein ganz wichtiges Instrument zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze. Junge Menschen fördern, die schwächer sind - das ist unser Auftrag", betonte Lipphardt. Der Landrat ist kraft Amtes Vorsitzender des Vereins. Etwa 120 jungen Menschen könne der Verein in diesem Jahr hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten anbieten. "Die Teilnehmer nutzen ihre Chancen, die Erfolgsquote ist sehr hoch." Und danach finde der überwiegende Teil der Absolventen eine ausbildungsgemäße Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt.

Ab 10. Juni ist Rudolf Marx Vorsitzender des Vereins. Die stellvertretende Vorsitzende, DGB-Kreisvorsitzende Hildegard Maaß, sagte namens des Vorstandes Dank für die "erfolgreiche Arbeit von Hans-Ulrich Lipphardt an der Spitze des Vereins". Sie setze auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit dem neuen Landrat Rudolf Marx. Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig den Geschäftsführer der Vogelsberg Consult GmbH, Thomas Schaumberg, zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden. Für den künftigen Vorsitzenden Marx ist es wichtig, die Ausbildungsmarkt-Politik noch besser zu koordinieren: "Es macht keinen Sinn, wenn viele Anbieter das Gleiche tun."

Den Großteil des Ausbildungskontingents des Vereins stellt die Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule (Lehranstalt für Altenpflege in Alsfeld) mit rund 100 Plätzen.

Der Verein arbeitet mit vielen Institutionen und vor allem auch den Schulen zusammen und kümmert sich um Ausbildungsgänge in den Berufen Altenpflegerin, Modenäherin und Modeschneiderin. Als besonders erfolgreich erweist sich die Ausbildung von Industriekaufleuten, Bürokaufleuten und Kaufleuten im Einzelhandel in einem Verbundsystem.

Lehrkräfte des Vereins sind für die sozialpädagogische Betreuung von Eingliederungslehrgängen in die Berufs- und Arbeitswelt tätig, die sich hauptsächlich an junge Aussiedler wenden. Hier wie bei den anderen genannten Ausbildungsgängen zeige sich, dass es unverändert viele junge Menschen gebe, die aufgrund sozialer und/oder bildungsmäßiger Rückstände schlechtere Chancen hätten, eine Lehrstelle zu finden. Die Jugendlichen könnten daher nur mit einer intensiven sozialpädagogischen Betreuung Stück für Stück in die Praxis des Berufslebens eingeführt werden - wie die Geschichte des Vereins zeige: mit überragendem Erfolg. Denn seit Mitte der 80er Jahre sei der Verein für Berufsausbildung für die Ausbildung von 815 jungen Menschen im Vogelsbergkreis verantwortlich, betonte Lipphardt.

Der überwiegende Teil der Einnahmen sind Gelder des Landes, der Vogelsbergkreis beteiligt sich mit einem Anteil von rund 330.000 Mark am Gesamtbudget von über 4,3 Millionen Mark und übernehme damit gesellschaftliche Verantwortung, so Lipphardt. "Viele junge Menschen können wir mit den Maßnahmen des Vereins von der Sozialhilfe fernhalten", betonte der Geschäftsführer des Vereins, Hauptamtsleiter Erich Bloch, in der Mitgliederversammlung im Lauterbacher Landratsamt.