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Kultusministerin Henzler will für den Vogelsberg eine Ausnahme machen - Schuldezernent Diening freut sich über Reaktion aus Wiesbaden

23.06.2010 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Kultusministerin Henzler will für den
Vogelsberg eine Ausnahme machen

Schuldezernent Diening freut sich über Reaktion aus Wiesbaden

VOGELSBERGKREIS.    23. Juni 2010.

Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) ist bereit, zur Verfügung gestellte Lehrerplanstellen so auf den Vogelsbergkreis anzupassen, dass dieser eher in der Lage ist, an weiteren Schulen Angebote mit pädagogischer Mittagsbetreuung zu machen. „Ich bin bereit, im Vogelsbergkreis eine Ausnahme zuzulassen“, schreibt die Ministerin an den Vogelsberger Schuldezernenten Hanns Michael Diening (FDP), der sich vor Kurzem direkt nach Wiesbaden gewandt hatte. Dienings Forderung: Der ländliche Raum darf bei den Möglichkeiten auf dem Weg zu Ganztagsangeboten im Interesse der hier lebenden Familien im Vergleich zu den Metropolen nicht benachteiligt werden.

Henzler bedankt sich in einem Schreiben an Kreisbeigeordneten Diening für die „Anregung zum Überdenken des Verteilungsschlüssels unter den Bedingungen eines Flächenkreises“. Die Vogelsberger Vorschläge sollen in die neue Richtlinien für ganztägig arbeitende Schulen einbezogen werden, für die das Ministerium im Dezember vergangenen Jahres eine Arbeitsgruppe einberufen hatte, schreibt die Ministerin. Hanns Michael Diening freut sich sehr darüber und bewertet dies als einen „außergewöhnlich klaren Erfolg, der Interessenlage des ländlichen Raumes mehr Geltung zu verschaffen“.

Diening unterstützt ausdrücklich das Ziel der Landesregierung, bis 2013 verstärkt die Schaffung von Ganztagsschulen zu ermöglichen und ein wohnortnahes Angebot zu schaffen. Die Landesregierung beabsichtigte zunächst, dem Vogelsbergkreis für die kommenden drei Jahre pro Jahr zwei zusätzliche Lehrerstellen zuzuweisen, um das Angebot an Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung zu verwirklichen. Dies hält Hanns Michael Diening für unzureichend. Mit den angebotenen zwei zusätzlichen Stellen würde es mindestens zehn Jahre dauern, bis die Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung Wirklichkeit werden könnten.

Jetzt rechnet Diening mit einer besseren Möglichkeit, die Lehrerstellen den Schulen zuzuordnen, auch wenn die Schülerfrequenz der beantragenden Schule „eigentlich“ nicht erreicht ist. Die in Aussicht gestellte neue „Berechnungsgrundlage“ sei ein „Durchbruch“.