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Die Partnerkreise Vogelsberg und Oberhavel haben tonnenschwere Gesteine ausgetauscht

04.06.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Rudolf Marx und die Geologin Dr. Angela Metzner vom Infozentrum des Naturparks freuen sich über das Geschenk aus dem Partnerkreis Oberhavel nördlich von Berlin. Foto: Vogelsbergkreis

Landrat Marx: Symbole für das stabile Fundament unserer Freundschaft

VOGELSBERGKREIS.   4. Juni 2012.

Basalt versus Granit: Zwei befreundete Landräte zweier befreundeter Landkreise hatten im vergangenen Jahr anlässlich des 20-jährigen Jubiläums eine Idee – jetzt wurde sie vor wenigen Tagen in die Tat umgesetzt. „Als Botschafter und Symbole des festen Fundaments unserer Freundschaft“ wurden tonnenschwere Findlinge ausgetauscht. Landrat Rudolf Marx (Vogelsbergkreis) und Landrat Karl-Heinz Schröter (Oberhavel) freuen sich darüber, dass das Gestein aus Brandenburg im Schwarzbachtal am Hoherodskopf zu bestaunen ist und das 1000-mal ältere Gestein aus dem Vogelsberg nun in der Nähe von Oranienburg die Freundschaft und Partnerschaft der beiden Landkreise „an-fassbar“ und erlebbar macht.

„Symbole sind für das Gelingen stabiler Freundschaften wichtig – denn sie sind konkret – in diesem Fall im Wortsinn sogar unumstößlich“, kommentiert Rudolf Marx die „Nacht- aber nicht Nebel-Aktion“. Ein Lkw aus Oranienburg hatte die über fünf Tonnen schweren zwei Findlinge aus der letzten Eiszeit, wo sie nördlich von Berlin gelegen hatten – Alter etwa 15 Tausend Jahre – in den Vogelsberg gebracht.

Doch der Lkw fuhr nicht leer zurück. Im Gegenzug luden die Mitarbeiter des Oberhavelkreises drei ähnlich schwere Basaltsäulen aus dem Vogelsberg – Alter etwa 15 Millionen Jahre – auf und nahmen sie mit zurück nach Brandenburg. Beide Gesteinsformationen können als jeweils typisch für den jeweiligen Landkreis gelten. Der Freundschaftsstein aus Brandenburg liegt nun am „Geologischen Erlebnispfad“ im Naturpark Hoher Vogelsberg im Schwarzbachtal. Hier kann ab sofort der geneigte Wanderer ein Stück Oberhavelgebiet „be-greifen“. Der Standort der beiden Findlinge befindet sich in der Nähe des Naturpark-Info-Zentrums auf dem Hoherodskopf. Dort können auch Einzelheiten zur Art des Gesteins erfragt werden.

Der Vogelsberger Basalt für die Freunde in Oranienburg ist ein Geschenk der Stadt Lauterbach, dass aufgrund einer Verabredung von Landrat Marx und Bürgermeister Rainer Vollmöller zustande kam.

Informationen zum Geologischen Erlebnispfad im Vogelsberg:

www.naturerlebnis-vogelsberg.de

Geopfad:

http://www.naturerlebnis-vogelsberg.de/naturerlebnispfade/geopfad.html

Was sind Findlinge?

Findlinge sind von Gletschern transportierte und ortsfremd wieder abgelagerte Gesteinbrocken (meist Granit) mit oft riesigen Ausmaßen.  Die Transportwege der Findlinge reichen von Schweden oder Finnland bis nach England oder an die Ostsee. Anhand der geologischen und mineralogischen Bestimmung eines Findlings kann man durch Vergleiche seinen Ursprungsort ermitteln und damit seinen zurückgelegten Weg und die Fließrichtung des Gletschers rekonstruieren. Die meisten bestehen aus Granit oder Gneis. Einige gehören der ästhetisch reizvollen Gruppe der Migmatite (Mischgesteine) an und zeigen Schlieren und Adern von geschmolzenem oder eingewandertem Material.

Nähere Informationen: www.naturkenner-brandenburg.de  / Naturwissen

Säulenbasalt aus dem Vogelsberg, gestiftet von der Kreisstadt Lauterbach, wurden auf den Weg nach Oranieburg geschickt. Foto: Vogelsbergkreis