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Dringende Hygieneempfehlungen des Gesundheitsamts zu Noroviren Der Durchfallerreger ist wieder auf dem Vormarsch – Besondere Umsicht in Krankenhäusern und Altenheimen

07.01.2010 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Dringende Hygieneempfehlungen
des Gesundheitsamts zu Noroviren

Der Durchfallerreger ist wieder auf dem Vormarsch – Besondere Umsicht in Krankenhäuser und Altenheimen

VOGELSBERGKREIS.   7. Januar 2010.

Wie üblich im Winter und Frühling, treten auch derzeit wieder vermehrt Infektionen mit Noroviren auf. Renate Meudt, die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes des Vogelsbergkreises, weist besonders auf die Gefährdung kranker und älterer Menschen in Krankenhäusern und Altenheimen hin. Wer selbst an Durchfall und/oder Erbrechen leidet, sollte keineswegs Patienten in Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Besuche bei Kranken mit Noroviren sollten soweit wie möglich eingeschränkt werden.

Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern und Altenheimen beinhalten Schutzkittel, Mundschutz und Händedesinfektion sowie evtl. die Sperrung von Stationen für Besucher. Wenn der Besuch eines Kranken mit Noroviren auf Station gestattet wird, darf der Besucher danach keinesfalls andere Patienten, Gemeinschaftsräume oder die Cafeteria aufsuchen.

Die Viren werden über den Stuhlgang bzw. über Erbrochenes ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über die sogenannte fäkal-orale Schmierinfektion. Dabei reicht die winzige Menge von zehn Viren bereits aus, die beispielsweise nach dem Kontakt mit einem beschmutzten Türgriff von der Hand in den Mund gebracht werden. Schon nach wenigen Stunden, spätestens aber zwei Tage nach der Infektion, können die Noroviren starke Übelkeit, schwallartiges Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfälle und/oder Kreislaufbeschwerden verursachen. Fieber kommt selten vor.

Nach ein bis drei Tagen sind die Beschwerden üblicherweise wieder abgeklungen. Gefahren bestehen besonders für kleine Kinder und alte Menschen, wenn durch Erbrechen und Durchfall zuviel Flüssigkeit verloren wird.

Berufstätige sollten während der Erkrankung nicht zur Arbeit, Kinder nicht zur Schule oder in den Kindergarten gehen, um Ansteckungen anderer Menschen zu vermeiden. Zusätzlich muss mindestens noch zwei Wochen lang, so lange die Viren ausgeschieden werden, auf eine besonders sorgfältige Toiletten- und Händehygiene geachtet werden. Wie die Erfahrung zeigt, lassen sich Noroviren-Erkrankungen mit den empfohlenen Hygienemaßnahmen am besten eindämmen.