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Landrat Marx: Konjunktprogramm bringt die Effekte, die wir alle erhofft haben - 88 Prozent der Aufträge landen beim heimischen Handwerk - Neue Vergabe-Möglichkeiten gut genutzt

09.09.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Konjunkturprogramm: 88 Prozent der
Aufträge landen beim heimischen Handwerk

Landrat Marx erfreut über die Effekte
der neuen Vergabe-Möglichkeiten –
Bereits 40 Prozent aller Aufträge vergeben

VOGELSBERGKREIS.     9. September 2009.

Der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx (CDU) ist sehr erfreut über die Effekte der Sonderinvestitionsprogramme von Bund und Land. „Das Ganze wirkt sich spürbar auf dem heimischen Arbeitsmarkt aus – so wie wir uns das gewünscht haben“, freut sich Marx, und nennt eine beeindruckende Zahl: 88 Prozent der bisherigen Auftragsvergaben in einem Umfang von knapp sechs Millionen Euro seien bei regionalen Unternehmen angekommen. Dies hänge auch mit den „vom Vogelsbergkreis offensiv genutzten Möglichkeiten der freihändigen Vergabe“ zusammen, so Marx.

Fast 40 Prozent der bewilligten Beträge seien mit Stand Anfang September bereits vergeben – 6,7 Millionen Euro, etwa je zur Hälfte aus dem Landes- bzw. dem Bundesprogramm. Eine weitere Million Euro sei in Vorbereitung, so der Landrat. Die Programme betreffen die Jahres 2009 und 2010. Und bereits Ende diesen Jahres werde die Hälfte des Gesamtvolumens als Aufträge vergeben sein. Von den Pauschalmitteln für Ausstattungsverbesserungen in den Schulen – über 5,5 Millionen Euro – seien ebenfalls 40 Prozent bereits als Aufträge vergeben.

Vergabepraxis: 99 Prozent freihändige Vergaben und
beschränkte Ausschreibungen – 88 Prozent aller Aufträge
landen beim regionalen Handwerk

„Der Vogelsbergkreis nutzt die größeren Spielräume bei der freihändigen Vergabe“, unterstreicht Landrat Marx. Bei den seit Jahresbeginn bereits erfolgten über 90 Vergaben im Bereich der Sonderinvestitionsprogramme (SIP) wurde in rund 60 Prozent der Fälle auf die freihändige Vergabe gesetzt, 39 Prozent der Aufträge wurden beschränkt ausgeschrieben und nur ein Prozent erfolgte durch eine breit angelegte öffentliche Ausschreibung. Dabei landeten fast 90 Prozent der Aufträge beim heimischen Handwerk.

„Der Vogelsbergkreis hat bereits seit 2006 eine eigene flexiblere Vergaberichtlinie. Ziel ist seit jeher, die bessere regionale Berücksichtigung von Bietern“, macht Landrat Marx in einer Presseerklärung deutlich. Der Vergabebeschleunigungserlass 2009 haben allerdings den Handlungsspielraum „nochmals erheblich erweitert“ (100.000-Euro-Freigrenze für freihändige Vergaben). Der Vogelsbergkreis ergänze bei allen freihändigen Vergaben im Wettbewerb den regionalen Bieterkreis nur um einen einzigen weiteren überregionalen Bieter (geregelt in der Vergaberichtlinie des Vogelsbergkreises). Dies erhöhe die Chancen fürs heimische Handwerk deutlich, was sich jetzt eindrucksvoll erwiesen habe.

Vom Gesamtinvestitionsvolumen von zurzeit 6,6 Millionen Euro verbleibt ein Auftragsvolumen in der Region Vogelsberg bzw. im sehr nahen Umland in Höhe von 5,8 Millionen Euro. Dies entspricht 88 Prozent aller bisher im Rahmen des SIP beauftragten Bauleistungen des Vogelsbergkreises. Dies sei eindeutig auf die Änderung des Vergabebeschleunigungserlasses zurückzuführen. „Damit treten genau die erwünschten binnenwirtschaftlichen Arbeitsmarkteffekte ein, die durch die Konjunkturprogramme ausgelöst werden sollten“, sagt Landrat Marx. Er gehe davon aus, dass dies auch in den kommenden Monaten einschließlich 2010 so bleiben werde.