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LEADER-Projekt Geopark: Projektleiter Kock schlägt Geo-Info-Zentrum in Schotten vor - „Geopark wird nach außen und innen wirken“ – Kommunen von Anfang an einbinden

24.03.2011 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

LEADER-Projekt Geopark: Projektleiter Kock
schlägt Geo-Info-Zentrum in Schotten vor

„Geopark wird nach außen und innen wirken“ –
Kommunen von Anfang an einbinden

VOGELSBERGKREIS.  24. März 2011.

Die Gründung des Geoparks Vulkan Vogelsberg geht weiter voran. Projektleiter Diplom-Ingenieur Lorenz Kock vom Vogelsbergkreis und Diplom-Geologin Sylvia Reyer (e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer) waren am Mittwoch bei Bürgermeisterin Susanne Schaab in Schotten zu Gast. Der Gründungs- und Entwicklungsprozess wird begleitet vom e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer und abraxas unter Leitung von Professor Kunze. Diese haben bereits das Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg erarbeitet und seien mit der Region bereits vertraut, unterstreicht Bürgermeisterin Schaab. In den nächsten Wochen wird das vom Vogelsbergkreis beauftragte Projektteam alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der Vulkanregion aufsuchen, um für eine Mitarbeit am Geopark zu werben.

„Das frühzeitige Einbinden der Gemeinden ist von besonderer Wichtigkeit, um den Geopark von Beginn an in der Region zu verankern“, sagte Sylvia Reyer im Schottener Rathaus. Auftraggeber für das LEADER-Projekt ist der Vogelsbergkreis. Daher werde der Fokus zunächst auf die Vogelsberger Kommunen gelegt, aber auch angrenzende Gemeinden aus den Nachbarkreisen berücksichtigt, die geologisch mit zum Vulkangebiet Vogelsberg zählen. Darauf aufbauend werde sich eine geeignete Organisationsstruktur für den Geopark herauskristallisieren, so Reyer.

Beim Gespräch in Schotten wurde von dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Tourismus und Stadtmarketing, Ralph Koster, die besondere Bedeutung der Stadt herausgestellt, da sie zentral liege und von Schotten viele Ideen für die Entwicklung des Geoparks ausgingen. Die Entwicklung eines Vulkaneums in Schotten könne durch die Entstehung eines Geoparks forciert und auch entsprechend beworben werden. „In Schotten könnte ein Geoportal bzw. ein Geoinformationszentrum entstehen“, schlägt Projektleiter Lorenz Kock vor. In Schotten, am Fuße des Hoherodskopfes befänden sich zahlreiche Geotope, die durch den Geopark aufgewertet und in einen Zusammenhang gebracht werden könnten, ist sich die Geologin Reyer sicher.

Lorenz Kock betonte, dass der Geopark nicht nur der touristischen Vermarktung der Region diene, sondern auch dem Binnenmarketing. „Die Menschen werden sich über die aktive Mitarbeit am Geopark stärker mit dem Vogelsberg identifizieren“, so seine Erwartung. Dies mache die Region attraktiver und wirke Abwanderungstendenzen entgegen. Insoweit sei der Geopark nicht nur ein Tourismus-, sondern auch Demografieprojekt. „Die Chance besteht darin, den Geopark als Motor der Regionalentwicklung zu sehen“, so Sylvia Reyer, die schon seit zehn Jahren den „Nationalen GeoPark Thüringen Inselsberg-Drei Gleichen“ wissenschaftlich begleitet.

Zum Thema „Vulkanismus und Leben“ des Entwicklungskonzeptes Vulkan Vogelsberg seien in Schotten über die vulkanische Vergangenheit hinaus zahlreiche Potentiale in Schotten vorhanden, hob Bürgermeisterin Schaab hervor. Vom Stausee bis zum Hoherodskopf habe die Stadt etliches zu bieten. „Auch die kulturellen und sportlichen Veranstaltungen können sich in der Region sehen lassen“, sagte Schaab. Schotten werde die Entwicklung zum Geopark selbstverständlich tatkräftig unterstützen.

 

Beratung zum Geopark in Schotten – unser Foto zeigt von links Nancy Allmrodt und Sylvia Reyer (Geologinnen aus dem Büro e.t.a.), Ralph Koster, Marketingchef Schotten, Bürgermeisterin Susanne Schaab und Projektleiter Lorenz Kock (Kreisverwaltung Vogelsberg).
Foto: Vogelsbergkreis


HINTERGRUND:

Vogelsberg – Hessens Vulkan

Der Vogelsberg – das ist das größte Vulkanmassiv auf dem europäischen Festland. Das Basaltmassiv des Vogelsbergs erstreckt sich über 2400 Quadratkilometer – das sind über elf Prozent der hessischen Landesfläche – und berührt sechs Landkreise in drei Regierungsbezirken: Vogelsberg, Wetterau, Gießen, Main-Kinzig, Fulda und Marburg. Jetzt will die Region Geopark werden. 100.000 Besucher jährlich anzulocken, ist aus Sicht der Experten nicht unrealistisch. Berechnungen des Professors für Regionalentwicklung, Dr. Kunze, haben ergeben, dass eine zusätzliche Wertschöpfung von drei Millionen Euro pro Jahr möglich wäre.

Informationen:

www.vogelsberg-touristik.de
www.vulkan-vogelsberg.de
www.dvg-vb.de
(Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Sektion Vogelsberg)
www.naturpark-hoher-vogelsberg.de