Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Gesundheitsamt rät dazu, Krankenhausbesuche gegenwärtig zu vermeiden - Das Noro-Virus (Magen-Darm-Infektion) grassiert im Vogelsbergkreis - Extrem ansteckend

23.01.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Hochkonjunktur bei Noro-Viren –
Sie sind hoch ansteckend

Magen-Darm-Infektion grassiert – Kreisgesundheitsamt
rät dazu, Krankenhausbesuche zu vermeiden

VOGELSBERGKREIS.    23. Januar 2009.

Das Kreisgesundheitsamt in Lauterbach teilt mit, dass es im Vogelsbergkreis sehr viele gemeldete Fälle von Magen-Darm-Infektionen aufgrund des Noro-Virus gibt. Dr. Henrik Reygers, stellvertretender Amtsleiter, rät allen Krankenhausbesuchern, zum gegenwärtigen Zeitpunkt Krankenhausbesuche auf das unabdingbar Notwendige zu reduzieren, um eine mögliche Weiterverbreitung von Noro-Viren und der damit verbundenen Gefährdung von Patienten zu vermeiden.

Zu Hause sollten Seifen und Handtücher sicherheitshalber nicht gemeinsam benutzt werden, da die Noro-Viren gegen übliche Seifen und haushaltsübliche Desinfektionsmittel resistent sind. Die Inkubationszeit des Noro-Virus ist sehr kurz – bereits nach sechs bis 30 Stunden kann das „eingefangene“ Virus die heftige Symptomatik wie schwere Durchfälle und starkes Erbrechen verursachen. Die Symptome klingen normalerweise nach etwa zwei bis drei Tagen wieder ab. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über eine Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion.

Problematisch ist, dass die Viren relativ unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und extrem ansteckend sind. So reichen schon zehn Viren aus, einen Menschen zu infizieren.

Wegen des gehäuften Auftretens von Noro-Virus-Erkrankungen hat das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises als Fachaufsicht den Krankenhäusern im Vogelsbergkreis dringende Empfehlungen zur Verminderung eines Infektionsrisikos gegeben. Hierzu zählen hygienische Maßnahmen wie Schutzkittel, Mundschutz und Händedesinfektion wie auch das Sperren von Stationen für Besucher. Falls Krankenbesuche unumgänglich sind, haben sich die Besucher zuvor bei der Stationsleitung zu melden. Es ist darauf zu achten, dass der Besucher nach diesem angemeldeten Besuch eines Patienten nicht noch in weiteren Abteilungen andere Patienten oder auch Gemeinschaftsräume aufsucht.