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Vulkanologische Gesellschaft zum Erfahrungsaustausch im Vogelsberg

23.03.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Die "Uhu-Klippen", eine Gesteinsformation in der Nähe von Hochwaldhausen, wurde von den Gästen der DVG besichtigt. Das Foto zeigt von links nach rechts: Wolfgang Kostka (DVG-Geschäftsführer), Vogelsberg-Landrat Rudolf Marx, Albert Berg-Winters (DVG-Vorsitzender), Heinz Lempertz (DVG-Sprecher) und Gerold Beckmann (Leiter DVG-Fachsektion Vogelsberg). Vogelsberg-Fachsektionsleiter Beckmann erkläutert die Reichhaltigkeit vulkangeprägter Geotope im Vogelsberg. Foto: privat

Presseinformation der Vulkanologischen Gesellschaft Vogelsberg - 23. Mai 2012

23. März 2012.

Kürzlich weilte eine Delegation der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG)  zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch in der Vulkanregion Vogelsberg. Aus Anlaß des 5-jährigen Bestehens der Fachsektion Vulkan Vogelsberg (gegründet im März 2007) trafen sich auf Einladung von  Landrat Rudolf Marx der DVG-Vorsitzende und Landrat a.D. (Mayen-Koblenz), Albert Berg-Winters,  DVG-Vorstandssprecher Heinz Lempertz, DVG-Geschäftsführer Wolfgang Kostka und DVG-Koordinator Wolfgang Riedel mit ihren Vogelsberger Vulkanfreunden, um über die seitherige ausgezeichnete Zusammenarbeit, den Stand des geplanten Geoparks Vulkanregion Vogelsberg und den Verlauf der Deutschen Vulkanstraße zu diskutieren.

Auf dem Programm, das von Gerold Beckmann, dem Leiter der DVG-Fachsektion Vogelsberg, und von Rudolf Frischmuth, dem Naturpark-Geschäftsführer, zusammengestellt worden war, stand zunächst ein Besuch im Steinbruch  in Nidda-Michelnau. Dort empfing Niddas Erster Stadtrat Raimund Becker die Gäste; im Anschluß daran führten Lothar Noll, Kerstin Bär und Heinrich Diehl durch dieses einzigartige Geotop mit seinen historischen Industrieanlagen. Am Nachmittag des ersten Besuchstages fand eine Besichtigung des größten Basaltsteinbruchs Europas in Homberg-Nieder-Ofleiden  (MHI) statt. Anschließend besuchte die Delegation die Vulkantherme in Herbstein sowie das Geotop des Jahres 2011, den Gewölbekeller unter der Stadtmauer von Herbstein. 

Der zweite Besuchstag begann mit einer Natur-Tour auf dem Vulkan-Velo vom Hoherodskopf entlang des Geopfades im Schwarzbachtal und einem Abstecher zu den Uhuklippen oberhalb von Hochwaldhausen. Nach dem anschließenden Besuch des Naturschutz-Infozentrums auf dem Hoherodskopf reiste die Delegation in die Wetterau, um sich im Keltenmuseum auf dem Glauberg unter der Führung von Werner Erk die archäologischen Besonderheiten der Keltenwelt erläutern zu lassen. Mit neuen Eindrücken und Erkenntnissen über den „grünen Vulkan Vogelsberg“ und die sehenswerte Kulturlandschaft Wetterau wurden die Gäste schließlich verabschiedet.

HINTERGRUND:

Der Vogelsberg – das war vor sieben Millionen ein mächtiger Vulkan. Jetzt ist er das größte Vulkangebiet Mitteleuropas. Die riesige Basaltschicht reicht von Fulda bis kurz vor Frankfurt, 2400 Quadratkilometer, das sind über elf Prozent der hessischen Landesfläche.

Die Region will UNESCO-Geopark werden.

Der Artenreichtum bei Pflanzen ist einzigartig, die Landschaft sanft und dann wieder interessant schroff. Das Klima ist ein wenig kühler als am Main – aber lange nicht so kühl, wie es viele dem Vogelsberg nachsagen, schon gar nicht „sibirisch“.

Das Basaltmassiv ist ein riesiger Wasserspeicher, der auch große Teile des Rhein-Main-Gebiets versorgt. Radfahren – Vulkanradweg! – Wandern auf 1a-Strecken, Skifahren (natürlich nur mit Schnee) ist besonders angesagt. Die Städter wissen, was sie an „ihrem“ Vogelsberg haben – und die Vogelsberger auch.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat bei einer Untersuchung zum Thema „sanfter Tourismus“ den Vogelsberg auf Platz eins gesetzt. Gleichzeitig werden mit millionenschweren Programmen Naturschutz, Artenschutz und die Chancen der Land- und Forstwirtschaft gut verzahnt.

www.vulkan-vogelsberg.de