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Atemschutzstrecke in Alsfeld offiziell in Betrieb genommen - Kreis ist Investor, Mieter und Betreiber - Staatssekretärin Scheibelhuber, Landrat Marx und Bürgermeister Becker loben Engagement des Feuerwehrverbandes

09.01.2009 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Atemschutzstrecke in Alsfeld
offiziell in Betrieb genommen

Kreis ist Investor, Mieter und Betreiber

Staatssekretärin Scheibelhuber, Landrat Marx und Bürgermeister Becker loben Engagement des Feuerwehrverbandes

VOGELSBERGKREIS.   9. Januar 2009.

Am Freitag wurde die völlig neu gestaltete und aufs Modernste ausgestattete Atemschutz-Übungsstrecke für die Feuerwehren im Vogelsbergkreis in Alsfeld offiziell eingeweiht. Die Staatssekretärin im Innenministerium, Oda Scheibelhuber, Landrat Rudolf Marx, Kreistagsvorsitzender Künz, Landtagsbewerber Kurt Wiegel und Alsfelds Bürgermeister Ralf Alexander Becker lobten das heraus ragende Engagement der ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr. In der rund 188.000 Euro teuren Anlagen stecken allein über 700 ehrenamtlich geleistete Stunden.

Auch künftig werden ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr den Betrieb der Anlage sicherstellen. Die Nachfrage nach Übungsstunden ist so hoch, dass „2009 praktisch schon ausgebucht ist“, so Kreisbrandinspektor und Vorsitzender des Feuerwehrverbandes, Werner Rinke.

In weniger als drei Monaten wurde die gesamte hochwertige Ausstattung mit Überwachungsstation, Fitness-Center und der eigentlichen Übungsstrecke mit Kriech- und Kletterstrecke sowie der Vernebelungsanlage in Betrieb genommen. Wer die Berechtigung zum Atemgeräteträger haben und behalten will, muss sich jährlich einmal unter sehr schweren und realitätsnahen Bedingungen bei schlechter Sicht, Lärm, Qualm und mit schwerem Atemgerät durch das Labyrinth kämpfen. Die anwesenden Politiker zeigten während einer simulierten Übung zweier Feuerwehrkameraden ihren großen Respekt vor dieser körperlichen und mentalen Leistung, die letztlich dazu dienen werde, Menschenleben retten zu können, so Staatssekretärin Scheibelhuber.

Der Vertrag zwischen Landkreis und
Stadt hat die Anlage gesichert

Aufgrund eines Vertrags zwischen Landkreis und Stadt ist der Vogelsbergkreis Betreiber der Atemschutzübungsstrecke in Alsfeld. Letztmals in alter Ausstattung war sie in Betrieb im November 2007. Ab sofort betreibt der Landkreis die Übungsstrecke für die örtlichen Feuerwehren im Kreis dauerhaft. Landrat, Bürgermeister und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Werner Rinke zeigten sich am Donnerstag sehr erfreut, dass die Einrichtung im Kreis erhalten geblieben sei und heimische Feuerwehren nicht gezwungen seien, für die unverzichtbare Aus- und Weiterbildung in Nachbarkreise auszuweichen.

Die Einrichtung wird – im Auftrag der Landesfeuerwehrschule – genutzt für die Erstausbildung von Atemschutzträgern, darüber hinaus für die jährlichen Überprüfungen der Atemschutzträger in den örtlichen Wehren und anderer Einrichtungen. Der Kreisfeuerwehrverband e.V. wird für den Kreis die Übungsstrecke ehrenamtlich betreuen.

Die Stadt Alsfeld stellt dem Landkreis für die nächsten 20 Jahre die Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Kreis zahlt Miete und Unterhaltungskosten. Der Kreistag hatte im Juni 2008 beschlossen, dass der Kreis für die bisher von der Stadt betriebene Anlage zuständig sein soll.

In die Finanzierung flossen die 119.000 Euro des Landes Hessen ein, die Innenminister Volker Bouffier im Januar 2008 in Alsfeld übergeben hatte – jetzt, fast auf den Tag genau ein Jahr später, konnte seine Staatssekretärin die Anlage bereits in Betrieb nehmen.

Somit sind die Städte und Gemeinden – einschließlich der Stadt Alsfeld selbst – aus der Finanzierung sowohl der Modernisierung als auch des Betriebs „komplett draußen“, wie Marx betonte. Für den Betrieb der Anlage rechnet der Kreis jährlich mit Ausgaben von knapp 25.000 Euro. Einnahmen in Höhe von rund 16.000 Euro jährlich erwartet der Kreis aufgrund von Erstattungen durch die Landesfeuerwehrschule (in deren Auftrag der Kreis für die Grundausbildung handelt) sowie durch Gebühren für die Geräte und die Übungen selbst.

Marx: „Ohne den Feuerwehrverband wäre
die Konstruktion nicht möglich“

Landrat Marx und Bürgermeister Becker sind dem Kreisfeuerwehrverband sehr dankbar, der den Betrieb auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Die beiden Politiker lobten in Alsfeld das Engagement des Verbandes und ihres Vorsitzenden Werner Rinke, der gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Horst Weber sowie weiteren etlichen Stadt- und Gemeindebrandinspektoren und Führungskräften der örtlichen Wehren in Alsfeld bei der Einweihung dabei war.

Die Stadt Alsfeld hat vertragsgemäß auch das Atemschutzgeräte-Fahrzeug mit sofortiger Wirkung an den Landkreis übergeben, da dieses Fahrzeug für den Betrieb der stationären neuen Anlage notwendig ist. Ab sofort ist damit der Vogelsbergkreis auch für den Unterhalt und die technische Ausstattung dieses Fahrzeugs des überörtlichen Brandschutzes zuständig. Der Vogelsbergkreis wird bei Bedarf das Fahrzeug auch überörtlich einsetzen. Im Rahmen der Erstausbildungslehrgänge kann der Kreis den Lehrsaal in der Alsfelder Feuerwache mit nutzen. Kreis und Stadt Alsfeld haben sich auch über die Nutzung der Gerätewerkstatt verständigt, die Werner Rinke für äußerst wichtig zur Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebs ansieht.

Unser Foto zeigt Vogelsberg-Landrat Rudolf Marx (stehend) sowie (von  links) den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Werner Rinke, Kreistagsvorsitzenden Ulrich Künz, Innen-Staatssekretärin Oda Scheibelhuber, Bürgermeister Ralf Alexander Becker und Stadtbrandinspektor Horst Weber bei der offiziellen Einweihung der neuen Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache in Alsfeld.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis