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Landrat Görig ist Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

25.10.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Der hessische Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Staatsminister a.D. Karl Starzacher (links), und die VDK-Landesgeschäftsführerin Viola Krause besuchten Landrat Manfred Görig im Lauterbacher Kreishaus und baten ihn, den Kreisvorsitz des Volksbundes zu übernehmen. Er hat ja gesagt. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Staatsminister a.D. Starzacher zu Gast – Bevölkerung um Spenden gebeten – Start ist am 27. Oktober

VOGELSBERGKREIS. 25. Oktober 2012.

Der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Staatsminister a.D. Karl Starzacher, war mit einer Bitte nach Lauterbach ins Kreishaus gereist – und Landrat Manfred Görig hat der Bitte entsprochen: er ist ab sofort der neue Kreisvorsitzende des Volksbundes. „Ich übernehme dieses Ehrenamt sehr gerne“, sagte Görig.

Gemeinsam mit Starzacher und Landesgeschäftsführerin Viola Krause ruft der Landrat die Vogelsberger Bevölkerung auf, ab Samstag, 27. Oktober, mit einem passenden Betrag die wertvolle Arbeit des Volksbundes zu unterstützen. Die Sammlung dauert bis 25. November.

Manfred Görig berichtete, er habe selbst als Jugendlicher die Spendendose getragen und lobte das starke Engagement von Schülerinnen und Schülern, von Reservistenkameradschaften und von Jugendfeuerwehrleuten bei den Sammlungen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat 16 Landesverbände. 13.000 Mitglieder hat der Volksbund in Hessen, knapp 600 davon im Vogelsbergkreis. Rund 350 Kriegsgräber gibt es im Kreisgebiet, die meisten davon in Ulrichstein, Alsfeld und Lauterbach. Die Hauptaufgabe des Volksbundes ist jedoch die Pflege der Kriegsgräber im Ausland. „Das ist unsere wesentliche friedenspädagogische Aufgabe“, erläuterte Viola Krause. Groß angelegte Jugendbegegnungen von internationalen freiwilligen Helfern trügen direkt und spürbar zur Völkerverständigung bei.

Landesvorsitzender Karl Starzacher hob hervor, dass über Trauer und Versöhnung nun die Bildungs- und Jugendarbeit klar im Vordergrund der Projektarbeit stehe, die mit Spendengeldern finanziert werde. „Wir leisten erlebbare Friedensarbeit“, stellte Starzacher in Lauterbach heraus.

Als Schirmherr der Haus- und Straßensammlung, die in diesem Jahr vom 27. Oktober bis 25. November unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für Frieden und Verständigung“ durchgeführt wird, bittet Kreisvorsitzender Görig um Spenden, die für die Pflege von Kriegsgräbern bestimmt sind. Kriegsgräberfürsorge hilft mit, das Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wach zu halten.

Im Rahmen seiner Kultur- und Bildungsarbeit nutze der Volksbund die Kriegsgräberstätten im In- und Ausland, um nachwachsende Generationen mit den Folgen von Krieg  und Gewaltherrschaft zu konfrontieren und sie für friedenspolitisches Engagement zu sensibilisieren, hebt Manfred Görig hervor.

Landrat Görig bittet die Bevölkerung, die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge mit einem Geldbetrag zu unterstützen, denn die Pflege der Kriegsgräber verdiene Dank und Anerkennung. Wer das Gedenken an die Opfer wach halte, helfe mit, den Weg des Friedens als den einzig gangbaren für das Zusammenleben der Völker zu bestimmen. „Die stummen Zeugen der Gräber bringen Menschen und Völker einander näher und überwinden vorherige Feindschaft“, hebt Görig hervor.

Die Sammelergebnisse werden insbesondere verwendet für Projekte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und dienen der aktiven Erinnerungsarbeit mit dem Ziel, Frieden und Völkerverständigung zu befördern. Görig: „Kriegsgräberstätten sind Mahnstätten gegen neue Gewalt.“

www.volksbund-hessen.de