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Dokumentation über Ausbildungstätigkeit im Vogelsbergkreis erstellt

27.03.2000 Von: Vogelsberg Consult GmbH

Vogelsberg Consult dokumentiert beruflichen Einstieg im Vogelsbergkreis:

850 Jugendliche nahmen in 1999 Berufsausbildung auf

Materialsammlung "Übergang Schule-Beruf 1998/99" beziffert erstmals die tatsächliche Ausbildungstätigkeit in der Region

Vogelsbergkreis. Jugendliche in Ausbildung qualifizieren sich zu den Fachkräften von morgen. Als fachlich starke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vogelsberger Unternehmen werden sie ihren Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten. Bisher war jedoch unklar, wieviele Jugendliche im Vogelsbergkreis pro Jahr in eine qualifizierte Berufsausbildung einsteigen.

Mit der Dokumentation "Übergang Schule - Beruf 1998/99" wird nun erstmals ein kreisweiter Überblick über diesen Aspekt der Ausbildungsaktivität im Vogelsbergkreis gegeben. Demnach nahmen im vergangenen Jahr rund 850 Jugendliche eine anerkannte Berufsausbildung im Vogelsbergkreis auf. Ca. 500 weitere Jugendliche haben Bildungsgänge begonnen, die sie für die Aufnahme einer anerkannten Ausbildung qualifizieren. Werden zusätzlich ca. 170 Jugendliche berücksichtigt, die sich im Rahmen der Berufsfachschulen in eine bestimmte berufliche Richtung entwickeln, summiert sich die Zahl jugendlicher Berufseinsteiger und -einsteigerinnen im Vogelsbergkreis auf rund 1.500.

"Damit bewerten wir nicht, ob das Ausbildungsangebot im Vogelsbergkreis quantitativ ausreichend ist", betont Thomas Schaumberg, Geschäftsführer der Vogelsberg Consult - Gesellschaft für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung, in dessen Haus die Dokumentation erstellt worden ist. "Wir konzentrieren uns auf die Anzahl der Jugendlichen, die jeweils in den Jahren 1995 bis 1998 im Vogelsbergkreis eine anerkannte berufliche Ausbildung in privater oder öffentlicher Wirtschaft sowie in den Berufsschulen begonnen haben und geben so erstmals einen Anhaltspunkt zur tatsächlichen jährlichen Ausbildungstätigkeit im Vogelsbergkreis", so Schaumberg weiter.

Die Dokumentation wurde von der Koordinierungsstelle für regionale Arbeitsmarktpolitik (KORA), die bei der Vogelsberg Consult angesiedelt ist, erstellt. Nach den Worten des KORA-Projektleiters Harald Finke zeige das Material ferner, mit welchen Anteilen die Wirtschaftssektoren im Vogelsbergkreis den hiesigen Jugendlichen eine berufliche Perspektive möglich machen. "Wenn ausschließlich der Einstieg in eine anerkannte Berufsausbildung betrachtet wird, zeigt es im Ergebnis, daß Jugendliche, die 1998/99 in eine anerkannte Ausbildung eingestiegen sind, sich auf Industrie/ Handel und den öffentlichen Sektor mit je knapp einem Drittel (31%) gleichmäßig verteilen. Das Handwerk folgt mit mehr als einem Viertel (26%). In den Freien Berufen, Landwirtschaft und Gartenbau begannen ca. 12% der Jugendlichen eine Ausbildung." Würden öffentlicher und privater Sektor gegenübergestellt, liege die Verteilung bei 69% (privat) zu 31% (öffentlich).

Die Verteilung ändere sich deutlich, wenn zusätzlich jene Bildungsgänge berücksichtigt werden, die der Vorbereitung auf die Aufnahme einer Berufsausbildung dienen. Dann qualifizieren sich ca. 57 Prozent der in den Beruf einsteigenden Jugendlichen in Einrichtungen, die von öffentlichen Haushalten getragenen werden (öffentliche Verwaltung, Arbeitsverwaltung sowie die Alten-, Pflege- und Berufsschulen).

Nach dem Blick auf die sektorale Verteilung der erweiterten Bildungstätigkeit zum Berufseinstieg im Vogelsbergkreis folge die Betrachtung des hiesigen betrieblichen Lehrstellenmarktes. Die Arbeitsamtsstatistik zeige, daß mindestens seit 1995 das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen nicht ausreiche, wenn alle Bewerber/ innen in eine betriebliche Ausbildung vermittelt werden sollten. "Im Jahr 1998/99 überstieg die Zahl der Bewerber/ innen die Zahl der Ausbildungsplätze um 381. Dennoch verzeichnete der Vogelsbergkreis zum Ende des Ausbildungsjahres gerade 13 ,unversorgte Jugendliche'". Demnach wichen knapp 370 Jugendliche zu anderen Bildungsangeboten für ihren Berufseinstieg aus, weil ihr Wunschberuf im Unternehmen nicht zu erlernen war.

Dieser Umstand verweist nach Finkes Worten auf eine hohe Flexibilität der Vogelsberger Jugendlichen. Sie nutzten die Bandbreite des privaten und öffentlichen Angebots zum Berufseinstieg im Vogelsbergkreis.

Die Vogelsberg Consult erfülle mit der Dokumentation "Übergang Schule - Beruf 1998/99" die Aufgabe, Information für die Region bereitzustellen, so Schaumberg abschließend. "In diesem Fall bieten wir Ausgangsdaten für diejenigen, die sich mit Berufsbildung im Kreis befassen." Anlässlich der Dokumentation organisiere die Vogelsberg Consult demnächst ein Fachgespräch, das der weiteren Massnahmenplanung zur Ausbildungsförderung im Vogelsbergkreis diene. Die Dokumentation ist vorab bei der Vogelsberg Consult, Tel.: 06641-96460 für einen Kostenbeitrag zu beziehen.

Infos auch über finke@vogelsberg-consult.de