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Landrat Marx ernennt Thorsten Ellrich zum organisatorischen Leiter im Rettungsdienst

05.06.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Ernennung zum organisatorischen Leiter im Rettungsdienst – unser Foto zeigt Thorsten Ellrich (links) und Landrat Rudolf Marx. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

VOGELSBERGKREIS.   5. Juni 2012.

Thorsten Ellrich ist von Landrat Rudolf Marx ins Ehrenbeamtenverhältnis berufen und zum organisatorischen Leiter im Rettungsdienst ernannt worden. Nach dem Amtseid händigte der Landrat die Urkunde aus und zeigte sich überzeugt, dass sich die Bevölkerung auch bei schwerwiegenden Ereignissen auf die Erfahrung und die Kompetenz des Leitungsteams verlassen könne. Im Team der organisatorischen Leiter arbeiten auch Rolf Köhler, Thomas Koch, Jürgen Schad und Manfred Hasemann mit.

Der Leiter der Gefahrenabwehr, Werner Rinke, dankte dem Deutschen Roten Kreuz, dem Katastrophenschutz und den Feuerwehren für gutes und reibungsloses Zusammenwirken und höchste Verlässlichkeit und Kompetenz – „auch bei teilweise sehr schweren Einsätzen“. Der organisatorische Leiter ergänze die notfallmedizinischen Kenntnisse des leitenden Notarztes am Einsatzort.

Ein Organisatorischer Leiter (Rettungsdienst) ist ein Einsatzabschnittsleiter im Rahmen der Gesamteinsatzleitung im technisch-organisatorischen Bereich der Notfallrettung. Hierbei führt er gemeinsam mit dem leitenden Notarzt den Einsatz. Bei Großschadensereignissen mit mehreren Verletzten oder Erkrankten ist es das Ziel, die bestmögliche Versorgung der Betroffenen technisch sicherzustellen. Organisatorische Leiter sind erfahrene Rettungsassistenten mit einer Zusatzausbildung. Die Aufgaben werden ehrenamtlich ausgeführt.

„Bei einem Großschadensereignis ist eine schnelle und kompetente Lageeinschätzung unverzichtbar“, erläutert Werner Rinke. Daraus müssen dann sofort taktisch-organisatorische Schlüsse und Anordnungen abgeleitet werden. Rinke nennt als Beispiele das Organisieren von medizinischem Gerät, das Festlegen von Behandlungsplätzen oder auch eines möglicherweise erforderlichen Hubschrauberlandeplatzes. Auch das Erfassen der Betroffenen und deren Registrierung gehörten zum Aufgabenbereich. In Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle werde der Verletzten- bzw. Krankentransport organisiert und geleitet.

Thorsten Ellrich gehörte bereits 1986 der Jugendfeuerwehr in Sellnrod an, der Eintritt in die Einsatzabteilung, der Eintritt ins Deutsche Rote Kreuz und die Gruppenführerausbildung folgten. 1997 wurde Ellrich zum Rettungssanitäter ausgebildet. Die Zugführerausbildung schloss sich an. Seit 2002 ist Thorsten Ellrich Fachberater im Katastrophenschutzstab des Kreises. 2005 erfolgte die Ausbildung zum Rettungsassistenten, 2010 die Ernennung zum Rotkreuzbeauftragten des DRK-Kreisverbands Alsfeld. Ausbildungen im Katastrophenschutzstab die Ausbildung zum organisatorischen Leiter im Rettungsdienst schlossen sich in den vergangenen beiden Jahren an.