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Landrat Marx: Familienfreundlichkeit ist ein Plus für den Standort Deutschland - Drei Jahre Bündnis für Familie im Vogelsberg - Landrat lobt Vielfalt und Engagement - Neues Arbeitsfeld Information und Kommunikation

20.04.2011 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

 


Landrat Marx: Familienfreundlichkeit ist ein
Plus für den Standort Deutschland

Drei Jahre Bündnis für Familie im Vogelsberg

Landrat lobt Vielfalt und Engagement

Neues Arbeitsfeld Information und Kommunikation

VOGELSBERGKREIS.   20. April 2011.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist kein Randthema. Es gehört in die Mitte der Gesellschaft. Unternehmen und Kommunen sind gefragt, kreative Lösungen im Interesse von Eltern und Kindern aber auch der Wirtschaft zu finden“, sagte Landrat Rudolf Marx auf der jüngsten Tagung der Steuerungsgruppe des Vogelsberger Bündnisses für Familie. Dort wurde auch dessen dritter „Geburtstag“ gewürdigt. Das Bündnis sieht der Familiendezernent als etabliert an. „Ich sehe Vielfalt und ein nachhaltiges Engagement vieler Fachleute und ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger – das ist beispielhaft“, freute sich der Landrat und dankte zugleich für die gezeigte Tatkraft in den mittlerweile fünf Handlungsfeldern. Das Bündnis war im März 2008 in Romrod von rund 100 Menschen überparteilich gegründet worden.

Der Landrat unterstützt die „Gemeinsame Erklärung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland“, mit denen die rund 300 lokalen Bündnisse in diesen Tagen an die Öffentlichkeit heran treten. Dort heißt es unter anderem: „Familien wünschen sich mehr Zeit füreinander. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Es gehe um bedarfsgerechte und für beide Seiten passende Angebote, machte Landrat Marx deutlich.

„Es existiert schon mehr, als manche Menschen wissen“, sagte Marx und verwies auf einen Firmenbesuch des Familienbündnisses beim Unternehmen Betz in Schotten-Eschenrod. Dort habe der dortige Geschäftsführer aufgrund einer Anfrage „fast erstaunt festgestellt“, wie viel seine Firma bereits an Flexibilität und Wertschätzung für Familieninteressen bereit stelle, wie selbstverständlich schon vieles sei. Familienfreundlichkeit habe einen wesentlichen Anteil an jener Attraktivität, die die Wirtschaft brauche, um den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen, hob Marx hervor. Das Thema gehöre in Stadt und Land ganz oben auf die Tagesordnung.

Die Sprecherinnen und Sprecher der Handlungsfelder machten in der Tagung der Steuerungsgruppe auf mehrere Aktionen aufmerksam. So verlaufe die Kampagne „Samstage gegen das Vergessen – Demenz raus aus der Tabuzone“ mit sehr starker Resonanz. Fast 1000 Menschen hätten die bisherigen Veranstaltungen besucht, berichtete Sprecherin Heike Bohl (Handlungsfeld Gesundheit und Pflege). Hessenweit einzigartig sei die Aktion, die die Arbeitsgruppe Ärztliche Versorgung auf dem Uni-Campus in Gießen im Mai vorhabe: dort wollen Ärzte aus heimischen Hausarztpraxen und Krankenhäusern erstmals gemeinsam und auf die gesamte Region bezogen bei Studenten dafür werben, nach ihrem Studium ihre Facharztausbildung im Vogelsberg fortzusetzen und sich gegebenenfalls dann auch hier niederzulassen. Die Arbeitsgruppe Ärztliche Versorgung war auf Initiative des Familienbündnisses entstanden, erläuterte Bohl.

Ingeborg Gutberlet (AG Erziehungsverantwortung stärken) wies auf die Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Kinderschutzbundes in Lauterbach am 13. Mai hin. Das Familienbündnis beteilige sich auch an einer breit angelegten Kampagne gegen häusliche Gewalt mit dem Titel „Rosenstraße 76“, die von der Gleichstellungsbeauftragten der evangelischen Kirche, Magdalena Pitzer, initiiert worden sei.

Silvia Lucas, die gemeinsam mit Melanie Merte vom Mehrgenerationenhaus Romrod das Handlungsfeld Bürgerschaftliches Engagement leitet, berichtete von Planungen für eine Veranstaltung, in der es um Versicherungsfragen für Ehrenamtliche gehen soll. Andrea Ortstadt (Vereinbarkeit Familie und Beruf) wies auf die Durchführung eines weiteren Unternehmens-Wettbewerbs nach den Sommerferien hin.

Bündnis für Familie: fünf Handlungsfelder

Nachdem einige Handlungsfelder zusammengelegt und neu ausgerichtet wurden, gibt es nun fünf Arbeitsbereiche des Bündnisses: Erziehungsverantwortung stärken, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit und Pflege, Bürgerschaftliches Engagement sowie die neue Arbeitsgruppe „Information und Kommunikation“, die von Pressesprecher Erich Ruhl geleitet wird. Geplant sind ein eigenständiger Web-Auftritt sowie ein regelmäßiger Newsletter.

Zur Steuerungsgruppe gehören neben den Sprecherinnen und Sprechern der Handlungsfelder Landrat Rudolf Marx (Familiendezernent), Seniorenbeauftragte Rosemarie Müller, eine Vertreterin der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, Sandra Obenhack (Koordination), Hans Dieter Herget (Moderation, Sprecher des Bündnisses), Werner Köhler (Leiter des Sozialamts), Dagmar Scherer (Leiterin des Jugendamts) und Margit Wagner (Leiterin Entwicklung des ländlichen Raums/Demografie).

Nächste Aktion des Bündnisses zum jährlichen Familientag ist eine Informationsveranstaltung mit der Landesvorsitzenden des Kinderschutzbundes am 13. Mai in Lauterbach.

 

Informationen:

Bündnis für Familie
Koordinatorin Sandra Obenhack

Telefon 06641/977-3404

sandra.obenhack(at)vogelsbergkreis.de