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Pflegestützpunkt - Positive Bilanz nach einem Jahr

22.12.2011 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Kompetente Beraterinnen im Pflegestützpunkt, der in der Kreisverwaltung in Lauterbach, Goldhelg 20, im Gebäudeteil A, im ersten Stock angesiedelt ist: Monique Abel (links) und Sabine Leskien. Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis

Neutrale fachliche Beratung ist ein sehr nachgefragtes Projekt - Demenz erweist sich als zentrales Thema

VOGELSBERGKREIS.   22. Dezember 2011.

Am 1. Dezember 2010 wurde der Pflegestützpunkt des Vogelsbergkreises in der Kreis-verwaltung in Lauterbach eröffnet. Getragen wird die neue Beratungseinrichtung ge-meinsam von den Pflege- und Krankenkassen, die im Vogelsbergkreis von der AOK vertreten werden und vom Vogelsbergkreis. Beide Partner bringen je eine Vollzeitstelle ein. Für den Vogelsbergkreis ist Monique Abel tätig und die AOK hat Sabine Leskien in den Vogelsberger Pflegestützpunkt abgeordnet. Aufgabe ist die umfassende, kompetente und neutrale Beratung der Bürger zu allen Fragen rund um das Thema Pflege, aber auch die Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur und die noch bessere Vernet-zung aller Angebote im Kreis.

Nach gut einem Jahr praktischer Arbeit wurde jetzt auf der Grundlage der dokumentierten Aktivitäten eine erste Zwischenbilanz gezogen. "Man könnte sagen, die Vogelsber-ger haben auf den Pflegestützpunkt gewartet", fassen die beiden Mitarbeiterinnen ihre Erfahrungen zusammen. So weist die Statistik aus, dass 250 Pflegebedürftige und Angehörige intensiv beraten wurden. Meistens gab es über einen längeren Zeitraum mehrere Kontakte. Etwa ein Drittel der Beratungen wurden in der Wohnung der Betrof-fenen durchgeführt. Die Kontaktaufnahme mit dem Pflegestützpunkt erfolgte überwiegend per Telefon und zum Teil persönlich während der Sprechzeiten.

Pflegebedürftige und Angehörige meldeten sich aus allen Teilen des Vogelsbergkrei-ses. Das Spektrum der Anfragen reichte von der Pflegeeinstufung über die Möglichkei-ten, die die Pflegeversicherung bietet bis zur konkreten Organisation der Pflege. Dabei ging es oft darum, herauszufinden, welche Leistungen benötigt werden, wer sie erbringen kann und wie sie finanziert werden. Themen waren auch die Möglichkeiten der pflegegerechten Anpassung der Wohnung, die Entlastung der pflegenden Angehörigen und das betreute Wohnen. In jedem zweiten Beratungsgespräch sei Demenz ein The-ma gewesen, berichten die Beraterinnen.

Um die Pflegelandschaft der Region mit ihren Stärken und Schwächen genau kennen zu lernen, habe man inzwischen fast alle ambulanten und stationären Pflegeeinrichtun-gen besucht und sich über deren Leistungen informiert. In 23 Vorträgen, mit Infoständen bei drei Veranstaltungen und über Informationen der Hausärzte habe man das Beratungsangebot bekannt gemacht. Mit der Unterstützung von Selbsthilfegruppen sowie Nachbarschafts- und Seniorenhilfen sei begonnen worden. Im Vogelsberger Bündnis für Familie arbeite man aktiv mit.

In Hessen sind inzwischen 22 Pflegestützpunkte eingerichtet worden. Die für den Vogelsberger Stützpunkt Verantwortlichen, Axel Russ von der AOK Hessen und Hans Dieter Herget von der Kreisverwaltung sind sich einig: „Nach einem Jahr können wir aus Vogelsberger Sicht von einem gelungenen Projekt sprechen“. Das gelte sowohl für den Nutzen des Stützpunktes für die Bürger, als auch für die gute Zusammenarbeit zwischen den Kranken- und Pflegekassen und dem Vogelsbergkreis als gemeinsame Träger des Beratungsangebotes.

Erreichbar sind die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes unter 06641/977-2091 und 977-2092. Die Mailadresse lautet

pflegestuetzpunkt(at)vogelsbergkreis.de

Informationen gibt es im Internet unter

http://pflegestuetzpunkt.vogelsbergkreis.de