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„Sprache ist die Schlüsselkompetenz für beruflichen und privaten Erfolg“ - Gesundheitsamtsleiterin Meudt und Sprachheilbeauftragter Eisenträger überreichten 30 Zertifikate für „KISS“

24.02.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

„Sprache ist die Schlüsselkompetenz
für beruflichen und privaten Erfolg“

 

Gesundheitsamtsleiterin Meudt und
Sprachheilbeauftragter Eisenträger
überreichten 30 Zertifikate für „KISS“

VOGELSBERGKREIS.   20. Februar 2009.

„Sprache ist die entscheidende Schlüsselkompetenz, um in Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch persönlich erfolgreich zu sein – und am Besten ist es, wenn bereits im Vorschulalter Defizite erkannt und beeinflusst werden können“, sagte Gesundheitsamtsleiterin Renate Meudt, als sie gemeinsam mit dem Sprachheilbeauftragten Hans-Joachim Eisenträger 30 Zertifikate an Erzieherinnen und Arzthelferinnen überreichte. Sie hatten sich in einem Lehrgang im Rahmen des Hessischen „Kinder-Sprach-Screenings“ (KiSS) fortgebildet. Renate Meudt dankte den Absolventinnen für ihr großes Engagement.

Renate Meudt erläuterte, das Land Hessen habe ein Untersuchungsverfahren entwickelt, das nun auch in 17 Kindertageseinrichtungen im Vogelsbergkreis angeboten wird. Das Hessische Kinder-Sprach-Screening (KiSS) soll den Sprachstand der vier- bis viereinhalbjährigen Kinder erfassen, um Auffälligkeiten so früh wie möglich zu erkennen und abzubauen.

„Screening“ – ein einfühlsamer Test schaut nach Defiziten

Die Prüf-Erzieherin als vertraute Bezugsperson des Kindes führt den Test in ihrer Einrichtung durch. Gemeinsam mit dem Kind schaut sie sich ein Bild an und stellt ihm dazu Fragen. In den einzelnen Untertests werden die verschiedenen Sprachbereiche überprüft: Spontansprache, Sprachverständnis, Wortschatz, Aussprache und Grammatik sowie Störungen im Redefluss und Stimmstörungen. Ausgewertet werden die Befunde von sogenannten Sprachexperten, einem Team aus entsprechend geschulten Sprachheillehrern und Ärzten. Das Ergebnis des Screenings wird den Eltern mündlich oder im Falle von Auffälligkeiten schriftlich mitgeteilt. Falls beispielsweise medizinischer Abklärungsbedarf besteht, sollten die Kinder dem Kinderarzt oder HNO-Arzt vorgestellt werden, der die weitere Diagnostik und Therapie einleitet. Falls die Sprachentwicklung zu Hause oder im Kindergarten gefördert werden sollte, gibt es entsprechende Empfehlungen.

Für ihre Qualifikation haben die Prüf-Erzieherinnen eine sechsstündige theoretische Schulung durchlaufen sowie anschließend eine zweistündige Supervision.  Im Rahmen des „KiSS“ wurden neben den 21 Erzieherinnen auch sieben Arzthelferinnen und zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes geschult.

Die Schulungen wurden von den Sprachexpertinnen in drei Tandems durchgeführt. Koordinator des KiSS im Vogelsbergkreis ist Sprachheilbeauftragter Joachim Eisenträger, der das Engagement seines Sprachexpertenteams und der Erzieherinnen lobte. Dem Gesundheitsamt obliegt die Steuerung des Projektes. Amtsleiterin Renate Meudt unterstützt das Kinder-Sprach-Screening im Rahmen der Präventionsaufgabe des Gesundheitsamtes.

 

Um Sprachdefiziten bei Kindern möglichst frühzeitig auf die Spur zu kommen, haben sich 30 Erzieherinnen, Arzthelferinnen und Fachleute aus der Kreisverwaltung qualifiziert. Gesundheitsamtsleiterin Renate Meudt und Sprachheilbeauftragter Hans-Joachim Eisenträger (im Hintergrund in der Mitte) gratulierten den Teilnehmerinnen der Fortbildung und überreichten die Zertifikate.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis


Das sind die Prüf-Erzieherinnen

 

Folgende Erzieherinnen haben daran teilgenommen und erhielten ihre Zertifikate:

Christel Appel (Kindertagesstätte Grebenhain), Birgit Bauer (Kita Homberg/Ohm, Friedrichstr.), Birgit Braun (Kita Schlitz-Queck), Susanne Klement (Kindergarten Alsfeld-Berfa), Iris Künzel (Kita Schotten-Rainrod), Angelika Meschkat (Kita Homberg/Ohm, Hochstr.), Siglinde Muth (Kita Freiensteinau), Angelika Prekatsounakis (Kita Homberg/Ohm, Hochstr.), Heidrun Reitz (Kita Schotten-Burkhards), Valentina Richter (Kita Schwalmtal-Brauerschwend), Charlotte Rösch (Kita Schotten), Anke Schäfer (Kita Grebenau-Eulersdorf), Heidi Schell-Holzhauer (Kita Grebenhain-Crainfeld), Monika Schiewig (Kindergarten Feldatal-Stumpertenrod), Regina Schmidt ( Städt. Kita Schlitz), Ingrid Schmoranzer (Kita Schotten-Eschenrod), Simone Smakal (Kita Wichtelland Alsfeld), Christel Sommer (Gemeindekindergarten Gemünden), Waltraud Waldeck (Kita Freiensteinau), Jutta Weitz (Kita Schotten) und Dagmar Zimmermann (Gemeindekindergarten Gemünden).

Folgende Arzthelferinnen und Mitarbeiterinnen nahmen an der
KiSS-Schulung teil und erhielten ebenfalls ihre Teilnahmebescheinigung:

Karla Bleifuß (Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz, Alsfeld), Sarah Brosch (HNO-Praxis Plöger, Lauterbach), Regina Eurich (Gesundheitsamt Lauterbach), Karin Günther (Gesundheitsamt Lauterbach), Marion Kalbfleisch (Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz, Alsfeld), Monika Lein (Jugendamt Lauterbach), Sandra Maurer (Kinderarztpraxis Heßler-Klee, Mücke), Claudia Pelinka (Jugendamt Lauterbach) und Alexandra Schötterl (Kinderarztpraxis Heßler-Klee, Mücke).