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Entlastung für pflegende Angehörige - Rosemarie Müller: Alsfelder Seniorengarten ist ein wichtiger Baustein im Versorgungsnetz der Altenhilfe

23.11.2010 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Entlastung für pflegende Angehörige

Rosemarie Müller: Alsfelder Seniorengarten ist ein
wichtiger Baustein im Versorgungsnetz der Altenhilfe

VOGELSBERGKREIS.  23. November 2010.

Einen demenzkranken Menschen rund um die Uhr zu pflegen, kostet viel Kraft. Das weiß die Seniorenbeauftragte des Vogelsbergkreises Rosemarie Müller aus eigener Erfahrung. Bei ihrem Besuch am Mittwoch im Seniorengarten des Rambachhauses in Alsfeld betonte sie deswegen auch den hohen Stellenwert eines umfassenden Versorgungsnetzes in der Altenhilfe und appelliert an pflegende Angehörige, Hilfe in der Pflege rechtzeitig zuzulassen, um Überforderung erst gar nicht entstehen zu lassen. Begleitet wurde Müller von der Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familie im Vogelsbergkreis Sandra Obenhack und Heike Bohl, der Sprecherin des Bündnisarbeitskreises Gesundheit und Pflege.

Der Seniorengarten ist ein Angebot der Demenzbetreuung der Ambulanten Dienste des Rambachhauses. Die Räume in der Landgraf-Hermann-Straße 17 sind voller Leben. An bunt gedeckten Tischen trinken die Senioren Kaffee und unterhalten sich lebhaft. Jeder Stuhl ist besetzt. Es ist Mittwoch, da ist die Gründchen-Gruppe im Haus, informiert die stellvertretende Pflegedienstleiterin Heike Pohl die Gäste aus der Kreisverwaltung. „Wir kommen mittwochs immer sehr gern hierher,“ berichtet ein Mann aus Grebenau, der seine an Alzheimer erkrankte Frau begleitet. Es ist eine willkommene Abwechslung in unserem Alltag. Wir genießen die Gespräche am Tisch, das gemeinsame Kochen und Backen, die Spaziergänge, das Basteln oder das Spielen. „Wir sind im Seniorengarten sehr gut betreut und fühlen uns wohl.“

Die Demenzbetreuung spielt in der Pflege eine immer größere Rolle. Sie bietet eine wertvolle Ergänzung zur häuslichen Pflege und damit eine Alternative zur stationären Pflegeeinrichtung. Menschen, die an einer demenziellen Erkrankung leiden, werden hier professionell und liebevoll versorgt. Sie erfahren soziale Kontakte und sind in eine Gemeinschaft eingebunden. Pflegende Angehörige werden entlastet und können wieder Kraft schöpfen oder die so gewonnene freie Zeit nutzen, eigenen Verpflichtungen nachzugehen.

Seniorenbeauftragte Rosemarie Müller weist darauf hin, dass die Pflegekassen auf Antrag Zuzahlungen für die Tagespflege leisten und zwar unabhängig von der Pflegestufe. Geprüft werden sollte auch, ob zur Finanzierung der Demenzbetreuung gegebenenfalls ein Antrag auf Hilfe zur Pflege nach dem XII. Sozialgesetzbuch gestellt werden kann.

Der Seniorengarten ist montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf gibt es bei Bedarf das Angebot einer flexiblen Zeitgestaltung. Für Fragen, Probleme und Anregungen hat das Mitarbeiterteam der ambulanten Pflege des Rambachhauses feste Sprechzeiten eingerichtet und zwar von 8.00 bis 9.00 Uhr an den Betreuungstagen.

Wer das Angebot des Seniorengartens kennen lernen möchte, kann sich zu einem kostenlosen Schnuppertag anmelden.

Die Kreis-Seniorenbeauftragte und die Bündnis-Koordinatorin freuen sich über die gute Stimmung in der Kaffeerunde. Das selbstgebastelte Schweinchen des Seniorengartens wurde von der Seniorenbeauftragten „gefüttert“, um die Anschaffung von neuen Gesellschaftsspielen für den Seniorengarten zu unterstützen. Unser Foto zeigt von links: Sandra Krauß, Heike Pohl und Claudia Diehl vom Pflegeteam der Ambulanten Dienste Raumbach-Haus, Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller, Sandra Obenhack und Edeltraut Dettmar von den Grünen Damen.
Foto: Vogelsbergkreis