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Marx: Energiesparen ist ein wichtiges Zukunftsthema in unseren Dörfern -Landrat überreichte Förderbescheide an Bernhard Ziegler, Susanne Schaab-Madeisky und Dr. Birgit Richtberg

22.12.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: Energiesparen ist ein wichtiges Zukunftsthema in unseren Dörfern

Landrat überreichte Förderbescheide an Bernhard Ziegler,
Susanne Schaab-Madeisky und Dr. Birgit Richtberg

VOGELSBERGKREIS.  22. Dezember 2009.

Die Dorferneuerungsbehörde in der Vogelsberger Kreisverwaltung hat auch die CO2-Bilanz im Blick. Eschenrod, Stockhausen, Schadges und Strebendorf sind in der Dorferneuerung (DE). Jetzt haben sie noch eine weitere Gemeinsamkeit: sie sind jetzt auch „Energie-Effizienz-Dörfer“. Mit einer zusätzlichen DE-Komponente ist nun auch die Förderung von Energiespar-Maßnahmen im Ortskern möglich. Landrat Rudolf Marx konnte kurz vor dem Fest sozusagen als „zusätzliches Weihnachtsgeschenk“ im Kreishaus drei Bewilligungsbescheide für die „Energieeffiziente Dorferneuerung“ in Schotten, Herbstein und Romrod überreichen.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky und Bürgermeister Bernhard Ziegler nahmen die Bescheide entgegen, die ein Volumen von insgesamt 52.000 Euro haben. Landrat Marx lobte erneut die „verlässlich kreative Arbeit meiner Dorferneuerungsbehörde“. Die neuen möglichen Maßnahmen fürs Energiesparen und für den Klimaschutz sicherten zugleich die hohe Lebensqualität in den Dörfern.

Mit diesem Geld sollen für die privaten Haushalte die Voraussetzungen für energetische Baumaßnahmen erarbeitet werden und zugleich eine CO2-Bilanz der teilnehmenden Dörfer erstellt werden. Kern des Projektes ist zum einen die CO2-Bilanzierung der teilnehmenden Dörfer und zum anderen die Erarbeitung eines Maßnahmenpaketes für jeden der teilnehmenden Haushalte, so Landrat Marx in der Gesprächsrunde mit den Bürgermeisterinnen und dem Bürgermeister.

Zielsetzung sei es, wesentliche Aspekte zur Energieeinsparung in den teilnehmenden Dörfern zu erarbeiten. So stelle der Energieverbrauch der Ein- und Zweifamilienhäuser bereits jetzt eine hohe monatliche Belastung für die Haushalte dar, führte Landrat Marx weiter aus und erinnerte an Kosten von bis zu einem Euro, die für den Liter Heizöl im letzten Jahr gezahlt werden mussten.

Die Schottener Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky betonte, dass sie das Projekt in Fortführung des bereits eingeschlagenen Schottener Weges sehe, mit Hilfe eines Bündels energetisch sinnvoller Maßnahmen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Projekt diene auch dazu, das Wohnen gerade in den Ortskernen attraktiv zu erhalten.

Dr. Birgit Richtberg erhofft sich Impulse für alle Stadtteile in Romrod – und rief zugleich ihre Bürgerschaft dazu auf, sich aktiv an dem neuen Projekt zu beteiligen. Es zeige sich, das Individualismus allein nicht glücklich mache. „Wir müssen wieder lernen, gemeinsam etwas zu tun.“

Bernhard Ziegler freute sich über die „Doppeldorf-Förderung“ für Stockhausen und Schadges und meinte: „Ein gewisser Wettbewerb der hier am Tisch sitzenden Energiedörfer kann sehr hilfreich sein in dem gewünschten Prozess.“ Der Herbsteiner Rathauschef gab seiner Romröder Kollegin Recht: „Es geht darum, dass die Bürgerinnen und Bürger spüren, dass sie mitentscheiden sollen, was für sie gut ist.“

„Gute Grundlage für eine fachgerechte Sanierung“

Es handele sich um die einmalige Chance für die Haushalte in den teilnehmenden Dörfern, kostenfrei zu fundierten energetischen Aussagen zu gelangen. Genau hier setzen die Förderprogramme des Bundes und des Landes und in den anerkannten Dorfkernbereichen die Möglichkeiten des bewährten Dorferneuerungsprogramms zur umfassenden und fachgerechten Sanierung von erhaltenswerter Bausubstanz in den Ortskernen an, führte Margit Wagner, Chefin des Sachgebiets Dorferneuerung und Regionalentwicklung, aus. 

Auf der Basis des Fragebogens der Hessischen Energiesparaktion wird zunächst in den genannten Dorferneuerungsschwerpunkten eine Bilanzierung der CO2 Emissionen für jedes Dorf durchgeführt. Dies erfolgt unter aktiver Beteiligung der Bürger. Vor Start und Durchführung der Fragebogenaktion werden Ortsvorsteher und weitere Ehrenamtliche fachlich für die Erfassung der Ausgangsdaten in den Haushalten geschult.

Während der Projektlaufzeit von vier Jahren soll eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen und Workshops stattfinden, um die Bürger weiter zu sensibilisieren und ggf. weitere Projekte, wie gemeinsame Ausschreibungen und Bestellaktionen für energieeffiziente Haushaltsgeräte usw. durchzuführen erläuterte Projektleiter Diplom-Ingenieur Lorenz Kock. Zum Ende des Projektes werde erneut eine CO2-Bilanzierung durchgeführt, um den Erfolg messbar zu machen, so Kock. Im Rahmen des Bundesprojektes Bioenergieregion Mittelhessen (wir berichteten) werde das Vorhaben auf Übertragbarkeit geprüft.

Projektleitung und Ansprechpartner: Lorenz Kock, Telefon 06641/662-128,  lorenz.kock(at)vogelsbergkreis.de

 

Hauseigentümer in den Dorfkernen von Eschenrod, Stockhausen, Schadges und Strebendorf erhalten bald mehr Möglichkeiten, Energie zu sparen. Der Landrat übergab kurz vor Weihnachten die Förderbescheide.

Das Foto zeigt von links: Diplom-Ingenieur Lorenz Kock, Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg, Margit Wagner, Leiterin der Dorferneuerungsbehörde in der Kreisverwaltung, Landrat Rudolf Marx, Bürgermeister Bernhard Ziegler und Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky.

Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis