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Zielinski: Junge Familien in allen Belangen unterstützen

11.03.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Die Koordinatorin im Familienservice Frühe Hilfen Anett Wunderlich und Jugenddezernent Peter Zielinski präsentieren den Angebotsflyer der neuen Fachstelle im Vogelsbergkreis. Foto: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis

Koordinatorin Anett Wunderlich stellt sich vor – Familienservice baut hilfreiches Netzwerk im Vogelsbergkreis auf

„Unser Familienservice Frühe Hilfen soll Familien einladen, sich an uns zu wenden. Werdende Eltern oder junge Familien sollen sich ruhig trauen und sich mit ihren Fragen melden“, stellte Jugenddezernent Peter Zielinski voran. Beim Familienservice gehe es nicht um Kontrolle sondern um möglichst frühzeitige Unterstützungsangebote, für die nicht einmal ein Antrag gestellt werden müsse.

Der Familienservice Frühe Hilfen ist eine im Jugendamt neu angesiedelte Stelle, die für die Koordinierung aller Hilfsangebote für werdende Mütter, junge Familien und Kleinkinder bis drei Jahren zuständig sein soll. Dabei gehe es ganz wesentlich um Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe, erklärte Sozialpädagogin Anett Wunderlich, die Koordinatorin im Familienservice.
Gemeinsam mit dem Jugenddezernenten und dem stellvertretenden Jugendamtsleiter Helmut Benner stellte sie die Hintergründe der neuen Fachstelle vor und präsentierte den Flyer zum neuen Familienservice.

„Familienservice Frühe Hilfen – Hallo im Leben“ – dieser Slogan will vermitteln: Alle Kinder sind im Leben willkommen. Und wenn es einmal stressig und fordernd wird, dann gibt es Hilfe, auf die man sich verlassen kann.
Um als Ansprechpartnerin und Koordinatorin agieren zu können, lag der Arbeitsschwerpunkt von Anett Wunderlich bisher auf dem Kennenlernen aller möglichen Akteure und Kooperationspartner. „Es gibt zahlreiche Menschen und Einrichtungen wie Arztpraxen, Hebammen und Geburtskliniken, Beratungsstellen  oder Kitas, die sich um Schwangere, junge Eltern und Kinder kümmern. Ich möchte gerne alle für ein gemeinsames Arbeiten gewinnen, um als zentrale Ansprechpartnerin auch an die jeweils passenden Fachleute und Angebote verweisen zu können.“ Auch ist es ein großes Anliegen von Frau Wunderlich, „dass diese Institutionen natürlich im Einvernehmen mit den Eltern Kontakt aufnehmen“.

Der Kontakt zum Familienservice solle die Eltern dabei unterstützen, möglichst unkompliziert sinnvolle Hilfsangebote zu erhalten.
Schon heute gibt es einen guten Kontakt zu Familienhebammen und Mütterpflegerinnen. Laut Dezernent Zielinski ist diese Zusammenarbeit schon ein großartiger Einstieg, später sollte die Angebotspalette jedoch noch ausgeweitet werden und beispielsweise auch Elternschulen und Familienkurse umfassen.
Anett Wunderlich erklärte, dass junge Eltern bei Bedarf schon jetzt durch eine von insgesamt neun Familienhebammen unterstützt werden können. Diese Hebammen verfügen über eine Zusatzausbildung und können über die sonst übliche medizinische Nachsorge hinaus bis zu einem Jahr in der Familie bleiben und mithelfen. Der Einsatz einer Familienhebamme sei für die Familie kostenlos und werde vom Vogelsbergkreis finanziert.

Ähnlich soll es sich bald beim Einsatz von Familienbegleitern und ehrenamtlichen Familienpaten verhalten: Der Kreis befinde sich in Gesprächen mit dem DRK wegen eines Curriculums für die Qualifizierung zum Familienbegleiter und des Einsatzes von qualifizierten Familienbegleitern, berichtete Dezernent Zielinski. Deren Einsatz sei vergleichbar mit dem schon existierenden Familienentlastenden Dienst für Menschen mit Behinderung und bedeute, dass die Familienbegleiter dann in Ergänzung zu den Hebammen mehrere Stunden täglich und auch öfter in die Familien hinein gehen könnten.
Die Familienpaten würden von der Caritas ausgebildet. Deren ehrenamtliche Einsätze richten sich ganz nach den Erfordernissen der jeweiligen Familie und werden individuell vereinbart.

Die Einrichtung des Familienservice geht zurück auf einen Kreistagsbeschluss aus dem Herbst 2011, so der stellvertretende Jugendamtsleiter Helmut Benner zu den Hintergründen. Es habe schon die konzeptionelle Vorarbeit der Steuerungsgruppe FEEH (Frühes Erkennen und Einleiten notwendiger Hilfen) gegeben, auf die man jetzt aufbauen könne. Zeitgleich ging eine Gesetzesentwicklung vonstatten, die schließlich zum gesetzlichen Auftrag durch das Bundeskinderschutzgesetz führte und die Einrichtung dieser Stelle möglich machte.

Den Familienservice „Frühe Hilfen“ erreichen Sie von Montag bis Donnerstag, jeweils von 9 bis 12 Uhr. Kontakt: Anett Wunderlich, Goldhelg 20, 36341 Lauterbach, 06641/9774093, E-Mail: anett.wunderlich(at)vogelsbergkreis.de.