Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Auftaktveranstaltung für Geodaten-Netzwerk im Vogelsbergkreis

01.03.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Luftbild der Kreisverwaltung Lauterbach aus einem geografischen Informationssystem (GIS)

Effizienteres Arbeiten bei gemeinsamer Nutzung geografischer Daten durch Vernetzung der kommunalen Behörden

Die gemeinsame Veranstaltung des Vogelsbergkreises und des Amtes für Bodenmanagement Fulda am 25. Februar 2013 im Landratsamt in Lauterbach bildete den Auftakt für den Aufbau eines kommunalen Netzwerks. Langfristiges Ziel der Zusammenarbeit ist der gegenseitige Austausch von Geodaten über das Internet. Dadurch können die Beteiligten auf eine größere Anzahl stets aktueller Daten zugreifen, was Handlungs- und Entscheidungsprozesse effizienter und transparenter macht. Die behördenübergreifende Nutzung von Geodaten vermeidet außerdem eine  unwirtschaftliche mehrfache Erfassung und Vorhaltung der Daten.

Nachdem in einer Infoveranstaltung des Amts für Bodenmanagement Fulda im Juni 2012 der Mehrwert einer Geodateninfrastruktur (GDI) vorgestellt wurde, signalisierten der Landkreis und einige Vogelsberger Kommunen ihre Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit zum Thema regionale GDI. Landrat Manfred Görig sprach sich ebenfalls dafür aus. Im Landratsamt kamen nun neben dem Landkreis zahlreiche Vertreter der Kommunen sowie des Amtes für Bodenmanagement Fulda (AfB) zusammen. Auch Vertreter des Regierungspräsidiums Gießen waren erstmals anwesend. Udo Harzer, IT-Leiter der EDV-Organisation beim Landkreis und zuständig für den Bereich Geodatenmanagement, begrüßte die Teilnehmer und betonte, dass man sich der Aufgabe des Aufbaus einer gemeinsamen  Infrastruktur gemeinsam  stellen müsse – „nur so kann man die Fülle an Geodaten vernünftig und kostenreduzierend verwalten“-, aber den Datenschutz dabei nicht außer Acht lassen dürfe. Matthias Kohlhammer, Amtsleiter beim AfB, erwähnte in seiner Begrüßungsrede eine bundesweite Umfrage bei allen Landkreisen und Kommunen zur kommunalen Nutzung von Geoinformationen. „Diese führte zu 1.000  Rückläufen mit dem Ergebnis, dass rund die Hälfte der Kommunen auf regionaler Ebene mit dem Landkreis kooperiert“. In der Veranstaltung einigte man sich bereits auf ein erstes Schwerpunktthema - Bauleitplanung, welches die Arbeitsgruppe ab Ende April bearbeiten wird.

Geodaten sind digitale Informationen, die einen Raumbezug haben. Dazu gehören neben Informationen des Liegenschaftskatasters und Luftbildern auch Fachdaten, z. B. Bebauungspläne oder Daten des Denkmalschutzes. Im Bereich Naturschutz, Lärmschutz, Radwege - überall spielen Geodaten eine Rolle. Bei den Kommunen werden diese Informationen oft noch dezentral verwaltet, manche Daten liegen nicht digital vor und der Austausch erfolgt sehr zeitaufwändig und umständlich per CD-Rom, manchmal sogar auf dem Postweg. Mehrfacherhebungen bei verschiedenen Behörden sind heute noch die Regel. Die gegenseitige Nutzung von Daten bringt Vorteile für alle Beteiligten. Für einen problemlosen digitalen Austausch ist aber eine einheitliche Struktur nötig, die Geodateninfrastruktur.

Die Arbeitsweise einer GDI wird in der Online-Anwendung „GDI InfoTour“ (www.gdi-infotour.de) genauer erklärt. Hier können künftige Nutzer und auch interessierte Bürger sich informieren, denn die Anwendung ermöglicht eine anschauliche Erklärung der Grundlagen und der Funktionsweise aus verschiedenen Nutzerperspektiven.

Weitere Infos finden Sie im Internet unter www.hvbg.hessen.de.