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Landrat Marx: „Die beste Sozialarbeit ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik“ - Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden zu Besuch beim Bauunternehmen Gluck – Konjunkturprogramme hoch wirksam

07.04.2011 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: „Die beste Sozialarbeit
ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik“

Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden zu Besuch beim Bauunternehmen Gluck

 

Konjunkturprogramme hoch wirksam

Aufträge im Umfang von mehr als 21 Millionen Euro
im regionalen Handwerk gelandet

VOGELSBERGKREIS.   7. April 2011.

Die Konjunkturprogramme von Land und Bund zur Abmilderung der Auswirkungen der Bankenkrise waren im Vogelsbergkreis besonders wirksam. Diese Auffassung vertraten Vertreter der Handwerkskammer Wiesbaden, der Kreishandwerkerschaft und des Vogelsbergkreises übereinstimmend anlässlich eines Besuchs beim Bauunternehmen Gluck in Schlitz-Rimbach.

Nahezu 100 Prozent der 27 Millionen Euro im gesamten Kreis sind verausgabt und landeten – sehr zur Freude von Landrat Rudolf Marx – zu 80 Prozent als Bauaufträge im heimischen Handwerk. Das hat in den vergangenen beiden Jahren im Vogelsbergkreis schätzungsweise rund 150 Arbeitsplätze gesichert.

„Die beste Sozialarbeit ist eine gelingende Arbeitsmarktpolitik“, sagte Landrat Marx, der gemeinsam mit der Handwerks-Delegation von den Inhabern des Unternehmens, der Familie Schaub-Gluck, herzlich in Rimbach empfangen wurde. Die Firma Gluck war unter anderem für die Errichtung des Neubaus am Lauterbacher Gymnasiums verantwortlich. Landrat Marx dankte in diesem Zusammenhang auch dem Architekten Erich Lachmann, der bereits bei vielen Kreisprojekten exakte Arbeit abgeliefert habe. Der erfolgreiche Architekt hat übrigens bei der Firma Gluck Maurer gelernt.

Das Familienunternehmen Gluck glänzt mit einer sehr hohen Ausbildungsquote. Dieter Schaub hält es für den sinnvollsten Weg, dem Fachkräftemangel durch eigene Ausbildungsanstrengungen zu begegnen. 140 junge Menschen hat der Betrieb seit seinem Bestehen bereits ausgebildet. Von den 100 Mitarbeitern sind zurzeit 11 Auszubildende, was vom Landrat und den Vertretern der Kammer als exzellent bezeichnet wurde. „Es fehlt leider vielen Unternehmern hier noch an Einsicht“, bedauerte Dieter Schaub.

Anita Schaub-Gluck, Maurermeisterin und Diplom-Ingenieurin, leitet seit dem Tod ihres Vaters August Gluck die Geschicke des expandierenden Familienunternehmens mit einem hoch motivierten Mitarbeiterteam. Sie stellte die regionale Verwurzelung der Firma heraus und unterstützte die These ihres Ehemanns: „Nur Ausbildung sichert Fachkräfte.“ Ingenieurin Alexandra Schaub erläuterte darüber hinaus erfolgreiche Projekte an Schulen in der Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf (Handwerk an Schule).

„Die Bürger sollen wissen, wie kraftvoll solch ein Familienunternehmen mit regionaler Verwurzelung wirkt“, sagte Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, der die Arbeitsmarktpolitik des Vogelsbergkreises und auch die neue flexiblere, regionalbezogene Vergabepraxis des Landes und des Kreises ausdrücklich lobte.

Ein wesentliches Arbeitsfeld fürs Handwerk sei in den nächsten Jahren das Thema „Energieeffizienz in Wohngebäuden“. Das sei ökologisch geboten und ökonomisch sinnvoll. Eine „Delle“ nach den Konjunkturprogrammen fürchtet Repp fürs Handwerk nicht: „Der private Konsum wird nachziehen“, gab sich der Präsident überzeugt.

Für Kreishandwerksmeister Herbert Betz ist klar: „Gute Mitarbeiter sind ein Schatz!“ Es gelte vor allem die jungen Leute in der Region zu halten und die Ausbildungsanstrengungen zu verstärken. Der Landrat stehe „fest an der Seite des Handwerks“, freute sich Betz.

Kreisbeigeordneter Hanns Michael Diening erläuterte, dass durch die Konjunkturprogramme fast die Hälfte des „Investitionsstaus“ im Schulbereich habe abgearbeitet werden können. Gleichzeitig seien viele Arbeitsplätze gesichert worden. Ewald Keil, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, machte auf den großen Anteil Energie einsparender Investitionen auch durch die Sonderprogramme aufmerksam. Die jüngsten Maßnahmen allein sparten jährlich ein Heizöl-Äquivalent von 300.000 Litern ein.

Zu Gast beim Bauunternehmen Gluck in Rimbach – unser Foto zeigt von links:

Kreishandwerksmeister Herbert Betz, Ewald Keil (Leiter des Amtes für Gebäudemanagement Vogelsberg), Erwin Mönnig, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Schuldezernent Hanns-Michael Diening,
Landrat Rudolf Marx, Handwerkskammer-Präsident Klaus Repp, Kammergeschäftsführer Dr. Martin Pott, Anita Schaub-Gluck, Alexandra Schaub, Dieter Schaub, Andreas Schaub und Architekt Erich Lachmann.

Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis