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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Frühjahrs-Pressekonferenz: Modernisierung des Vogelsbergkreises massiv vorangetrieben

27.04.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Jahrespressekonferenz am 26.4.2000 in Feldatal-Stumpertenrod

Thema 1 - Regionalentwicklung

Ära Landrat Lipphardt 1987 bis 2000:

Modernisierung des Vogelsbergkreises

massiv vorangetrieben

* Die endogenen Potenziale und Förderprogramme konsequent genutzt

* 130 Millionen DM flossen in zehn Jahren in den Kreis und haben 500 Millionen DM an Investitionen ausgelöst

* 1000 Arbeitsplätze gesichert

* 900 Arbeitsplätze neu geschaffen

* Deutliche Verbesserung bei der Arbeitslosenquote und beim

Bruttoinlandsprodukt

Die Jahrespressekonferenz 2000 ist gleichzeitig die letzte des noch amtierenden Landrats Hans-Ulrich Lipphardt, der bekannterweise im Juni dieses Jahres Vorstandsvorsitzender der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG (OVAG) wird. Der nachfolgende Beitrag ist somit auch ein Resümee seiner dreizehnjährigen Amtszeit und der in diesem Zeitraum umgesetzten erfolgreichen Regionalentwicklungspolitik.

Die Möglichkeit, auf Fördermittel des Landes, des Bundes und vor allem der EU zurückzugreifen und damit konsequent Projekte im Vogelsbergkreis umzusetzen, den Kreis für die "Moderne" zu öffnen und vom Ruf "Hessisch-Sibirien" zu befreien, wird immer mit dem Namen Hans-Ulrich Lipphardt verbunden sein. Frühzeitig - auch gegen Widerstände der Opposition im Kreistag - wurden durch die Etablierung der Abteilung Arbeit + Umwelt in der Kreisverwaltung, durch den Aufbau einer eigenständigen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der DIVO GmbH, und der Regionalentwicklungsgesellschaft LEADER GmbH die Voraussetzungen geschaffen, um die Entwicklung des Landkreises voran zu treiben. Der Vogelsbergkreis wurde 1990 sogenanntes Ziel-5b-Gebiet der EU und damit bestand die Chance, an den EU-Strukturfonds EFRE (Förderung der wirtschaftlichen Infrastruktur), EAGFL (landwirtschaftliche Strukturverbesserung) und ESF (Sozialfonds) zu partizipieren. Zusammen mit den Fördermöglichkeiten der "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) als Bundesprogramm und der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER wurde ein Förder-instrumentarium erschlossen und nutzbar gemacht, das im Ergebnis den einstmals als rückständig betrachteten Vogelsbergkreis erheblich fortentwickelt hat.

 

Nur an wenigen Zahlen verdeutlicht bedeutet dies zum Beispiel:

- dass in den Jahren 1994 - 1999 allein aus dem Strukturfonds EFRE Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 84 Mio. DM gefördert wurden (Fördervolumen Land/Bund/EU 21,5 Mio. DM).

- dass in den Jahren 1990 - 1999 aus GA-Mitteln 23 Maßnahmen (vorwiegend Gewerbeflächenerschließungen) gefördert wurden mit einem Gesamtvolumen von 16,28 Mio. DM (Fördervolumen 9,2 Mio. DM).

- dass in den Jahren 1990 - 1999 78 Unternehmen Investitionshilfen bekommen haben mit ca. 28 Mio. DM Fördervolumen (Gesamtinvestitionsvolumen 270 Mio. DM) und damit mehr als 1.000 Arbeitsplätze gesichert und fast 900 Arbeitsplätze neu geschaffen werden konnten.

Unter Berücksichtigung der Gesamtzeiträume 1990 - 2000 und des von seinem Förderumfang gleich großen Strukturfonds EAGFL (federführend ist das ARLL) sind mehr als 130 Mio. DM in den Vogelsbergkreis geflossen und haben mehr als 500 Mio. DM an Investitionsvolumen ausgelöst.

An geförderten Maßnahmen seien beispielhaft genannt:

- das Tierzuchtzentrum (Alsfeld)

- das Freizeitzentrum (Lauterbach)

- das Therapeutische Reitzentrum (Freiensteinau)

- das "Gelbe Haus" (Schotten)

- die DIVO GmbH (Alsfeld)

- der Gewerbehof (Alsfeld)

- das Schullandheim (Lauterbach)

- die Lehrbaustelle (Lauterbach)

- vielfältige Gewerbeflächenerschließungen.

 

 

Im Vogelsbergkreis sind damit Wachstumssignale ausgelöst, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und manche gesichert worden sowie die Attraktivität des Standortes gesteigert worden. Die Indikatoren für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region (Arbeitsplatzdichte, Arbeitslosenquote, erzeugtes Bruttoinlandsprodukt) haben sich in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert, ein Grund für die zu erwartende sukzessive Ausgrenzung aus der Förderkulisse. Kein Grund zum Klagen, sondern zur vermehrten Anstrengung, um die "endogenen Potentiale" aus eigener Kraft weiter zu entwickeln.