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Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz verabschiedet Kreisbeigeordnete Sylke Emmermann: "Sie sind eine tolle Frau!"

25.02.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Verabschiedung von Frau Kreisbeigeordneter Sylke Emmermann, Dezernentin für Frauen, Familie und Senioren / Gleichstellungsbeauftragte des Vogelsbergkreises

25. Februar 2009

Nahezu 100 Personen haben sich am Mittwoch Nachmittag im Sitzungssaal des Kreishauses in Lauterbach von Kreisbeigeordneter Sylke Emmermann verabschiedet, die am Wochenende in den Landkreis Nordfriesland umzieht.

Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter lobten in Grußworten das außerordentliche parteiübergreifende Engagement der Christdemokratin.

Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz hielt die Festrede.

Er schloss mit dem Satz:

"Wir wünschen Ihnen alles Gute.
Sie sind eine tolle Frau!"

Liebe Frau Emmermann,
meine Damen und Herren,

Schon Kurt Tucholsky hat es auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Es gibt keinen Erfolg ohne die Frauen.“ Sylke Emmermann, die seit 1997 dem Kreisausschuss angehört und seit fast 10 Jahren als Gleichstellungsbeauftragte im Amt ist und in den vergangenen Jahren auch ehrenamtlich das Dezernat für Frauen, Familie und Senioren beim Vogelsbergkreis geleitet hat, ist ein überzeugendes Beispiel dafür, was mit Hilfe einer kompetenten und tatkräftigen Frau auf kommunaler Ebene bewegt werden kann. Mit großem Sachverstand und bemerkenswerter Energie hat Sylke Emmermann die ihr übertragenen Aufgaben erfüllt. Sie hat immer viel bewegen wollen. Und heute, am Ende Ihrer dritten Amtsperiode und wenige Tage vor Ihrem Umzug an die Nordsee, darf ich als Kreistagsvorsitzender feststellen: Sylke Emmermann hat viel erreicht.

Meilensteine ihrer erfolgreichen Arbeit sind die Fachberatungsstelle für Frauen und Kinder in Not, der Frauennotruf und die Stärkung der Gewaltprävention durch theaterpädagogische Angebote an Grund- und Mittelstufenschulen im Vogelsbergkreis. Sylke Emmermann hat mit ihrem unermüdlichen Engagement dazu beigetragen, die Hintergründe und Auswirkungen der häuslichen Gewalt sichtbarer zu machen und von Gewalt betroffenen Frauen wirkungsvolle Hilfe zu gewährleisten.

Es galt in vielen Bereichen dicke Bretter zu bohren.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern liegt Sylke Emmermann dabei besonders am Herzen. Dass Frauen im Erwerbsleben für die gleiche Leistung in manchen Branchen schlechter bezahlt werden als Männer, findet sie ärgerlich.

Chancengleichheit fängt beim Portemonnaie an, meint Sylke Emmermann deswegen auch zu Recht und setzt sich für gleiche Verdienstchancen von Frauen und Männern und die faire Bewertung der Arbeitsleistung von Frauen ein. Mädchen einen Blick auf die ganze Palette der Berufe zu ermöglichen war deswegen auch ein Ziel, das sie  mit dem alljährlichen Girls Day verfolgt hat.

Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Gleichstellungsbeauftragte und Familiendezernentin von Anfang an eine folgerichtige Forderung. Wie aktuell Sylke Emmermann mit ihren Themen am Puls der Zeit ist, belegt auch die Tatsache, dass laut Allensbach-Familienmotor 2008 63 Prozent der Bevölkerung erwarten, dass Familienpolitik sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzt. „Wenn Vater und Mutter einen Arbeitsplatz haben, halbiert sich das Risiko, durch Arbeitslosigkeit in Armut zu rutschen, hat auch Ursula von der Leyen erst kürzlich bei der Vorstellung des Familienreports 2009 festgestellt.

Mit der Gründung des Lokalen Bündnisses für Familien im Vogelsbergkreis hat Sylke Emmermann einen weiteren Leuchtturm gesetzt. Ich bin sehr froh, dass dieses wichtige Thema jetzt auch seinen Niederschlag im gerade beschlossenen Kreishaushalt gefunden hat. Die verschiedenen Bündnishandlungsfelder haben ihre Arbeit aufgenommen. Zum 1-jährigen Bündnisjubiläum findet am 17. März eine Festveranstaltung mit Dr. Harald Seehausen in der Aula der Sparkasse Oberhessen statt. Dieses Datum macht bereits deutlich: „Auch nach dem Ausscheiden von Sylke Emmermann geht die Arbeit weiter. Landrat Marx hat es bereits klargestellt: Die Schwerpunktthemen werden in der Kreisverwaltung intensiv weiter bearbeitet. Es wird keinen Stillstand geben.

Liebe Frau Emmermann,

eine bekannte Frauenrechtlerin hat es so formuliert: „So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.“

Wenn Sie in dieser Woche Richtung Norden aufbrechen, werden Sie dies freudig tun, stehen Sie doch vor einem Neuanfang. Es wird aber sicher auch Wehmut mitschwingen. Sie werden viele vertraute Bindungen zurücklassen.

Als Kreistagsvorsitzender bleibt mir, Ihnen an dieser Stelle Danke zu sagen für Ihren herausragenden Einsatz als Gleichstellungsbeauftragte und Familiendezernentin. Sie haben einen „guten Job“ gemacht, wichtige Themen transportiert und Frauen Mut gemacht.

Frauen sind in den Kommunalparlamenten noch deutlich unterrepräsentiert. Ich wünsche mir, dass sich in Zukunft deutlich mehr Frauen für die Gestaltung der örtlichen Lebensverhältnisse engagieren. Die kommunale Ebene ist die Wurzel der Demokratie. Männer und Frauen sollten daher die Zukunft gemeinsam gestalten. Für mich ist das eine Grundvoraussetzung für gutes Regieren.

Liebe Frau Emmermann,

ich wünsche Ihnen für Ihre private und berufliche Zukunft alles Gute und viel Glück.