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Marx: „Die Region legt sich für ihre Vogelsbergbahn ins Zeug“ - ZOV-Verkehrsdezernent hocherfreut: „Alle Anrainerkommunen machen mit“ – Hohes Tempo bei der Modernisierung

02.06.2010 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Die Region legt sich für
ihre Vogelsbergbahn ins Zeug“

ZOV-Verkehrsdezernent hocherfreut:
„Alle Anrainerkommunen machen mit

Hohes Tempo bei der Modernisierung

VOGELSBERGKREIS.   2. Juni 2010.

„Für die Modernisierung der Vogelsbergbahn drückt der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) aufs Tempo – und die Anrainerkommunen der Strecke legen sich für ihre Vogelsbergbahn ins Zeug.“ Hocherfreut teilt der Verkehrsdezernent des ZOV, Vogelsberg-Landrat Rudolf Marx, einen wichtigen „Durchbruch“ mit: alle Verträge mit den Anrainerkommunen sind unter Dach und Fach. Dies betreffe Buseck, Reiskirchen und Grünberg im Landkreis Gießen und die Kommunen Mücke, Gemünden, Romrod, Alsfeld, Schwalmtal, Lauterbach und Wartenberg im Vogelsbergkreis.

Möglich werde jetzt eine Millioneninvestition, maßgeblich finanziert aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Aber die Region muss ko-finanzieren. Und das tut sie nun auch: Über 550.000 Euro steuern die zehn Kommunen an der Strecke im Bereich Vogelsberg/Gießen bei. Diese beiden Landkreise legen dann noch über 260.000 Euro aus originären Mitteln dazu.

Bereits im Sommer beginnen die ersten Maßnahmen, mit den Bahnübergängen soll es im September losgehen. Ziel des 25-Millionen-Projekts: Die Vogelsbergbahn soll statt 90 km/h dann maximal 120 km/h fahren können mit dem Ziel, die Fahrtzeit zwischen Fulda und Gießen – 106 Kilometer – und um einen durchgängigen Stundentakt auf der Gesamtstrecke anbieten zu können. „Das ist eine erhebliche Attraktivitätssteigerung – für unser Rückgrat des ÖPNV, aber auch für die gesamte Region“, sagt ZOV-Verkehrsdezernent Marx. Und: „So sicher war der Fortbestand der Vogelsbergbahn noch nie.“ Bereits Ende 2011 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Das ZOV-Verkehrsdezernat handelt im Auftrag der beiden Landkreise Vogelsberg und Gießen, erläutert Marx. Der ZOV ist für die Deutsche Bahn (DB Netz AG) der Ansprechpartner für den Streckenabschnitt von Großen-Buseck bis Angersbach. Für das Gelingen des großen Projekts war es notwendig, die Kommunen „mitzunehmen“, sie von der regionalen und örtlichen Wichtigkeit der Modernisierung zu überzeugen. Hierfür habe sich Marx gemeinsam mit Matthias Weitzel – der Bürgermeister von Mücke ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr (AGNV) für die Vogelsbergbahn und damit Sprecher der Anrainergemeinden – in vielen Gesprächen stark gemacht. Marx dankt Weitzel sowie den Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel und Manfred Görig und VGO-Geschäftsführer Armin Klein für die „unterstützende Überzeugungsarbeit“.

Die Beiträge der Kommunen für das Modernisierungsprojekt bezeichnet Rudolf Marx als „erheblich“. Als Beispiele nennt der Verkehrsdezernent die Stadt Reiskirchen, die allein 245.000 Euro beisteuere. „Regionalpolitisch hoch verantwortungsvoll“ nennt Marx auch die Zusage Schwalmtals, das 62.000 Euro beisteuert – obwohl in dem neuen Konzept die Bahnstation in Renzendorf aufgegeben werden wird. Dies soll aber für die Bürger keine negativen Auswirkungen haben. Als attraktiven Ersatz werden Zubringerverkehre zu den nächstgelegenen Bahnhöfen sowie in die jeweiligen Innenstädte eingerichtet. Die Planungen hierzu laufen bereits, unter Beteiligung von Vertretern der jeweiligen Kommune und auf Basis einer Befragung der Bevölkerung.