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Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx dankt der Feuerwehr für Brandbekämpfung auf Bastwald-Deponie

02.03.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsbergkreis

Rudolf Marx dankt für den professionellen

Einsatz der Feuerwehrleute am Bastwald

ZAV und Feuerwehr weisen Kritik der Grünen scharf zurück - "Panikmache ist verantwortungslos" - Konsequenzen gezogen

VOGELSBERGKREIS ( ). In scharfer Form weisen Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx, der sich sofort nach Rückkunft aus seinem Urlaub vor Ort ein Bild des Geschehens gemacht hatte, ZAV-Geschäftsführer Klaus Langohr und Kreisbrandinspektor Werner Rinke die Kritik von Bündnis 90/Die Grünen zurück, die Feuerwehr habe unprofessionell gehandelt, die Arbeiten seien nicht richtig koordniert und die Bevölkerung bewusst Gesundheitsgefahren ausgesetzt worden. Rudolf Marx macht deutlich, dass vielmehr dem "professionellen, koordinierten und engagierten Einsatz der Feuerwehrkameraden Lob und Dank auszusprechen ist". Etwa 150 Feuerwehrmänner und -frauen aus Schwalmtal und Alsfeld waren über 36 Stunden im Einsatz.

Marx, Langohr und Rinke halten die "Panikmache gegenüber der Bevölkerung" für verantwortungslos. Eine korrekte technische und wissenschaftliche Aufarbeitung des Geschehens mit den "natürlich notwendigen Konsequenzen" sei notwendig und erfolge bereits. Die bewusste Verängstigung der Menschen in der Region rund um den Bastwald sei "kein Beitrag zur Sammlung neuer Erkenntnisse", betonte Werner Rinke.

ZAV-Geschäftsführer Langohr erläuterte, alle Proben auf Luftverunreinigung seien bei der Feuerwehr dokumentiert und zusätzlich habe er die Untersuchung des Bodens auf Dioxin veranlasst. Auch das Löschwasser werde selbstverständlich untersucht, was im Übrigen während des gesamten Einsatzes nicht in die normale Kanalisation geflossen ist. Langohr lobte die schnelle Verfügbarkeit der Feuerwehr und die technische Unterstützung der Firma Schad und der technischen Mitarbeiter des ZAV, die mit Baggern die Ballen auseinandergefahren hatte.

Während des gesamten Brandes seien Messungen in der Rauchwolke und im Umkreis von 1000 Metern vorgenommen worden. "Wir haben so etwas nicht zum ersten Mal gemacht und wissen, wann die Bevölkerung gewarnt werden muss", unterstreicht der Kreisbrandinspektor. Scharf zurück weist Werner Rinke den Vorwurf, die Einsatzleitung habe die Feuerwehrleute vermeidbaren Risiken ausgesetzt. "Die Kameraden haben mit umluft-unabhängigem Atemschutz gearbeitet. Es sind allein fast 250 Sauerstoff-Flaschen und weitere 90 Filter im Einsatz verbraucht worden", erläutert der oberste Feuerwehrchef im Kreis. Auch die fünf Fahrer der Laderaupen und der Bagger hätten mit Atemschutz gearbeitet.

Aus Sicht des ZAV ist es die wichtigste Konsequenz, dass diese Art von Zwischenlagerung offenkundig "nicht funktioniere". Daher werde der ZAV keine Lagerung der mechanisch-biologisch vorbehandelten Müllballen mehr auf der Deponie Bastwald zulassen. Die Ballen müssten immer sofort zur thermischen Verwertung weiter transportiert werden. Wenn dies wegen möglicher Stillstandszeiten in den Kraftwerken nicht möglich sein sollte, dann müsste dieser vorbehandelte Müll in nicht gepresster Form auf der normalen Deponie abgelagert werden. Damit sei dann das Risiko der Selbstentzündung ausgeschlossen.