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A 49: Landrat Lipphardt will mit neuem Bundesverkehrsminister sprechen

21.10.1998 Von: Vogelsbergkreis - Pressestelle - 36339 Lauterbach

Lipphardt: A-49-Anbindung im

Vogelsbergkreis Schildbürgerstreich

Vogelsberger Landrat lädt Bundesverkehrsminister

Müntefering ein - Verkehrswegeplan überdenken

VOGELSBERGKREIS ( ). Landrat Hans-Ulrich Lipphardt hofft darauf, mit dem neuen Bundesverkehrsminister Franz Müntefering noch 1998 vor Ort die auf breite Ablehnung stoßende Anbindung der Autobahn 49 auf die A 5 zu erörtern. Jedenfalls hat der Vogelsberger Kreisverwaltungschef den Minister vor wenigen Tagen eingeladen und gleichzeitig den Widerstand betroffener Städte und Gemeinden, von Bürgerinitiativen und nicht zuletzt des Kreises selbst - getragen durch zwei Resolutionen im Kreistag - deutlich gemacht. Müntefering hatte kurz nach seinem Amtsantritt signalisiert, sich über dringliche Verkehrsprojekte in Hessen informieren zu wollen.

„Als Landrat des Vogelsbergkreises wende ich mich mit der Bitte an Sie, bei der Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes die derzeit vorgesehene Anbindung der A 49 an die A 5 kritisch zu prüfen und dabei den berechtigten Interessen des Vogelsbergkreises Rechnung zu tragen“, schreibt Lipphardt an Müntefering.

Lipphardt führt weiter aus, dass ursprünglich mit der A 49 eine Verbindung zwischen den Oberzentren Kassel und Marburg/Gießen hätte erreicht werden sollen. Gleichzeitig sollten die Mittelzentren Fritzlar, Bad Wildungen, Schwalmstadt und Stadtallendorf einbezogen werden. Dies wäre verbunden mit einer Entlastung der A 5. Nunmehr reduziere sich aber der Planungsauftrag an die Hessische Straßenbauverwaltung ausschließlich auf das Finden der kürzesten Variante des Anschlusses im Vogelsbergkreis. Diese Reduzierung des Planungsauftrages werde der Ursprungsplanung in keiner Weise gerecht, betont Lipphardt.

Der geplante Anschluss würde das Gegenteil bewirken, denn ein ohnehin täglich überlasteter Streckenabschnitt der A 5 würde zusätzlich belastet, der wiederum nur durch eine Standspur erweitert wird. Dieses Vorhaben nennt Lipphardt einen „Schildbürgerstreich“. Der Landrat hält den Weiterbau der A 49 für hinfällig und plädiert für eine kostengünstige und umweltverträgliche Anbindung an die Bundesstraße 3 nach Marburg.