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Landrat Marx: „Das Konjunkturprogramm wirkt“ – Bereits in zwei Wochen Start des Neubaus des Lauterbacher Gymnasiums – 6,8-Millionen-Euro-Projekt - Abriss der Sporthalle läuft

28.05.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Die Sporthalle des Humboldt-
Gymnasiums ist Geschichte

Marx: „Das Konjunkturprogramm wirkt“ – Bereits in zwei
Wochen Start des Neubaus – 6,8-Millionen-Euro-Projekt

VOGELSBERGKREIS.   28. Mai 2009.

„Das Konjunkturprogramm wirkt – jetzt beginnt das 6,8-Millionen-Euro-Projekt“, sagte Landrat Rudolf Marx zu Schulleiterin Gitta Holloch, als der Bagger begann, die erste Wand der seitherigen Schulturnhalle am Goldhelg einzureißen. Die Turnhalle muss weichen, weil an gleicher Stelle ein neuer Trakt für 21 Klassen entstehen soll. Der Kreis baut das neue Gebäude – übrigens in Passivhaus-Standard -, damit nach der Fertigstellung sämtliche Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums an einem einzigen Standort unterrichtet werden können. Bisher gehen die unteren Jahrgangsstufen am Standort Wascherde in Lauterbach zur Schule. Das Lauterbacher Gymnasium wird auch eine neue Aula erhalten.

Die Abrissarbeiten hatten am 6. Mai mit dem Entkernen und Aussortieren der Innenausstattung begonnen. Nun wird der Rest der Halle abgerissen und getrennt nach Materialien abtransportiert. Bereits in zwei Wochen wird mit dem Neubau begonnen, teilt die Kreispressestelle mit. Die Straße Goldhelg wird ab etwa 8. Juni voll gesperrt – der Anliegerverkehr wird von beiden Seiten bis zur Baustelle zugelassen. Darüber hinaus werden die Naturwissenschaften im inneren Ausbau umgestaltet.

Am gleichen Tag als der Bagger mit seiner Arbeit begann, beschloss der Kreisausschuss bereits die ersten Vergaben für den Neubau. Knapp 1,1 Millionen Euro wird der Rohbau sowie die Erd- und Entwässerungsarbeiten kosten. „Es ist genau der konjunkturelle Anstoß mit Arbeitsplatzeffekten, denn wir uns erhofft haben“, sagte Landrat Marx, der sich freut, dass sich ein heimischer Bauunternehmer im öffentlichen Bieterwettbewerb durchgesetzt hat.

Der Kreisausschuss stimmte ebenso einmütig für einen Wärmeliefervertrag (Contracting) mit einem regionalen Energieversorger – der über die 1,1 Millionen Euro des Kreises hinaus weitere knapp 900.000 Euro in die neue Heizzentrale investieren wird. Das erweiterte Gymnasium soll gemeinsam mit den Standorten der Kreisverwaltung in der Bahnhofstraße und an der Goldhelg in einem Verbundsystem beheizt werden. Die neue Heizzentrale wird überwiegend mit Holzhackschnitzeln betrieben werden.

 

Der Bagger beendet die Existenz der Humboldt-Sporthalle.
Die Architekten Manfred Kuhlmann und Erich Lachmann sowie Landrat Rudolf Marx und Schulleiterin Gitta Holloch (von links) nahmen den historischen Moment in Augenschein. Wenn die Halle beseitigt sein wird, werden schon in zwei Wochen die Rohbauarbeiten für den neuen Klassentrakt an gleicher Stelle beginnen.
Fotos: Pressestelle Vogelsbergkreis


HINTERGRUND:


Planung Alexander-von-Humboldt-Schule

· Im März 2007 haben Kreistag und Kreisausschuss die Zusammenführung des Lauterbacher Gymnasiums am Standort Bahnhofstraße beschlossen.

· Passivhaus
· 21 neue Klassen
· Neue Aula


· Rund 300 Oberstufenschüler werden zurzeit an der Bahnhofstraße unterrichtet
· Rund 600 Mittelstufenschüler am Standort Wascherde Lauterbach

· In der Summe wird das Gymnasium baulich um 2270 Quadratmeter Hauptnutzfläche erweitert. Es werden unter anderem 21 neue Klassenräume gebaut. Hierfür wird im ersten Bauabschnitt die Einfeld-Turnhalle an der Straße Goldhelg abgebrochen.

· Wo sich jetzt noch die Toiletten befinden, wird später die neue Aula stehen.

· Das vom Schulverwaltungsamt erstellte Raumprogramm beinhaltet auch Möglichkeiten von Ganztagsangeboten mit Mediothek, Speisesaal einschließlich Küche und Nebenräumen, den Neubau einer Aula, die gerade für den Schwerpunkt Musik deutlich erweiterbar sein wird, und die Ausweisung von vier naturwissenschaftlichen Fachräumen. Die Aula wird für schulische und außerschulische kulturelle Veranstaltungen hinsichtlich der raumakustischen Rahmenbedingungen optimiert geplant.

· Planender Architekt ist Erich Lachmann aus Schlitz

· Das Gebäude wird auf allen Ebenen behindertengerecht erschlossen.

· Der neue zentrale Eingang wird zwischen dem Neubau und den Gebäuden an der Goldhelg liegen

· Der Neubau wird als Passivhaus errichtet

· Der Neubautrakt und der neue Aula/Musikbereich des Lauterbacher Gymnasiums wird in Passivhausweise errichtet. „Eine zwingende Festlegung angesichts explodierender Energiepreise. Wir haben gegenüber dem Steuerzahler die Verpflichtung, die Energie-kosten auf ein Minimum zu senken“, sagte Schuldezernent Diening im April 2008 bei der Vorstellung der Pläne. Die neue Schule wird statt im Schnitt 15 Liter Gas je Quadratmeter und Jahr nur ein Zehntel, also 1,5 Liter, verbrauchen.

· Bestandteil der Planung ist auch ein ganzheitliches Brandschutzkonzept für den gesamten Standort. Neue sanitäre Anlagen werden mit Regenwasser beschickt.

· Im Rahmen des Projekts Bio-Regio Holz ist eine Holzhackschnitzel-Befeuerung vorgesehen

· Geplant ist ein Verbundsystem, das die Alexander-von-Humboldt-Schule, die Kreisverwaltung am Goldhelg und die Kommunale Vermittlungsagentur in der Bahnhofstraße gemeinsam mit Wärme versorgt.

Ansicht Erweiterungsbau Humboldt-Gymnasium Lauterbach, von der Goldhelg her gesehen.

Ansicht von Westen mit Blick auf die neue Aula an der Ecke Friedhofstraße/Goldhelg.