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Landrat Lipphardt lobt Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren - Jahresbericht 1999

14.04.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Landrat: Feuerwehren stellen sich

stets den neuen Herausforderungen

Lob für Jugendarbeit - Vorbeugender Brandschutz wichtig

VOGELSBERGKREIS ( ). Die Aufgaben und die Verantwortung der Feuerwehren im Vogelsbergkreis werden immer größer. "Mit hoher Verantwortung bei der Gefahrenabwehr für Mensch, Sachwerte und Umweltschutz, haben sich die Feuerwehren im Vogelsbergkreis stets allen Herausforderungen zu jeder Zeit gestellt", bewertet Landrat Hans-Ulrich Lipphardt die ehrenamtliche Tätigkeit in den 179 Wehren des Kreises im Jahresbericht der Brandschutz-Abteilung.

5527 aktive männliche und 433 aktive weibliche Angehörige der Feuerwehren geben die Gewähr dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit den Mitmenschen geholfen werden kann. Nicht nur die stete Einsatzbereitschaft zeichnen die Frauen und Männer aus, vielmehr das große Engagement in ihrer Freizeit zu üben, sich aus- und fortzubilden, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Dies verdiene öffentliches Lob, hebt der Landrat hervor.

2033 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren sind in 121 Jugendfeuerwehren im Kreisgebiet organisiert. Zahlreiche Veranstaltungen der Jugendfeuerwehren wie Bundesjugendfeuerwehrwettbewerb auf Stadt- und Gemeindeebene sowie auf Kreisebene wurden wiederum in 1999 durchgeführt. Den zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern der Jugendfeuerwehren wurde die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr für ihre erbrachten Leistungen die Leistungsspange anlässlich der Bewertung überreicht. Gerade diese Auszeichnung zeige den hohen Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehren im Vogelsbergkreis. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung für Jugendliche, wurden kreisweit eine ganze Reihe von Veranstaltungen der allgemeinen Jugendarbeit und der Brandschutzerziehung mit großem Erfolg durchgeführt. Besonderer Dank gelte all denen, die sich um die Förderung, die Aus- und Fortbildung der Jugendfeuerwehren bemühten.

Es ist gut, wenn leistungsfähige Feuerwehren im Kreis im Falle eines Brandes helfen. Es ist aber noch besser, wenn im Vorfeld durch Vorbeugung alles unternommen wird, Brände überhaupt zu verhüten bzw. mögliche Gefahren zu minimieren. Der vorbeugende Brandschutz beginnt bei der Begutachtung von Bau- und Genehmigungsanträgen und geht über die Prüfung von Nutzungsänderung bis zur Abnahme von Veranstaltungen und Durchführung von Brandverhütungsschauen.

Der vorbeugende Brandschutz erstreckt sich auf alle Maßnahmen zur Verhinderung eines Brandausbruches und Brandausbreitung sowie der Sicherstellung von Rettungswegen. Dazu gehören insbesondere die Festlegung der Brandgefahr, die Unterteilung größerer baulicher Anlagen in Brandabschnitte, die Sicherstellung von Rauch- und Wärmeabzug, die Festlegung und Kennzeichnung von Fluchtwegen und Notausgängen sowie die Installation von Brandmelde- und Alarmeinrichtungen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Sicherstellung des Grundschutzes der Löschwasserversorgung. Auch die Unterweisung beim Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen und Geräten sowie die Erstellung von Brandschutzordnungen und Durchführung von Begehungen vor Ort ist ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes. 1999 wurden 190 brandschutztechnische Stellungnahmen und Gutachten sowie 78 Überprüfungen bestehender baulicher Anlagen und eine große Anzahl von Beratungen und Gesprächen zu einzelnen Objekten durchgeführt.