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Landrat Marx ernennt Manfred Haas zum neuen ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Kreis - „Die Vogelsberger Bürger können sich auf die gute Struktur im Rettungsdienst verlassen“

01.10.2008 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx ernennt Manfred Haas zum neuen
ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Kreis

„Die Vogelsberger Bürger können sich auf
die gute Struktur im Rettungsdienst verlassen“

VOGELSBERGKREIS.  1. Oktober 2008.

Landrat Rudolf Marx hat vor Kurzem den leitenden Notarzt Manfred Haas aus Alsfeld zum neuen ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Vogelsbergkreis ernannt. Der Landrat überreichte dem Facharzt für Anästhesie die Ernennungsurkunde und berief ihn aufgrund eines entsprechenden Beschlusses des Kreisausschusses als Ehrenbeamten ins Beamtenverhältnis.

Manfred Haas löst Dr. Robert Ruckelshausen ab, der diese ehrenamtliche Aufgabe seit 2004 ausgeübt hat. Der Landrat und der Leiter des Gefahrenabwehr, Werner Rinke, dankten dem seitherigen ärztlichen Leiter Dr. Robert Ruckelshausen und seinem Assistenten Michael Buff für „herausragenden Sachverstand und ausgezeichnete Zusammenarbeit“.

Die hohe Kompetenz, Verlässlichkeit und Kommunikationsbereitschaft bestätigte auch der Geschäftsführer der DRK-Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst der Kreisverbände Alsfeld und Lauterbach gGmbH, Ralf Dickel. Im Rettungsdienst des DRK sind 80 Mitarbeiter beschäftigt. Dr. Ruckelshausen bleibt im 7-köpfigen Team der leitenden Notärzte. Werner Rinke hob Dr. Ruckelshausens besondere Verdienste im Bereich Qualitätsmanagement, Fortbildung und Weiterentwicklung der Notarzt-Einsatz-Systeme im Vogelsbergkreis hervor. Landrat Marx sagte in einer kleinen Feierstunde im Lauterbacher Kreishaus: „Die Vogelsberger Bürger können sich auf die gute Struktur im Rettungsdienst verlassen.“

Der neue ärztliche Leiter Manfred Haas stammt aus Wiesbaden und wohnt in Alsfeld. Vor seinem Medizinstudium in Frankfurt am Main absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Er hat über 13 Jahre Klinikerfahrung und arbeitete unter anderem in Kliniken in Hannover, Hüsten und Lünen. Bereits im Sauerland war er ehrenamtlich als leitender Notarzt tätig. Zehn Jahre lang tat er ehrenamtlich Dienst im Sanitätszug der Johanniter-Unfall-Hilfe im Main-Kinzig-Kreis. Als Notarzt verfügt er über jahrelange Erfahrungen mit dem Fuldaer Rettungshubschrauber Christoph 8 und dem Vogelsberger Notarzt-Einsatz-System, das durch das „Rendez-vous“-Prinzip gekennzeichnet ist. Das bedeutet: ein Rettungswagen und ein schnelles Notarzt-Fahrzeug fahren getrennt voneinander zum Einsatzort, um dann schneller wieder einsatzfähig zu sein.

Der Kreis ist verantwortlich und überträgt
Überwachungsaufgaben an medizinische Experten

Leitende Notärzte haben vorwiegend Aufsichtsfunktion und sind für die Organisation von Notfalleinsätzen unterhalb der Katastrophenschwelle zuständig. Der Kreis ist nach dem Hessischen Rettungsdienstgesetz verantwortlich für die rettungsdienstliche Versorgung. Er hält eine technische Einsatzleitung vor, dem mindestens ein leitender Notarzt und ein organisatorischer Leiter angehören. Der Leitende Notarzt stimmt alle medizinischen Maßnahmen bei einem Notfall, bei dem eine erhöhte Anzahl Verletzter oder Erkrankter zu versorgen ist bzw. in Gefahrenlagen, aufeinander ab und überwacht sie. Leitende Notärzte sind im Besitz einer fachspezifischen Qualifikation, die die Landesärztekammer nachweist. In Abstimmung mit der Ärztekammer finden regelmäßige Fortbildungen und Übungen statt.

Die Aufgaben des ärztlichen Leiters sind darüber hinaus vor allem die Überwachung der Fortbildung, das Qualitätsmanagement, die Kontrolle und Auswertung von Einsätzen sowie die Kommunikation zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, dem DRK, den Notärzten im Einsatz, dem Rettungsdienstpersonal und dem verantwortlichen Vogelsbergkreis.

 

Unser Foto zeigt (von links) DRK-Rettungsdienst-Geschäftsführer Ralf Dickel, den seitherigen Assistenten
des Leiters, Michael Buff, den seitherigen ärztlichen Leiter
Dr. Robert Ruckelshausen, Landrat Rudolf Marx,
den neuen ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Kreis, Manfred Haas, und den Leiter der Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung, Werner Rinke.
Foto: Pressestelle Vogelsbergkreis