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Nein zu LAT und ALS

07.03.2012 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Kreisausschuss steht einmütig hinter der Haltung des Landrats - VB ist regionale Klammer - Nein zu ALS und LAT - Landrat Marx: Rückschrittlich und regionalpolitisch schädlich – „Wir haben wirklich andere Sorgen“

VOGELSBERGKREIS.   7. März 2012.

Die Haltung des Kreisausschusses ist einmütig: Der Landrat – in seiner Eigenschaft als Untere Verkehrsbehörde des Landes – wird beauftragt, gegenüber der Landesregierung zu erklären, dass aus Gründen der regionalen Identität der Wiedereinführung früherer Kfz-Kennzeichen widersprochen wird. Der Landrat sagte wörtlich im Kreisausschuss: „Wir haben wirklich andere Sorgen, als solche trennenden Beschlüsse zu fassen.“

Das in den 70-er Jahren eingeführte Kennzeichen VB sei eine „regionale Klammer“, und damals sei der Vogelsbergkreis fortschrittlicher oder zumindest viel schneller gewesen, als andere Landkreise nach der großen Gebietsreform 1972. Die früheren Kennzeichen LAT, ALS und BÜD für Schotten verloren ihre Geltung – zumindest bei Neuzulassungen. Stattdessen gab es dann das allseits anerkannte „VB“, also ein landschafts- und nicht stadt- oder kreisstadtbezogenes Kennzeichen.

Landrat Marx schreibt in seiner Verwaltungsvorlage, der nun der KA einstimmig zugestimmt hat: „In der Sache selbst erachte ich die Wiedereinführung (von ALS oder LAT) als rückschrittlich. Sie begünstigt ein Denken in den Strukturen der aufgelösten Altkreise, das dem regionalen Denken widerspricht. Dieses regionale Denken ist jedoch die Voraussetzung für ein regionales Handeln, das im Vogelsbergkreis benötigt wird, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in ihrer Vielfältigkeit und Komplexität erfolgreich bewältigen zu können.“

Die Wiedereinführung der alten Kennzeichen ALS oder LAT suggeriere den Menschen, dass man es sich immer noch leisten könne, nicht über den Tellerrand zu schauen, kommentiert Landrat Marx das Ansinnen des Alsfelder Magistrats, das Kennzeichen ALS wieder zu ermöglichen. 

Die Entscheidung über eine Wiedereinführung von Altkennzeichen ist auf Kreisebene zu treffen. Die getroffene Entscheidung  – Beibehaltung des Kennzeichens VB – wird nun nach dem einmütigen Votum im KA vom Landrat als dem Verantwortlichen für die Verkehrsbehörde dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung übermittelt.