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„Die Talente der Arbeitsuchenden heraus finden und gezielt fördern“ - Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller besuchte „Perspektive Centrum“ der Kommunalen Vermittlungsagentur

27.08.2010 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Die Talente der Arbeitsuchenden
heraus finden und gezielt fördern“

Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller besuchte „Perspektive Centrum“ der Kommunalen Vermittlungsagentur

VOGELSBERGKREIS.   27. August 2010.

„Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen Qualifikationen und Eigenschaften mit, die die Unternehmen sehr gut gebrauchen können.“ Diese Auffassung vertrat die Seniorenbeauftragte des Kreises, Rosemarie Müller, bei einem Besuch des Perspektive Centrums in der Lauterbacher Lindenstraße. Dort wird ein Teil der Arbeitsuchenden aus dem Bereich „50-plus“ gezielt beraten und gefördert. Die Kreisbeigeordnete hält dieses Programm für „sehr nützlich für die Betroffenen, wirksam für unseren Sozialhaushalt und effektiv in der Arbeitsmarktpolitik“. Bereichsleiter Hans-Ulrich Merle konnte von über 280 bereits vermittelten Personen, die älter als 50 Jahre sind, berichten.

Merle erläuterte die erfolgreiche Zusammenarbeit von fünf hessischen Landkreisen zum Wohle der Betroffenen und der Wirtschaft. Der Arbeitsmarktexperte wörtlich: „Der Fachkräftemangel ist längst in den Unternehmen angekommen.“ In einem „Beschäftigungspakt“ kooperieren der Vogelsbergkreis, der Landkreis Fulda, der Odenwaldkreis, der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und der Main-Taunus-Kreis. Das Sonderprogramm des Bundes mit dem Namen „Perspektive 50-plus“ laufe „hervorragend“, die Zusammenarbeit, vor allem mit dem Nachbarlandkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg sei „perfekt“.

Das Programm „Perspektive 50plus“ unterstützt die Wiedereingliederung durch
praxisorientierte Qualifizierung und individuelle Förderung arbeitsuchender Menschen – immer abgestimmt auf den Einzelfall. Das ist der Grund, warum der Kreis – extra für diesen Personenkreis – in den ehemaligen Büroräumen der Baufirma Ruhl das „Perspektive Centrum“ eingerichtet hat. Dort werden von den Fachleuten der KVA in siebenwöchigen Kursen jeweils 15 Arbeitsuchende gezielt und sofort gefördert. Beispielsweise unterstützen die stets präsenten Ansprechpartner der KVA die Klienten bei der Stellenrecherche aber auch konsequent beim – manchmal erstmaligen Auffinden – persönlicher Stärken und Talente. Hochwertige PC-Arbeitsplätze stehen zur Verfügung, die die Klienten der KVA von Montag bis Donnerstag einen ganzen Arbeitstag lang nutzen. Das Modell dieses „Sofortangebots“ stammt aus den Niederlanden und wird vom Vogelsbergkreis bereits seit drei Jahren im Bereich der jüngeren Arbeitssuchenden erfolgreich praktiziert.

Die Perspektive-Mitarbeiter Karin Heyde-Stewart und Stephan Schneeberger wiesen darauf hin, dass die Erfahrungen der Betroffenen in der Gruppe von außerordentlich hohem Wert seien. Denn dort könnten nach und nach Ängste abgebaut werden – „auf einmal trauen sich die Menschen wieder mehr zu, spüren ihre Selbstwirksamkeit, ihre Motivation“, erläuterte Karin Heyde-Stewart. Dieses „Mehr“ an Selbstwertgefühl könne sich bei Bewerbungen und Vermittlungen in den Arbeitsmarkt nur positiv auswirken, bestätigte ihr Kollege Stephan Schneeberger, einer der Teamleiter im Bereich 50-plus. Der Arbeitgeberservice der KVA halte engen Kontakt zum Perspektive Centrum, „damit draußen im Gespräch mit dem Unternehmer das Gesicht des Klienten schon gut bekannt ist“, fügte Bereichsleiter Merle an.

Das vom Bundesarbeitsministerium als Sonderprogramm aufgelegte Projekt „Perspektive 50-plus“ sollte aus Sicht der CDU-Kreispolitikern „auf jeden Fall fortgeführt werden“, weil es sich offensichtlich in der Praxis bewähre. Die wesentliche Auswirkung des Sonderprogramms ist eine deutlich höhere Betreuungsquote für die Betroffenen – „die Erfolge sprechen für sich“, so Hans-Ulrich Merle.

 

Kreisbeigeordnete Rosemarie Müller (links)
ließ sich von den Fachleuten der KVA die besonderen Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Arbeitsuchende erläutern.
Auf dem Foto von links: Karin Heyde-Stewart, Maßnahmenplaner Hans-Ulrich Merle und Stephan Schneeberger.
Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis