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Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg: Die Chancen liegen in der Vernetzung - In Ortenberg wurden die Ergebnisse der Analyse präsentiert – Bürgermeisterin Schaab-Madeisky wirbt für regionales Denken

12.05.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg:
Die Chancen liegen in der Vernetzung

In Ortenberg wurden die Ergebnisse der Analyse präsentiert – Bürgermeisterin Schaab-Madeisky
wirbt für regionales Denken

REGION VOGELSBERG UND WETTERAU.    12. Mai 2009.

Mit der Umsetzung des Leitthemas „Vulkanismus und Leben“ bieten sich dem Reisegebiet Vogelsberg gute Chancen auf den touristischen Märkten. Voraussetzung ist jedoch eine konsequente inhaltliche und räumliche Vernetzung der meist kleinteiligen Angebote. Dies ist das Hauptergebnis der zweiten Zwischenpräsentation zum „Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg“, die am Montag im Bürgerhaus Ortenberg (Wetteraukreis) stattfand.

Die Sprecherin des Lenkungsausschusses, Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky, warb für „konsequentes regionales Denken, damit wir erfolgreich sein können“. Die Bürgermeister Bernhard Ziegler (Herbstein), Heiko Stock (Lautertal) und Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg) sowie Gerold Beckmann, Sprecher der Sektion Vogelsberg in der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, unterstützen die Schottener Rathauschefin in diesem Ansatz ausdrücklich.

Schaab-Madeisky betonte, dass bereits während der Erstellung des Konzeptes Bewegung in die Region gekommen sei: „Bürger aus allen Teilen des Vogelsbergkreises, aus der Wetterau und den östlichen Teilen des Landkreises Gießen rufen bei uns oder beim Projektteam an, sagen ihre Meinung und unterbreiten Vorschläge. Damit hat die Umsetzung des Konzeptes eigentlich schon begonnen.“

Die Geologin Sylvia Reyer von der auftragnehmenden ARGE ABRAXAS & e.t.a. aus Thüringen stellte 21 geologische Attraktionspunkte - vor, die nach umfangreichen Recherchen aus über 70 Objekten ausgewählt wurden, die sich über die gesamte Region von rund 2400 Quadratkilometer erstrecken – von Nidda, über Lich, Grebenhain, Brauerschwend bis zum Keltenfürsten in der Wetterau.

Dabei gehe es in erster Linie um die Entwicklung von Angeboten für eine breite Zielgruppe, mit deren Hilfe die touristische Wertschöpfung in der Region gesteigert werden könne. „Denn Ziel ist natürlich, dass im Wirtschaftssektor Tourismus mehr Geld verdient werden kann“, hob Professor Dr. Harald Kunze hervor.

Vulkaneum als „Spinne im Netz“

Projektleiter Kunze referierte erste Überlegungen für ein Vulkaneum. Dies soll ein überregional bedeutsames Informations- und Erlebniszentrum werden – gewissermaßen die „Spinne im Netz“ der Angebote zum Thema „Vulkanismus und Leben“. „Die Besucher sollen dort nicht zwei oder drei Stunden verbringen und dann wieder nach Hause fahren.“ Es gehe um Information, Bildung und Erlebnis, um Anstöße, die erhaltenen Anregungen in der Region vor Ort, beispielsweise in einem Geotop oder einer Ausstellung, zu vertiefen – je nach ihren speziellen Interessen, so Prof. Kunze. Durch eine längere Aufenthaltsdauer der Touristen bleibe auch entsprechend mehr Geld in der Region.

Die gegenwärtig von der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) vorangetriebene Weiterführung der Deutsche Vulkanstraße durch den Vogelsberg wird von der ARGE ABRAXAS & e.t.a. aktiv unterstützt. Dies sei – bildlich gesprochen – eine Achse, an der man viele andere touristische Angebote „aufhängen“ könne. Professor Kunze warb auch dafür, die Chancen für einen Geopark auszuloten sowie die regionale Touristik-GmbH zu stärken und bei ihr alle relevanten Aktivitäten zu bündeln.

Susanne Schaab-Madeisky zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisher erreichten Arbeitsstand und lud die Teilnehmer zur Abschlusspräsentation des Entwicklungskonzeptes für den 10. August um 18.30 Uhr in die Festhalle nach Schotten ein.

HINTERGRUND:

Die „Vulkan-Fachleute“:

 

Die Lenkungsgruppe für das
„Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg“ besteht aus:

Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky (Stadt Schotten, Vorsitzende), Landrat Rudolf Marx (Vogelsbergkreis), Landrat Joachim Arnold (Wetteraukreis), Gerold Beckmann (Vorsitzender der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft), Uta Nebe (Geschäftsführerin der Region Vogelsberg Touristik GmbH), Ralph Koster (Gesellschaft für Tourismus- und Stadtmarketing Schotten), Volker Rühl (WVS Schotten), Hartmut Greb (Wirtschaftsförderung Vogelsbergkreis), Lorenz Kock (Amt für den ländlichen Raum/Regionalentwicklung Vogelsbergkreis), Dr. Johannes Fertig und Nicole Schirmer (Kreis- und Regionalentwicklung Wetteraukreis), Bernd-Uwe Domes (Regionalmanagement Oberhessen), Rolf Heuchert-Frischmuth (Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg und Geschäftsführer der AG Hessische Naturparke)

Der Vulkan Vogelsberg – Hessens Vulkan

Im vergangenen Jahr wurde die Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft gegründet. Vorsitzender ist der ehemalige Sparkassendirektor Gerold Beckmann. Das Basaltmassiv ist das größte seiner Art auf dem europäischen Festland. Der seit sechs Millionen Jahren ruhende Vulkan Vogelsberg erstreckt sich über eine Fläche von etwa 2.400 Quadratkilometern – das sind über elf Prozent der hessischen Landesfläche. Das Massiv berührt die Landkreise Vogelsberg (überwiegend), Wetterau, Gießen, Fulda und Main-Kinzig.

Informationen:

 

www.vogelsberg-touristik.de
www.vulkan-vogelsberg.de
www.dvg-vb.de
(Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Sektion Vogelsberg)
www.naturpark-hoher-vogelsberg.de

www.vogelsberg-netz.de/content/category/16/112/117/

Details:
Prof. Dr. Harald Kunze
Regionalberater
ABRAXAS Büro für kreative Leistungen
Weimar
Telefon 0 36 43 / 50 27 36
harald.kunze(at)abraxas-buero.de
www.abraxas-buero.de

 

Sie warben für einen klar regionalen Ansatz bei der Vermarktung des Themas Geologie/Vulkanismus in der Region Vogelsberg und Wetterau – unser Foto entstand bei der zweiten Zwischenpräsentation für das Konzept „Vulkan Vogelsberg“ im Bürgerhaus in Ortenberg. Von links: Gerold Beckmann (Deutsche Vulkanologische Gesellschaft), Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky (Schotten), Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg), Diplom-Geologin Sylvia Reyer und Professor Dr. Harald Kunze.

Fotos: Pressestelle Vogelsbergkreis

 

Herbsteins Bürgermeister Bernhard Ziegler plädierte deutlich gegen "Kirchturmdenken" in der Tourismus-Strategie.