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Nach Bastwald-Brand: Bodenproben unbedenklich

09.03.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Keine Umweltgefährdung

nach Deponie-Brand

ZAV-Verbandsvorsteher Lipphardt gibt

Ergebnisse der chemischen Analysen bekannt

VOGELSBERGKREIS ( ). Bei dem Brand von gepressten Hausmüll-Ballen auf der Deponie Bastwald am 4. März hat die Untersuchung von Bodenproben ergeben, dass alle Werte unterhalb der Nachweisbarkeit bzw. der gesetzlichen Vorsorge-Richtwerte bzw. im Bereich der Hintergrundbelastung liegen. "Eine Gefährdung der Bevölkerung hat zu keiner Zeit bestanden, eine Sanierung des Bodens rund um den Brandherd ist nicht erforderlich." Dies teilt Landrat Hans-Ulrich Lipphardt in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Vogelsbergkreis (ZAV) mit.

Die Feuerwehr hatte bereits während des Brandes Luftmessungen auf brandtypische Gase, wie Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid usw. vorgenommen, deren Werte denen eines Hausbrandes entsprochen hatten.

Auf Veranlassung des ZAV hat die Wartig-Chemieberatung GmbH Lahntal direkt nach dem Brand nun noch Messungen bezüglich brandtypischer Schadstoffe, die mit dem Ruß und durch die Niederschläge in das Erdreich der Umgebung des Brandherdes gelangen konnten, vorgenommen. Ergebnis: Keine nachweisbare bzw. deutlich unter den Vorsorgewerten des Bundesbodenschutzgesetzes liegende Belastung mit polycyclischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Hexachlorbenzol und polychlorierten Biphenylen (PCB). Dioxine und Furane wurden in der unmittelbaren Umgebung des Brandherdes in Konzentrationen gemessen, die im Bereich der Hintergrundkonzentration liegen. Hintergrundkonzentration bedeutet: solche Werte kommen in Industriegesellschaften in breiter Verteilung vor, ohne dass Emissionsquellen jeweils noch im Einzelnen nachweisbar wären.

Die Bodenproben wurden in der am Tag des Brandes vorherrschenden nord-nordöstlichen Windrichtung gezogen, und zwar in vier Radien - 100 Meter, ein Kilometer, zwei Kilometer, drei Kilometer vom Brandherd entfernt. Auf den etwa 200 Meter breiten Radienabschnitten wurden Mischproben, bestehend aus jeweils 20 Einzelproben, entnommen.

Die Werte im Einzelnen: PAK (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) nicht nachweisbar