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Vorübergehende Schließung des Hallenbades in Schlitz

23.12.2011 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Diening: Erhebliche Sicherheitsdefizite – Gefahren für die Benutzer haben den umgehenden Schritt notwendig gemacht

VOGELSBERGKREIS.  23. Dezember 2011.

Am 15. Dezember hat die Kreis-Fachkraft für Arbeitssicherheit die Auswertung von Erhebungen einer Begehung im Hallenbad Schlitz der Kreisverwaltung mitgeteilt. Die ausführliche Bewertung dieser Mängel durch das zuständige Amt für Gebäudemanagement ergab, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als das Hallenbad, das dem Vogelsbergkreis als Schulträger gehört, mit sofortiger Wirkung – zum 22. Dezember – zu schließen.

In Abstimmung mit dem zuständigen Dezernenten des AFG, Kreisbeigeordneten Hanns Michael Diening, hat der Leiter des AFG, Diplom-Ingenieur Ewald Keil am Donnerstag, 22. Dezember, den Bürgermeister der Stadt Schlitz, Hans-Jürgen Schäfer, per Brief und vorab per Fax an 06642/970-56 davon in Kenntnis gesetzt, dass das Hallenbad in Schlitz vorübergehend geschlossen werden muss.

In dem Schreiben heißt es: „Grund für die Schließung ist, dass in Folge der stetigen Verschlechterung des Zustandes – insbesondere der technischen Anlagen – eine gefahrlose Benutzbarkeit des Bades aktuell nicht mehr gegeben ist. Diese erheblichen Sicherheitsrisiken wurden zuletzt durch die Begehung der Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ralf Obermeier (Kreiskrankenhaus Alsfeld) aufgezeigt. Wir vertrauen auf Ihr Verständnis für diese Maßnahme, da Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger das höchste zu schützende Gut ist.“ Am heutigen Freitag, 23. Dezember, hat der Bürgermeister den kompletten achtseitigen Mängelbericht ebenfalls erhalten. Ein wichtiger Aspekt in diesem Bericht ist die deutlich zu hohe Chlor-Emission.

Weil in der Kürze der Zeit nicht alle Personen, die einen Schlüssel zum Hallenbad haben, erreicht werden konnten, wurde der Hausmeister angewiesen, die Schließzylinder auszutauschen, damit Benutzer keinen Gefahren ausgesetzt werden können. Nur noch vom AFG autorisierte Personen dürfen das Bad betreten. Während der Ferien wird das Kreisgesundheitsamt – zusätzlich zu der technischen Sicherheitsbegehung – eine umfassende Hygiene-Analyse vornehmen. Diese Erkenntnisse werden dann auch in die Bewertung, wie es mit dem Bad weiter gehen soll, einfließen.

Wie Kreisbeigeordneter Diening mitteilt, werden die Weihnachtsferien, in denen ohnehin kein Schulsport stattfindet, dazu genutzt, die Schäden zu quantifizieren und eine Aufstellung zu machen, was alles zu investieren wäre, um einen gefahrlosen Betrieb weiterhin zu ermöglichen.

Dabei müsse sehr genau bewertet werden, ob die dann erhobene nötige Summe in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzungsgrad des Hallenbades stünde, so Diening. Seit Jahren sei bekannt, dass das Bad mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen habe. Dass nun auch erhebliche Sicherheitsbedenken hinzu kämen, lasse nur diesen Weg einer korrekten Überprüfung und einstweiligen Schließung übrig.