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Landrat Marx überreichte Bundesverdienstkreuz am Bande an Rudolf Dippel aus Grebenau

31.05.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Rudolf Dippel aus Grebenau ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande – unser Bild zeigt von links Bürgermeister und Kreistagsvorsitzenden Jürgen Ackermann, Rudolf Dippel, Landrat Rudolf Marx und Ersten Kreisbeigeordneten Manfred Görig. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Jahrzehntelanger Einsatz für die Interessen der Allgemeinheit

VOGELSBERGKREIS.   31. Mai 2012.

In einer kleinen Feierstunde im Lauterbacher Kreishaus überreichte Landrat Rudolf Marx das Bundesverdienstkreuz am Bande an den Grebenauer Bürger Rudolf Dippel, dem der Bundespräsident die hohe Auszeichnung verliehen hat. Der Landrat würdigte den jahrzehntelangen Einsatz für die Interessen der Allgemeinheit. Bürgermeister und Kreistagsvorsitzender Jürgen Ackermann und Erster Kreisbeigeordneter Manfred Görig gratulierten herzlich.

Rudolf Dippel besuchte von 1945 bis 1949 die Volksschule in Schwarz. Nach bestandener mittlerer Reife auf der Realschule in Alsfeld absolvierte der Geehrte von 1958 bis 1961 die Polizeischule in Mühlheim/Main bzw. in Wiesbaden. Im Anschluss an den erfolgreichen Besuch der Polizeischule wurde er in den Polizeidienst übernommen und zunächst bis 1963 in der Landespolizeistation Groß-Gerau eingesetzt. 1964 erfolgte auf eigenen Wunsch die Versetzung zum Polizeikommissariat Lauterbach. Herr Dippel wurde 1999 nach 41 Dienstjahren in den Ruhestand versetzt.

Im Bereich der Kommunalpolitik engagierte sich Rudolf Dippel in mehreren Gremien. Von 1989 bis 2001 war er Ortsvorsteher im Grebenauer Stadtteil Schwarz. Daneben war er von 1989 bis 2001 auch Stadtverordneter der Stadt Grebenau. Während dieser Zeit hatte er phasenweise die Position des Stadtverordnetenvorstehers inne. In den Jahren von 2001 bis 2006 gehörte Herr Dippel dem Magistrat der Stadt Grebenau als Stadtrat an. In der darauf folgenden Wahlperiode von 2006 bis 2011 engagierte er sich wieder als Stadtverordneter in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grebenau und war darüber hinaus Fraktionsvorsitzender der FWG. Dem Kreistag gehörte Herr Dippel von 2004 bis 2006 an.

Landrat Marx betonte in seiner Würdigung, dass es Rudolf Dippel geschafft habe, den Protest einer Bürgerbewegung in den achtziger Jahren von der Straße in das Parlament zu tragen. In diesem Zusammenhang war er Mitbegründer einer Unabhängigen Bürgerliste aus der später die Freien Wähler im Gründchen (Grebenau) hervorgingen. Bis heute setzt er sich aktiv und engagiert für die Belange und das Wohl der Menschen in seiner Heimat ein. Landrat Marx: „Fast seine ganze Freizeit hat er in sein ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement investiert.“

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Polizeibeamter war Rudolf Dippel von 1964 bis 1999 zunächst Mitglied im örtlichen Personalrat in Lauterbach bzw. später im Personalrat der Vollzugspolizei beim Landrat des Vogelsbergkreises. Vorsitzender des jeweiligen Personalrates war er 1973/1974 und 1978/1979 sowie von 1983 bis 1999.
Zudem war er von 1988 bis 1998 Vorsitzender des Gesamtpersonalrats des Vogelsbergkreises. Auf überörtlicher Ebene vertrat Herr Dippel 13 Jahre lang (1985 bis 1998) die Interessen der Beschäftigten aus dem Vogelsberg im Bezirkspersonalrat beim Regierungspräsidium in Gießen. Während seiner langjährigen Tätigkeiten im Bereich der Personalvertretungen hat er sich kontinuierlich und ohne Eigennutz für die Kolleginnen und Kollegen eingesetzt.

Als Mitglied der Gewerkschaft der Polizei, Kreisgruppe Vogelsberg, für die er auch im Rahmen seiner Personalratsarbeit tätig war, hat er sich zudem besondere Verdienste erworben. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden hatte er von 1980 bis 1992 sowie von 1995 bis 1997 inne. Als Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, Kreisgruppe Vogelsberg, wirkte er im Interesse der Kolleginnen und Kollegen von 1992 bis 1995. Seit 1997 ist er Mitglied im Vorstand der GdP-Kreisgruppe Vogelsberg als Beamtenvertreter bzw. heute als Seniorenvertreter. Seine ehrenamtliche Tätigkeit für die Gewerkschaft bzw. den Personalratsbereich hat Herr Dippel ohne Freistellung nach dem Personalvertretungsgesetz geleistet. Insgesamt kann Rudolf Dippel auf eine über 50-jährige Mitgliedschaft in der Hessischen Polizeigewerkschaft zurückblicken.

Weiteres ehrenamtliches Engagement brachte der Geehrte auch mit seinem Wirken für den Förderverein Schwarz zum Ausdruck. Der Förderverein, dessen Gründung Herr Dippel aktiv unterstützt hat, ist die Dachorganisation der Vereine im Stadtteil Schwarz und übernimmt die Funktion als Sprachrohr der Vereine gegenüber der Stadtverwaltung, der Bevölkerung und der weiteren Öffentlichkeit. Hier ist Herr Dippel sowohl im Vorstand als 2. Vorsitzender als auch als aktives Mitglied tätig. Besonders zu erwähnen sind sein Engagement und sein persönlicher Einsatz in Form hunderter ehrenamtlicher Arbeitsstunden im Zuge der Errichtung einer dorfgemeinschaftlichen Einrichtung in den neunziger Jahren in Schwarz.

Als Mitinitiator und aktiver ehrenamtlicher Unterstützer der Dorfpartnerschaft Schwarz mit zwei gleichnamigen Orten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt hat er sich ebenfalls verdient gemacht. Insgesamt setzte sich Herr Dippel über Jahrzehnte entschlossen für die Verbesserung der dörflichen Strukturen ein.

Darüber hinaus ist Herr Dippel seit 1991 aktives Mitglied im Gesangverein Eintracht Schwarz und wirkt hier seit 2006 im erweiterten Vorstand als Beisitzer mit.

Aufgrund seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde dem Träger des Verdienstkreuzes im Jahr 1987 bereits der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

„Rudolf Dippel hat sich kontinuierlich an den verschiedensten Stellen für das Gemeinwohl eingesetzt und vielfältige ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt. Hierdurch hat er sich besondere Verdienste um die Allgemeinheit erworben. Die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ist eine angemessene Würdigung seiner Leistungen“, sagte Landrat Marx abschließend.