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Jugendförderung: Landrat Marx überreicht Bescheid an den TG Schotten

17.04.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Rudolf Marx (Mitte) freute sich, einen Bescheid über 1050 Euro für die Jugendförderung im TG Schotten an die Verantwortlichen Anita Witambas und Erwin Mengel überreichen zu können. Foto: Vogelsbergkreis

Umschichtung der Kreisunterstützung zugungsten der Jugendarbeit

VOGELSBERGKREIS.   17. April 2012.

Vor wenigen Tagen hatte der Kreisausschuss beschlossen, die Sportförderrichtlinie zu ändern: zu Gunsten der Jugendförderung in den Vereinen. Das Amt für Jugend, Familie und Sport hat umgehend begonnen, die entsprechenden Bescheide zu versenden. Einen davon überreichte nun Landrat Rudolf Marx an den Ehrenvorsitzenden des TG Schotten, Erwin Mengel, und an die stellvertretende Vorsitzende, Anita Witambas.

Die Vertreter des Schottener Vereins begrüßten die Schwerpunktsetzung und Umschichtung der Mittel in der neuen Richtlinie. Landrat Marx freute sich darüber, dass nun dreimal so viel Geld für Jugendarbeit im Vergleich zu früher zur Verfügung steht. Er nannte die Verbesserung „spürbar“. Bei defizitärem Haushalt könne es nicht mehr Geld geben, sondern nur eine neue Prioritätensetzung. Dies sei jetzt im parteiübergreifenden Konsens geschehen, betonte Marx.

Der Schottener Verein kann nun in diesem Jahr über 1000 Euro verfügen, nachdem durch die Aussetzung der alten Richtlinien über zwei Jahre gar kein Geld geflossen war. Der Betrag mache schnell deutlich, dass der TG Schotten viele Jugendliche im Verein betreue, wofür er den Verantwortlichen ausdrücklich dankte. Das Foto zeigt Anita Witambas, Landrat Rudolf Marx und den Ehrenvorsitzenden Erwin Mengel. Foto: Vogelsbergkreis

 


 
HINTERGRUND:
Bericht zur KA-Beschlussfassung 15. März 2012

„Die Kernfrage bei knappen Mitteln lautet: wohin legen wir den Schwerpunkt unserer Förderung.“ Dies sagte Erster Kreisbeigeordneter Manfred Görig im Kreisausschuss, der vor wenigen Tagen die neue Sportförderrichtlinie auf den Weg gebracht hat. Landrat Rudolf Marx betonte: „Die Jugend steht im Fokus“, und macht in einer Pressemitteilung die Vereine darauf aufmerksam, dass im Zusammenhang mit Investitionen ab sofort wieder Anträge gestellt werden können. „Die Richtlinie ist in Kraft und der Haushalt ist bereits genehmigt – es kann also los gehen“, unterstreichen Marx und Görig.

Wichtigste Neuerung in der Richtlinie: es findet eine massive Umschichtung der Mittel zur Unterstützung der Vereine für die Jugendarbeit statt. Bisher wurde je Jugendlichem ein Euro pro Jahr gezahlt, jetzt sind es drei Euro. Damit haben die Sportvereine rund 20.000 Euro pro Jahr mehr Geld für Jugendarbeit in den Sportvereinen zur Verfügung. Eingespart wird das Geld im Bereich von Jubiläen und Schecks bei Veranstaltungen. Zurzeit wird im Amt für Jugend, Familie und Sport mit der Beantragung von Fördermitteln für über 7000 Jugendliche gerechnet.

Wichtig bei Investitionen: es gehen keine Anträge verloren. Sportgeräte werden nach festgelegten Kriterien wie seither mit zehn Prozent Kreiszuschuss gefördert, Baumaßnahmen mit der gleichen Quote, maximal jedoch mit 30.000 Euro. Für die Investitionszuschüsse ist wichtig, dass die Richtlinie rückwirkend zum 1. Januar 2012 gültig ist. Die Richtlinie ersetzt die Version, die am 13. April 2010 wegen der prekären Haushaltslage außer Kraft gesetzt worden war, so dass weder Jugendvereinsarbeit noch Investitionen gefördert werden konnten. Jetzt sind Bewilligungen von Kreiszuschüssen wieder möglich, auch wenn Maßnahmen bereits begonnen worden waren. „Es sind automatisch alle Vereine dabei, die bis einschließlich 31. Dezember 2011 bereits Anträge auf Zuschüsse gestellt hatten“, hebt Erster Kreisbeigeordneter Görig hervor.

Übergangslösung schafft Rechtsklarheit für die Sportvereine

Der KA hat folgende Übergangsregelung beschlossen, die für die Vereine – so Görig – „keine Lücke“ entstehen lässt: „Sportvereine die für förderfähige Baumaßnahmen seit dem 13. April 2010 keinen Antrag gestellt haben oder einen ablehnenden Bescheid erhalten haben, können auch dann – erstmals oder erneut – einen Antrag stellen, wenn sie mit der Baumaßnahme bis zum 31. Dezember 2011 bereits begonnen haben.“ Insoweit werde vom Verbot des Beginns der Baumaßnahme ausdrücklich abgesehen.

Insgesamt gestalte sich die Richtlinie erheblich übersichtlicher und unbürokratischer, unterstreichen Marx und Görig. Der Erste Kreisbeigeordnete bezeichnete die nun gültige Fassung als „richtig, vernünftig und angemessen“, die die „bewusst großzügig angelegte Übergangslösung“ bis zum 12. April 2012 hervor hebt. Die Neufassung der Sportförderrichtlinie war in mehreren intensiven Beratungen der „Kommission Aufgabenkritik“ entworfen worden und wurde nun vom KA so beschlossen. Die Kommission war vom Kreistag beauftragt worden. Sie besteht je zur Hälfte aus Politik und Verwaltung.

Die neue Sportförderrichtlinie