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Rudolf Marx: „Der Erfolg hat seinen Grund in der guten Atmosphäre dieses Hauses“ - Vogelsberg-Landrat besuchte Kolping-Feriendorf in Herbstein – Lob für Energiespar-Investitionen

15.10.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Der Erfolg hat seinen Grund in
der guten Atmosphäre dieses Hauses“

Vogelsberg-Landrat besuchte Kolping-Feriendorf
in Herbstein – Lob für Energiespar-Investitionen

VOGELSBERGKREIS.     15. Oktober 2008.

Landrat Rudolf Marx zeigte sich vom Konzept des Kolping-Feriendorfs in Herbstein beeindruckt und gratulierte nachträglich der größten touristischen Einrichtung im Vogelsbergkreis herzlich zum 40. Jubiläum. Im Gespräch mit dem Leiter des „Vogelsbergdorfs“, Hubert Straub, nannte Marx die Umsetzung der Kolping-Philosophie in Herbstein „herausragend“ und im Sinne der Ökumene beispielgebend. Bereits 24.000 Übernachtungen in diesem Jahr seien auch eine ökonomische Größe für die Wertschöpfung in der Region. Die Einrichtung beschäftigt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Belegung ist seit Jahren kontinuierlich gut. Die Freizeitkultur habe sich stetig verändert – das Vogelsbergdorf habe sich stetig mit verändert.

Der Erfolg des Kolpingdorfs habe aber einen wesentlichen Grund: „Es liegt an der guten Atmosphäre in diesem Haus“, sagte Marx im Gespräch mit Hubert Straub, seiner Ehefrau Uta, dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wigbert Nophut, sowie drei Jubilaren, die just am Tag des Landratsbesuchs ihre 10- bzw. 25-jährige Betriebszugehörigkeit feierten. Das gute Klima übertrage sich von der Leitung auf die Mitarbeiter und nicht zuletzt auf die Kunden der Einrichtung. „Hier geht es eben nicht nur um gute Unterhaltung, sondern um das seelische Wohl der Menschen“, unterstrich Marx.

Der Landrat hob die stetige gute Entwicklung des Kolpingdorfs seit 1968 hervor und lobte hierbei auch die Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Lothar Wyrtki beim Aufbau des Projekts. Wyrtkis mutige Vision der Thermalquelle und ihre Realisierung sei heute auch ein Magnet für die vielen Gäste des Kolpingdorfs.

Hubert Straub ist für den Landrat ein „wichtiger Partner, denn er will mit Leib und Seele etwas tun für die Region – weit über die Interessenlage seiner eigenen Einrichtung hinaus“. Marx nannte als Beispiele Straubs Engagement als Vorsitzender von „Pro Vogelsberg“ und in der regionalen Tourismus-GmbH sowie bei der Förderung des Reittourismus. Straub wiederum freute sich, dass der Vogelsberg mit den vermarkteten Themen Radfahren, Wandern, Reiten, Familie und Wellness „mittlerweile viel besser aufgestellt ist“.

Hubert Straub stellte dem Landrat umfangreiche Energie-Investitionen vor, die zu erheblichen betriebswirtschaftlichen Einsparungen und zu weniger Emissionen führen. So bringe die neue Heizzentrale, die nicht mehr mit Öl, sondern mit Holz-Pellets betrieben werde, bereits jetzt eine jährliche Einsparung von 18.000 Euro. Die neue Anlage sei so effizient und Verluste minimierend, dass das moderne Holz-Aggregat mit 300 Kilowatt den gleichen Effekt erziele wie die alte Öl-Anlage mit 800 Watt. Bei der Bewältigung der Kosten der neuen Heizanlage sowie bei der Erneuerung von Fenstern und Fassaden waren Bund und Land hilfreich. Das Hessische Umweltministerium sieht in der Herbsteiner Investition ein „Vorzeigeprojekt“.

Beeindruckend fand Landrat Marx den Beitrag des Fördervereins, der sowohl durch Geldmittel als auch durch „Hand anlegen“ ein Drittel des Volumens „stemmen hilft“. Dem Förderverein gehören rund 110 Mitglieder an, berichtete Vorsitzender Nophut. Den Mitgliedern mache es immer wieder neu Freude, durch engagierte Arbeitseinsätze am Wochenende dem Haus zu helfen. Der Kommentar von Rudolf Marx: „Großartig!“

Für Hubert Straub ist es wichtig, dass seine Kunden die Energie-Innovationen „erleben“ und sehen können. Denn es gehe eben nicht nur ums Sparen, sondern auch um das Signal, in eigener Verantwortung an der Bewahrung der Schöpfung mitzuarbeiten. „Es gehört mittlerweile zu Recht in ein erfolgreiches touristisches Konzept, dass die Gäste umweltfreundliches Verhalten wahrnehmen können, an dem sie selbst als Nutzer beteiligt sind.“

 

Stolz zeigt Kolpingdorfchef Hubert Straub (Dritter von links) die neue Heizzentrale, die über 60 Prozent Primärenergie einspart. Links Vogelsberg-Landrat Rudolf Marx, neben ihm der Vorsitzende des Kolpindorf-Fördervereins, Wigbert Nophut. In Anwesenheit des Landrats wurden (von rechts) Hausmeister Toni Schneider für zehn Jahre und Gitta Herchenröder sowie Trudel Schmitt für 25-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis