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Atemschutz-Übungsstrecke für die Feuerwehren: Landrat und Bürgermeister unterzeichnen Vertrag - Kreis wird Investor, Mieter und Betreiber – Marx und Becker loben Engagement des Feuerwehrverbandes

27.10.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Atemschutzstrecke: Landrat und
Bürgermeister unterzeichnen Vertrag

 

Kreis wird Investor, Mieter und Betreiber –
Marx und Becker loben
Engagement des Feuerwehrverbandes

VOGELSBERGKREIS.   27. Oktober 2008.

Ab sofort wird der Vogelsbergkreis Betreiber der seit längerer Zeit veralteten Atemschutzübungsstrecke in Alsfeld. Letztmals in Betrieb war sie im November 2007. Am Montag unterzeichneten Landrat Rudolf Marx und Bürgermeister Ralf Becker in der Alsfelder Feuerwache einen Vertrag, der Nutzung, Investition und laufenden Betrieb regelt. Marx und Becker gaben sich zuversichtlich, dass im Januar 2009 der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

Dann wird der Landkreis die Übungsstrecke für die örtlichen Feuerwehren dauerhaft betreiben. In den kommenden Wochen wird die Anlage komplett neu ausgestattet. Die Arbeit dafür wurde bereits begonnen. Landrat, Bürgermeister und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Werner Rinke zeigten sich erfreut, dass die Einrichtung im Kreis bleibe und heimische Feuerwehren nicht gezwungen seien, für die unverzichtbare Aus- und Weiterbildung in Nachbarkreise auszuweichen.

Die Einrichtung wird – im Auftrag der Landesfeuerwehrschule – genutzt für die Erstausbildung von Atemschutzträgern, darüber hinaus für die jährlichen Überprüfungen der Atemschutzträger in den örtlichen Wehren und anderer Einrichtungen. Der Kreisfeuerwehrverband e.V. wird für den Kreis die Übungsstrecke ehrenamtlich betreuen.

Die Stadt Alsfeld stellt dem Landkreis für die nächsten 20 Jahre die Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Kreis zahlt Miete und Unterhaltungskosten. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung eines Kreistagsbeschlusses aus dem Juni dieses Jahres. Jetzt wendet der Kreis umgehend 188.000 Euro auf, um die gesamte Anlage auf den neuesten Stand zu bringen. Einen entsprechenden Beschluss einer außerplanmäßigen Ausgabe fasste der Kreisausschuss vor wenigen Tagen.

In die Finanzierung fließen die 119.000 Euro des Landes Hessen ein, die Innenminister Volker Bouffier im Januar in Alsfeld übergeben hatte. Somit sind die Städte und Gemeinden – einschließlich der Stadt Alsfeld selbst – aus der Finanzierung sowohl der Modernisierung als auch des Betriebs „komplett draußen“, wie Marx betonte. Für den Betrieb der Anlage rechnet der Kreis jährlich mit Ausgaben von knapp 25.000 Euro. Einnahmen in Höhe von rund 16.000 Euro jährlich erwartet der Kreis aufgrund von Erstattungen durch die Landesfeuerwehrschule (in deren Auftrag der Kreis für die Grundausbildung handelt) sowie durch Gebühren für die Geräte und die Übungen selbst.

Marx: „Ohne den Feuerwehrverband wäre
die Konstruktion nicht möglich“

Landrat Marx und Bürgermeister Becker sind dem Kreisfeuerwehrverband sehr dankbar, der den Betrieb auf ehrenamtlicher Basis organisieren will. Die beiden Politiker lobten in Alsfeld das Engagement des Verbandes und ihres Vorsitzenden Werner Rinke, der gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Horst Weber sowie weiteren Vertretern der Feuerwehr sowie der Stadtverwaltung bei der Vertragsunterzeichnung in Alsfeld dabei war.

Die Stadt Alsfeld übergibt vertragsgemäß auch das Atemschutzgeräte-Fahrzeug mit sofortiger Wirkung an den Landkreis, da dieses Fahrzeug für den Betrieb der stationären neuen Anlage notwendig ist. Ab sofort ist damit der Vogelsbergkreis auch für den Unterhalt und die technische Ausstattung dieses Fahrzeugs des überörtlichen Brandschutzes zuständig. Der Vogelsbergkreis wird bei Bedarf das Fahrzeug auch überörtlich einsetzen. Im Rahmen der Erstausbildungslehrgänge kann der Kreis den Lehrsaal in der Alsfelder Feuerwache mit nutzen. Kreis und Stadt Alsfeld haben sich auch über die Nutzung der Gerätewerkstatt verständigt, die Werner Rinke für äußerst wichtig zur Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebs ansieht.

 

Unser Foto zeigt Landrat Rudolf Marx (rechts) und Bürgermeister Ralf Alexander Becker (links) gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Werner Rinke, bei der Vertragsunterzeichnung in der Alsfelder Feuerwache.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis