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„Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit sind Leitziele“

29.01.2013 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Manfred Görig ernennt Magdalena Pitzer zur Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragten des Vogelsbergkreises – Magdalena Pitzer ist neue Ansprechpartnerin für die Vogelsberger Frauen sowie Migrantinnen und Migranten. Foto: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Görig ernennt Magdalena Pitzer zur Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragten des Kreises

„Ich weiß, dass Sie sich viel vorgenommen haben“, so Landrat Görig, „aber ich weiß auch, dass Sie jede Menge Erfahrung aus Ihrer Arbeit bei den Evangelischen Dekanaten Alsfeld und Vogelsberg für diese Tätigkeit mitbringen und schon lange in den entsprechenden Themenfeldern aktiv sind.“ Magdalena Pitzer ist die neue Ansprechpartnerin für Vogelsberger Frauen und deren Vereine, Verbände und Institutionen sowie für Migrantinnen und Migranten. Landrat Manfred Görig hat der Kreisbeigeordneten die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten und die Zuständigkeit als Migrationsbeauftragte gemäß der Hessischen Landkreisordnung im Rahmen einer Organisationsverfügung übertragen.

„Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit sind Leitziele des politischen und des Verwaltungshandelns“, betont die Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragte. Im Rahmen ihrer neuen Aufgabe lädt Frau Pitzer am 8. März zum Internationalen Frauentag in den Sitzungssaal des Landratsamtes in Lauterbach ein. Gemeinsam mit der Frauenbeauftragten Conny Hentz-Döring und der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Cornelia Krömmelbein, will sie mit Frauen aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft über Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sprechen, Erfahrungen austauschen und Ideen für gemeinsame Aktivitäten sammeln. Am 25. April stehen „Girls‘-Day“ und „Boys‘-Day“ auf der Agenda der Beauftragten. Auch in der Kreisverwaltung werden an diesem Tag erneut Mädchen und Jungen einen Schnuppertag absolvieren können.

Auch die Themen „häusliche Gewalt“ und „Gewaltprävention“ liegen Frau Pitzer am Herzen: Vor zwei Jahren hat sie das Aktionsbündnis „Rosenstraße 76“ gegründet, bei dem sie gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus sozialen Einrichtungen das Thema häusliche Gewalt in die Öffentlichkeit gerückt hat. Im Handlungsfeld „Gewaltprävention“ des Lokalen Bündnis für Familie hat Frau Pitzer die Leitung ebenso übernommen wie beim „Runden Tisch Gewaltschutz“.

Die Pläne der neuen Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragten sehen auch theaterpädagogische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch, zusätzliche Frauenbildungsangebote und öffentliche Veranstaltungen zu frauenrelevanten Themen vor.

„Ich möchte Frauen stärken und  für Migrantinnen und Migranten Hürden abbauen, die sich beispielsweise bei der Integration in den Arbeitsmarkt ergeben können“, so Frau Pitzer, „das kann wegen Sprachschwierigkeiten, der fehlenden Anerkennung eines Berufsabschlusses oder auch wegen der kulturellen Unterschiede sein.“ Was sie aber keinesfalls leisten könne und auch nicht dürfe, sei eine juristisch fundierte Rechtsberatung, unterstrich Frau Pitzer.

Regelmäßige Sprechstunden

An jedem ersten Dienstag im Monat steht Magdalena Pitzer telefonisch von 14 bis 16 Uhr für Gespräche zur Verfügung. Für persönliche Terminabsprachen ist sie zu erreichen unter Telefon 06641/977-304 oder jederzeit per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte(at)vogelsbergkreis.de

Aufgaben der Gleichstellungs- und Migrationsbeauftragten:

- Regelmäßige Sprechstunde, jeden ersten Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr
- Initiierung und Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen und beruflichen Situation und zur Umsetzung des verfassungsrechtlichen Gleichstellungsauftrages
- Koordination und Unterstützung des Frauennetzwerks im Vogelsbergkreis
- Leitung des Runden Tisches Gewaltschutz
- Ansprechpartnerin für Migranten, Flüchtlinge und Bleibeberechtigte sowie für Institutionen in Fragen der Integration und des täglichen Lebens
- Werbung für Aufgeschlossenheit gegenüber Zugewanderten